Die Urtikaria-Vaskulitis ist eine seltene, entzündliche Erkrankung der Blutgefäße. Da es bisher noch keine eigens dafür zugelassenen Medikamente gibt, werden diverse Therapien angewendet. Jedoch sind die Erfolge dabei ziemlich unterschiedlich – werden zudem auch oft die falschen Mittel eingesetzt.

Marcus Maurer, Forschungsdirektor an der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie der Charité Berlin, hat mit seinem Team alle
bisher publizierten Studien, in denen über die Behandlung von Urtikaria-Vaskulitis-Patienten berichtet wird, ausgewertet. Dabei stellte sich heraus, dass Patienten mit Urtikaria-Vaskulitis von Behandlungen mit Kortison, Biologika und Immunsuppressiva profitieren. Jedoch sind Antihistaminika oder antientzündliche Medikamente für die Behandlung wirkungslos. Dennoch werden Antihistaminika gerne verschrieben, weil sie die Therapie der Wahl bei Patienten mit Urtikaria, der Nesselsucht, ist. Da Patienten bei beiden Krankheiten ähnliche Symptome, wie Juckreiz, Quaddeln, Rötungen oder Schwellungen der Haut, aufweisen, wird die Uritikaria-Vaskulitis häufig mit der Nesselsucht verwechselt – obwohl die Urtikaria-Vaskulitis keine Form dieser Hautkrankheit darstellt.

Magazin Aufwind, 01/19

Quelle: www.charite.de