Die Diagnose einer Allergie basiert auf den drei Säulen Anamnese, Hauttest und Blutscreening. Erster und wichtiger Schritt ist das ausführliche Gespräch mit dem Facharzt, bei dem die Beschwerden mit möglichen Allergieauslösern in Zusammenhang gebracht werden. Danach folgen zumeist die bewährten Hauttestungen mit Allergenextrakten.

Die jeweilige Krankengeschichte der Betroffenen ist die Basis für die Allergieabklärung. Hier wird festgestellt, ob es sich um eine Pollen-, Nahrungsmittel-, Insekten- oder Medikamentenallergie handelt. Je nach Situation werden dabei Hauttests (Pricktests) oder IgE-Bestimmungen anhand von Bluttests oder auch Provokationstests angewendet.

Der Pricktest

Der Pricktest ist der am häufigsten eingesetzte allergologische Hauttest. Dabei werden 15 bis 20 der häufigsten Allergen-Lösungen auf die Vorderseite der Unterarme auf die Haut getropft. Dann ritzt der Arzt mit einer Nadel vorsichtig an der Haut, damit die Allergene die oberste Hautschicht überwinden können. Eine Sensibilisierung zeigt sich nach etwa 15 Minuten: Rötung und Quaddeln. Daraus schließt der Arzt auf die Stärke der allergischen Reaktion und beurteilt unter Beachtung des Beschwerdebildes, ob das Ergebnis für den einzelnen Patienten tatsächlich von Bedeutung ist.

In seltenen Fällen kann es zu starken örtlichen Reaktion an der Teststelle und sehr seltenen zu einer allergischen Allgemeinreaktion kommen. Gefahr besteht aber nicht, da während des Tests sofort auf die Überempfindlichkeit reagiert werden kann. Der Prick-Test eignet sich für den Nachweis von Heuschnupfen, allergisches Asthma und Nahrungsmittel-Allergien. Weitere Hauttests sind der Scratchtest, der Reibtest und der Epikutantest. Beim Intrakutantest spritzt der Arzt meist am Rücken eine sterile Testlösung in die Haut. Dabei entsteht normalerweise eine etwa drei Millimeter große Quaddel. Der Test wird nur sehr selten bei speziellen Fragestellungen, wie zum Beispiel bei Verdacht auf Medikamentenallergie, eingesetzt.

Moderne Bluttests

Die Blutuntersuchung hat sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt und verbessert. Durch eine Blutabnahme kann die Menge des vorliegenden Immunglobulin E bestimmt werden. Dabei wird nach jenen Antikörpern im Blut gesucht, die gegen bestimmte Allergene gebildet wurden. Ein negatives Ergebnis schließt eine IgE-vermittelte Allergie aus. Vor allem für Kleinkinder, alte Menschen oder Patienten mit atopischen Ekzemen (Neurodermitis) eignet sich der Bluttest besser als der Hauttest.

Besonders genau ist die sogenannte Komponentenbasierte Diagnostik. Hier können nicht nur die Allergie-Auslöser als Ganzes untersucht werden, sondern es lässt sich ganz gezielt herausfinden, gegen welche einzelnen Moleküle in dieser Mischung der Patient reagiert. Diese Blutuntersuchung kann auf zwei unterschiedliche Arten durchgeführt werden: durch Analyse einzelner Allergene oder mittels Allergen-Mikrochip, der aus nur einem Blutstropfen in einem Durchgang IgE gegen über 100 Allergene screent.