Heimtraining für eine bessere Lebensqualität

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Regelmäßiges Training ist bei einer chronischen obstruktiven Lungenkrankheit (COPD) eine wichtige Voraussetzung für das Überleben und für die Steigerung der Lebensqualität. Aktive Patienten nehmen weniger Kortison und Antibiotika ein und müssen seltener ins Spital als inaktive. Denn Bewegung hat immer einen positiven Effekt auf den gesamten Organismus. Sie verbessert nicht nur die Atemnot sondern auch die getrübte Stimmung.

Bei Krankheiten wie Bluthochdruck, Diabetes oder Übergewicht ist Bewegung sogar wirksamer als die Einnahme von Medikamenten. Bei chronischen Lungenerkrankungen ist regelmäßiges Training für das Überleben sogar die wichtigste Voraussetzung. Zudem stellt ein regelmäßiges, individuelles Trainingsprogramm einen wichtigen Motivationsfaktor dar. Denn gerade bei einer chronischen Lungenerkrankung kommen Betroffene oft in eine Abwärtsspirale. Beginnend mit der Atemnot wird Vieles nicht mehr so wie früher durchgeführt, und die gemachten alltäglichen Schritte werden immer weniger. Dies führt zu einer verminderten Aktivität und somit immer mehr zu einer Isolation, die wiederum in eine Depression münden kann.

So geht’s besser!

Der erste Schritt zur Besserung ist daher, täglich mehr Schritte zu machen! Das voranginge Ziel muss sein, die Aktivität zu steigern, um die Lebensqualität und auch die Lebensdauer zu erhöhen! Wer es noch nicht außer Haus schafft, kann auch ein Heimtraining beginnen. Dr. Beate Krenek, MSc., MEd., Leitende Physiotherapeutin des Krankenhauses Hietzing, Wien, rät sowieso jedem COPD-Patienten regelmäßig physiotherapeutische Übungen zu machen.

Tranieren Sie 3 x pro Woche mit!

Beate Krenek, MSc., MEd., Leitende Physiotherapeutin des Krankenhauses Hietzing, Wien, rät jedem COPD-Patienten regelmäßig physiotherapeutische Übungen zu machen. Gemeinsam mit Markus Krenek, MSc, und Johanna Schmidl, MSc, hat Dr. Krenek eine Übungsreihe für ein Heimtraining zusammengestellt. Dabei handelt es sich um zehn Kraftübungen, die die unterschiedlichen Muskelgruppen trainieren. Dr. Krenek: „Führt der Patient diese Übungsreihe drei- bis fünfmal in der Woche durch, kann er seine Selbständigkeit im häuslichen Alltag erhalten. In einem Video zeigt Markus Krenek diese zehn Übungen im Detail vor und erklärt, welche Muskelgruppen dabei trainiert werden. Gemeinsam mit zwei COPD-Patienten ist anhand des Videos auch ein Mitturnen der kompletten Übungsreihe daheim möglich – mit genauer Anleitung, Erklärungen und auch Hinweisen auf mögliche Fehler beim Ausführen.