Chronisch-entzündliche Hauterkrankungen wie atopische Dermatitis oder Urtikaria können durch Juckreiz und Ekzeme bzw. Quaddeln die Lebensqualität der Betroffenen erheblich verringern. Darüber hinaus erfahren Betroffene häufig eine Stigmatisierung durch ihre Umwelt. Mit Biologika lassen sich die Symptome mittlerweile gut beherrschen, wovon nicht zuletzt die Lebensqualität profitiert.

Patientinnen und Patienten mit atopischer Dermatitis (atopisches Ekzem bzw. Neurodermitis) oder Urtikaria (Nesselsucht) sind von schwerem Juckreiz und Ekzemen bzw. Quaddeln betroffen. Die Sichtbarkeit dieser Dermatosen führt zudem häufig zu einer Stigmatisierung der Betroffenen und somit zu einer verringerten Lebensqualität.

Chronisch-entzündliche Hauterkrankungen sind an und für sich schon belastend. Oft werden die Symptome wie Juckreiz oder Brenngefühle von Ablehnung und Distanz des persönlichen Umfelds begleitet, da die Hauterkrankungen meist zu sehen sind. „In unseren Breiten dominiert ein bestimmtes Ideal von Schönheit, zu dem helle, glatte und makellose Haut gehört. Für Menschen mit Hauterkrankungen – vor allem an sichtbaren Stellen wie Gesicht, Händen oder Haaransatz – bedeutet das oft, dass sie aufgrund der ‚anders aussehenden Haut‘, der Rötungen oder Schuppungen stigmatisiert werden“, erklärte Michael Hertl vom Universitätsklinikum Marburg bei einer Pressekonferenz am 14. April 2021. Aus dem Prozess der Stigmatisierung folge meist auch eine Diskriminierung, so Hertl.

Neurodermitis und Asthma

Menschen mit Neurodermitis haben zudem ein höheres Risiko, Asthma und Heuschnupfen zu bekommen. Die allergische Erkrankung wandert dabei von außen nach innen. Dieser Übergang zum allergischen Asthma wird als „Etagenwechsel“ bezeichnet.“

Biologika bei atopischer Dermatitis und Urtikaria

Sowohl die atopische Dermatitis als auch die Urtikaria werden seit einigen Jahren erfolgreich mit als Biologika (biotechnologisch hergestellte Antikörpern) behandelt. Mit dieser systemisch wirkenden Therapie wird versucht, das überreagierende Immunsystem zu bremsen. Hier kommen vor allem Antikörper gegen entzündungsfördernde Zytokinrezeptoren und IgE-Antikörper zum Einsatz. Die zielgerichteten, entzündungshemmenden Medikamente verbessern nicht nur das Erscheinungsbild der Haut, sondern lindern auch die Symptome und verbessern so die Lebensqualität der Betroffenen.

Quelle: Pressekonferenz der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft am 14. April 2021