Nicht jede Reaktion auf einen Insektenstich muss allergisch bedingt sein. Um eine lebensbedrohliche Situation zu vermeiden, ist es besonders wichtig, erste Warnzeichen und Symptome einer Anaphylaxie zu erkennen.

Bei einem Insektenstich gilt es darauf zu achten, wie sich die allergische Reaktion verhält. Um lebensbedrohliche Situationen zu vermeiden, ist es ganz wichtig, erste Warnzeichen einer Anaphylaxie zu erkennen. Assoc.-Prof. Priv.-Doz. Dr. Gunter Sturm von der MedUni Graz erklärt, woran man einen anaphylaktischen Schock rechtzeitig erkennen kann.

Ein allergischer Schock, auch anaphylaktischer Schock genannt, beginnt mit Juckreiz auf Hand- und Fußflächen, Hautausschlägen, Quaddeln und geschwollenen Augenlidern. Dann können Übelkeit, Erbrechen, Atemnot oder Herzrasen auftreten. Letztlich kann es zu heftigen Reaktionen wie Kreislaufbeschwerden, Bewusstlosigkeit oder sogar zum Tod kommen.

Tritt eine allergische Reaktion auf einen Insektenstich auf, gilt es, trotz allem Ruhe zu bewahren und sich nicht zu Panikhandlungen hinreißen zu lassen. Die wichtigste Erstmaßnahme ist, die weitere Zufuhr von Gift zu verhindern, indem man den Stachel entfern. Dazu braucht man ruhige Hände. Durch vorsichtiges Kratzen – kein Ziehen oder Zusammenpressen! – kann der Insektenstachel am einfachsten entfernt werden. So gelangt zumindest kein weiteres Gift in den Kreislauf. Zudem empfiehlt es sich, zur Minderung von auftretenden Kreislaufproblemen die Schocklage einzunehmen – also die Beine hochzulagern.

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