Am 14. September war „Welttag der Ersten Hilfe“. Ziel dieses internationalen Aktionstages war, auf die Notwendigkeit aufmerksam zu machen, sich mit lebensrettenden Sofortmaßnahmen auszukennen.

Erste Hilfe ist in Österreich gesetzlich vorgeschrieben – jeder ist zur Soforthilfe verpflichtet! Aber allein, dass praktisch jeder Mensch im Notfall Leben retten könnte, ist Grund genug sich mehr mit Erste-Hilfe-Maßnahmen zu beschäftigen. „Erste Hilfe ist einfach. Das einzige, das man falsch machen kann, ist nichts zu tun“, so Rotkreuz-Chefarzt Dr. Wolfgang Schreiber.

Doch leider passiert genau das in 90 % der Fälle. In Österreich erleiden jährlich rund 10.000 Menschen außerhalb eines Krankenhauses einen Atem-Kreislauf-Stillstand – nur jeder Zehnte überlebt, weil meist niemand da ist, um in den ersten Minuten mit der Herzdruckmassage zu beginnen. „Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand muss nach Absetzen des Notrufes sofort mit der Wiederbelebung begonnen werden. Hier zählt jede Sekunde. Dass Erste Hilfe kinderleicht ist, zeigt das Beispiel des zwölfjährigen Elijah aus Niederösterreich, der im Vorjahr mittels Herzdruckmassage seinem Nachbarn das Leben rettete.“ Fazit: Man kann nie zu früh damit beginnen, lebens­rettende Maßnahmen zu üben.

Foto: Rotes Kreuz

Für die Herzdruckmassage mit dem Handballen schnell und kräftig 30 Mal auf die Mitte des Brustkorbs drücken. Dann zwei Beatmungen durchführen. Rotkreuz-Chefarzt Dr. Wolfgang Schreiber: „Um den richtigen Rhythmus zu finden, hilft der Takt von ,Stayin Alive` der Bee Gees.“