Infos zur COVID-19-Impf-Anmeldung in allen österreichischen Bundesländern

Der Covid-19-Impfplan beruht auf dem Prinzip, dass jene Menschen, die besonders gefährdet sind, im Fall einer Infektion mit SARS-COV-2 einen schweren Verlauf zu entwickeln, zuerst die Möglichkeit zur Impfung erhalten. Aus diesem Grund werden neben Menschen in Alten- und Pflegeheimen sowie Gesundheitspersonal auf COVID-Stationen zunehmend auch Menschen über 80 Jahren, die zuhause leben, sowie jene, die aufgrund von Vorerkrankungen zu den Personen mit besonders hohem Risiko gehören, zuerst geimpft. Die Impfung ist kostenlos, für einen vollständigen Schutz sind zwei Teil-Impfungen notwendig. Wo Sie sich anmelden können, erfahren Sie hier.

Impfplan Österreich, Stand 1.2.2021, Credit: Sozialministerium

Durchführung der Corona-Schutzimpfung – Impfplan (Stand 1.2.2021) (PDF, 446 KB)

Phase 1

Die Phase 1 ist charakterisiert durch geringe Mengen an verfügbarem Impfstoff, komplexe Liefer- und Lagerbedingungen der verfügbaren Impfstoffe und einem daraus resultierenden Schwerpunkt der Impfungen auf institutionelle Settings. Es kommt vorwiegend der Impfstoff von BionTech/Pfizer und Moderna zum Einsatz.

Phase 1A

  • Bewohnerinnen und Bewohner von Alten-, Pflege- und Seniorenwohnheimen
  • Personal in Alten-, Pflege- und Seniorenwohnheimen mit und ohne Kontakt zu den Bewohnerinnen und Bewohnern und Personen mit einer regelmäßigen Tätigkeit oder regelmäßigem Aufenthalt in Alten-, Pflege- und Seniorenwohnheimen
  • Personen im Alter von ≥ 80 Jahren
  • Personal im Gesundheitsbereich der Kategorie I

Phase 1B

  • Personen (unabhängig vom Alter) mit Vorerkrankungen und besonders hohem Risiko, sofern institutionell erreichbar (z.B. über Tageskliniken, Dialysestationen).
  • Personal im Gesundheitsbereich der Kategorie II
  • Personal in der mobilen Pflege, Betreuung, Krankenpflege
  • Menschen mit Behinderung mit persönlicher Assistenz sowie deren persönliche Assistentinnen und Assistenten

Phase 2

Die Phase 2 ist charakterisiert durch eine in Bezug auf Menge und Logistik bessere Verfügbarkeit von Impfstoff, insbesondere auch von Astra Zeneca, wobei aber ein Ressourcenengpass im Bereich der Impfstellen auftreten kann. Beginn der Impfungen im niedergelassenen Bereich und lokalen Impfstellen.

Die Priorisierung in Phase 2 erfolgt nach Alter und gesundheitlichen Risiken, beginnend mit der Gruppe der älteren Personen und Personen mit hohen gesundheitlichen Risiken sowie Ansteckungsrisiko.

  • Personen im Alter von 65-79 Jahren abgestuft nach Alter und gesundheitlichen Risiken
  • Personen unter 65 Jahren mit Vorerkrankungen mit hohem Risiko gemäß der COVID-19-Risikogruppen-Verordnung sowie im Falle einer ausreichenden Verfügbarkeit in der Altersgruppe unter 65 Jahren Personen mit erhöhtem Risiko nach Priorisierung des Nationalen Impfgremiums bzw. deren engste Kontaktpersonen / Betreuungspersonal
  • Personen in 24h-Betreuung sowie deren Betreuungspersonen
  • Enge Kontaktpersonen von Schwangeren wegen des potentiell schweren Krankheitsverlaufes bei Schwangeren
  • Personal im Gesundheitsbereich der Kategorie III und IV
  • Personal in Schulen, Kindergärten, Kinderkrippen und Kinderbetreuungseinrichtungen
  • Ausgewählte Beschäftigte mit direktem Personenkontakt und erhöhtem Ansteckungsrisiko in Polizei, Strafvollzug, Bundesheer

Phase 3

Die Phase 3 kennzeichnet sich durch eine großflächige Impfstoffverfügbarkeit, wodurch eine breite Impfung der Bevölkerung begonnen werden kann.

Impfanmeldung für Risikogruppen

Die Anmeldung zur COVID-19-Impfung unterscheidet sich von Bundeland zu Bundesland.

In manchen Bundesländern gibt es die Möglichkeit, die Zugehörigkeit zur Gruppe der Personen mit einem hohen Risiko für einen schweren Verlauf im Fall einer COVID-19-Infektion (sogenannte Risikogruppe) und Menschen mit Vorerkrankungen gleich bei der Anmeldung für eine COVID-19-Impfung über das jeweilige Internetportal bekanntzugeben. In einigen Bundesländern ist es möglich, die persönliche Impf-Vormerkung zusammen mit dem betreuenden Arzt vorzunehmen oder der Arzt nimmt die Vormerkung selbst vor. Oft gibt es auch die Möglichkeit, einen Priorisierungscode hinzuzufügen, den priorisierte Risiko- und Berufsgruppen über Ärzte bzw. Organisationen erhalten. Ein solcher Gutscheincode kann bei einer erfolgten Vormerkung auch im Nachhinein ergänzt werden.

Bei der Vergabe von Impfterminen werden Personen aus Risikogruppen bzw. mit Vorerkrankungen bevorzugt behandelt, da die Vormerkplattformen nicht als klassische Warteliste konzipiert sind. Ist Impfstoff verfügbar, werden Termine nach Priorität zugewiesen, d.h. entscheidend sind Faktoren wie Alter, Vorerkrankungen etc. und nicht die Reihenfolge der Registrierung. Je nach Verfügbarkeit des Impfstoffs, Alter bzw. Priorisierung kann es länger dauern, bis nach einer Vormerkung eine Benachrichtigung erfolgt.

Anmeldung zur COVID-19-Impfung in den Bundesländern

Covid-19-Impfung im Burgenland

Die Vorregistrierung zur Impfung ist online möglich, eine telefonische Vormerkung gibt es nicht. Laut Landesrat Leonhard Schneemann unterstützen die Gemeinden bei der Anmeldung. Risikopersonen können bei der Anmeldung zur Impfung ihre Vorerkrankung angeben, wobei die Bestätigung, dass es sich tatsächlich um eine Risikoperson handelt, über die behandelnde Ärztin bzw. den behandelnden Arzt erfolgen soll. Bitte geben Sie die entsprechende Ärztin bzw. den entsprechenden Arzt an, der bzw. die dies bestätigt.
Infos unter burgenland.at und coronaimpfung@bgld.gv.at

Covid-19-Impfung in Kärnten

Die Vorregistrierung zur Impfung erfolgt über www.kaernten-impft.ktn.gv.at. Infos unter coronainfo.ktn.gv.at/corona-impfung.
Bei der Vorregistrierung ist es möglich, die Checkboxen Hochrisikogruppe bzw. Risikogruppe auszuwählen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie in die Personengruppe mit Risiko oder besonders hohem Risiko gehören, fragen Sie bitte Ihre behandelnde Ärztin bzw. Ihren behandelnden Arzt.
Die bestehende Corona-Hotline des Landes Kärnten 050 536 53003 beantwortet auch alle Fragen zur Corona-Impfung.

Covid-19-Impfung in Niederösterreich

Die Vorregistrierung zur Impfung erfolgt über impfung.at/vorregistrierung. Angemeldete Personen werden per E-Mail und/oder SMS informiert, wann welche Gruppe zur Impfung vorgesehen ist. Danach können sie Daten zu ihrem Risikoprofil, zur Angehörigkeit zu einer gefährdete Berufsgruppe usw. angeben und sich für einen Impftermin anmelden.
Infos unter notrufnoe.com/impfung und impfung@notrufnoe.at

Am Freitag, 26. Februar 2021 um 10:00 Uhr sind ausschließlich folgende Personengruppen zur Terminbuchung aufgerufen, wenn Sie unter 65 Jahre alt sind:

Gesundheitspersonal in folgenden Tätigkeitsbereichen
– Angestellt oder selbstständig in einem Gesundheitsberuf tätig (Ärztin/Arzt, Pflegepersonal, Physiotherapie, Ergotherapie, Ordinationsassistenz, …)
– Tätig in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung
– Tätig in Apotheken
– Öffentlicher Gesundheitsdienst mit direktem Personenkontakt (auch Personen die testen (Abstrichnahme) und impfen)
– 24-Stunden-Personenbetreuung

Eine spezielle Personengruppe, und zwar folgende
– Personen mit Behinderung UND Unterstützung durch eine persönliche Assistenz
– Persönliche(r) Assistent(in) eines Menschen mit Behinderung

Kontaktpersonen, und zwar nur folgende
– Engste Kontaktpersonen (leben im selben Haushalt) von Kindern unter 18 Jahren mit COVID-19 Risiko-Attest
– Engste Kontaktpersonen (leben im selben Haushalt) von Schwangeren

Nur wenn Sie unter 65 Jahre alt sind und zu einer dieser Gruppen gehören, klicken Sie bitte ab Freitag, 26. Februar 2021 um 10:00 Uhr auf www.impfung.at/termin
Dort können Sie online Ihre Termine für die 1. und 2. Teilimpfung buchen, wenn Sie zu einer der oben genannten impfberechtigten Gruppen gehören.

Bei der Terminbuchung müssen Sie die Zugehörigkeit zu einer der oben angegebenen impfberechtigten Gruppen auswählen. Der Nachweis selbst erfolgt erst direkt in der Impfstelle, bei fehlendem Nachweis werden Sie dort leider abgewiesen. Bitte übermitteln Sie keinesfalls vorab Befunde oder Atteste, diese müssen aus Datenschutzgründen sofort gelöscht werden.

Welche Nachweise sind dann vor Ort in der Impfstelle beim Impftermin erforderlich?
Gesundheitspersonal: Berufsgruppen- / -berechtigungsausweis oder Bestätigung des Arbeitgebers (firmenmäßige Zeichnung)
Menschen mit Behinderung: Behindertenausweis und Nachweis der Unterstützung durch eine persönliche Assistenz
Kontaktperson von Kindern mit Risiko: COVID-19 Risiko-Attest einer Erkrankung gemäß COVID-19 Risikogruppen-Verordnung eines Kindes unter 18 Jahren
Kontaktperson von Schwangeren: Mutter-Kind-Pass (ohne eingetragener Geburt)

Eine Terminbuchung ist momentan nur online möglich. Sollte es Ihnen nicht selbst möglich sein, wenden Sie sich in erster Linie bitte direkt an Vertrauenspersonen (Verwandtschaft, Freundeskreis, …). Darüber hinaus haben sich aber auch Vereine, Organisationen oder zahlreiche Gemeinden bereiterklärt, bei Bedarf zu unterstützen.

Alle anderen Bevölkerungs- und Risikogruppen werden weiterhin um Geduld ersucht, bis weiterer Impfstoff verfügbar ist. Niederösterreich hält sich an die bundesweiten Vorgaben des jeweils gültigen Impfplans sowie die per Verordnung festgelegte Priorisierung des nationalen Impfgremiums. Die Auswahl der jeweils zu impfenden Personengruppen erfolgt aus medizinisch-epidemiologischen Gesichtspunkten in Abhängigkeit des verfügbaren Impfstoffes. Für die aktuell oben aufgerufenen Gruppen steht der Impfstoff von AstraZeneca zur Verfügung, für den es Lieferzusagen für die nächsten Wochen gibt.

Sobald wieder ausreichend mRNA-Impfstoff (Pfizer) zur Verfügung steht, wird es umgehend weitere Möglichkeiten zur Terminvereinbarung für jene Personen aus Hochrisikogruppen geben, die bisher noch keinen Impftermin buchen konnten. Zuverlässige Zeitangaben sind – aufgrund der fehlende Lieferzusagen – derzeit aber leider noch nicht möglich.

Alle Informationen zur Impfreihenfolge und zur Impfung, sowie oft gestellte Fragen und Antworten, finden Sie online unter www.impfung.at

Covid-19-Impfung in Oberösterreich

Sie können sich online oder telefonisch unter der Telefonnummer 0732 77 20 78 700 für Informationen zur Impfung in Oberösterreich registrieren. Durch Ihre Registrierung bekommen Sie aktuelle Informationen, wann und wo die nächsten Impfmöglichkeiten bestehen.
Entsprechend der Priorisierung des nationalen Impfgremiums werden Hochrisikopersonen ehestmöglich geimpft. Ob Sie zur Risikogruppe gehören, müssen Sie in jedem Fall mit Ihrer Hausärztin bzw. Ihrem Hausarzt oder Ihrer behandelnden Fachärztin bzw. Ihrem Facharzt abklären.
Infos unter land-oberoesterreich.gv.at/ooe-impft.htm und buergerservice@ooe.gv.at

Covid-19-Impfung in Salzburg

Die Vorregistrierung zur Impfung ist online oder telefonisch über die Gesundheitshotline unter der Telefonnummer 1450 möglich. Hochrisikopatientinnen und -patienten sind angehalten, sich bei ihrer Hausärztin bzw. ihrem Hausarzt zu melden.
Infos unter www.salzburg-impft.at und sandion@salzburg.gv.at

Covid-19-Impfung in der Steiermark

Die Vorregistrierung zur Impfung ist online oder telefonisch über die Impfhotline 0800 555 621 möglich. Im Wesentlichen werden ältere oder jene kranken Personen (und deren engste Kontaktpersonen) vorgereiht, die ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf von COVID-19 haben. Bei der Online-Anmeldung werden zum Beispiel neben dem Namen, dem Geburtsdatum, der Adresse, Telefonnummer, E-Mail-Adresse und Hausärztin bzw. Hausarzt auch Vorerkrankungen und körperliche Gegebenheiten mit besonders hohem Risiko abgefragt. Personen mit maßgeblichen Vorerkrankungen werden vorgereiht, diese werden bei der Anmeldung in einem Informationskästchen angeführt. Bei den Impfstellen kann als Nachweis ein Arztbrief verlangt werden. Ohne Nachweis der Vorerkrankung kann es sein, dass die Vorreihung wieder entfällt. 
Infos unter anmeldung.steiermark-impft.atund telefonisch über die Impfhotline 0800 555 621

Covid-19-Impfung in Tirol

Die Vorregistrierung zur Impfung ist online oder telefonisch über die Landeshotline unter der Telefonnummer 0800 80 80 30 möglich. Personengruppen mit einer chronischen Vorerkrankung (Risikogruppe) können sich ebenfalls auf dieser Plattform vormerken – beispielsweise, wenn Sie noch nicht auf einer Impf-Liste im niedergelassenen Bereich geführt werden. Eine vorherige Kontaktaufnahme mit der niedergelassenen Ärztin bzw. dem niedergelassenen Arzt wird empfohlen. Bitte vermeiden Sie Mehrfachvormerkungen!
Infos unter tirol.gv.at und post@tirol.gv.at

Covid-19-Impfung in Vorarlberg

Die Vorregistrierung zur Impfung ist online oder telefonisch über die Vorarlberger Impf-Hotline 0810 810 601 möglich.
Risikopatientinnen und -patienten bzw. Bürgerinnen und Bürger mit Vorerkrankungen werden ersucht, ihre persönliche Impf-Vormerkung zusammen mit ihrer betreuenden Ärztin bzw. ihrem betreuenden Arzt vorzunehmen. Die Priorisierung aufgrund von Vorerkrankungen im Vormerk-System ist aus datenschutzrechtlichen Gründen ausschließlich Ärztinnen und Ärzte vorbehalten. Patientinnen und Patienten können sich selbst eintragen und im Anschluss ihre Ärztin bzw. ihren Arzt bitten, den Priorisierungscode nachträglich hinzuzufügen oder sie können ihre Ärztin bzw. ihren Arzt bitten, die Vormerkung gleich direkt vorzunehmen.
Infos unter impfung.lwz-vorarlberg.at und covidimpfung@vorarlberg.at

Covid-19-Impfung in Wien

Die Vorregistrierung zur Impfung ist online oder telefonisch über die Gesundheitshotline unter der Telefonnummer 1450 möglich. Bei der Vorregistrierung ist es möglich, die Checkboxen Hochrisikogruppe bzw. Risikogruppe auszuwählen.
Infos unter impfservice.wien.
Information und Unterstützung für Risikogruppen in Wien

Weiterführende Informationen

Die Reihung der medizinischen Faktoren finden Sie in folgendem PDF: COVID-19-Impfungen: Priorisierung des Nationalen Impfgremiums, Version 3.0 Stand: 12.01.2021

Informationen zur Corona-Schutzimpfung finden Sie auf der Webseite des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz

Das Sozialministerium hat gemeinsam mit der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) eine Info-Hotline zur Impfung gegen das Coronavirus eingerichtet. Unter der Telefonnummer 0800-555-621 können Sie Fragen zur Wirksamkeit und Sicherheit der Impfstoffe stellen. Die Hotline ist sieben Tage die Woche, rund um die Uhr erreichbar.

COVID-19-Risikoattest, basierend auf der Empfehlung des BMSGPK zur Erstellung einer individuellen COVID-19-Risikoanalyse bezüglich eines schweren Krankheitsverlaufs