Bei Asthma oder Heuschnupfen besteht ein erhöhtes Risiko, Nasenpolypen zu bekommen. Meist rinnt dabei die Nase oder ist verstopft. Es kommt zu einer eingeschränkten Atmung durch die Nase. Oftmals treten auch Schnarchen, Riechstörungen, häufige Erkältungskrankheiten, Kopfschmerzen und vermehrter Schleimfluss im Rachen auf. Eine Patientin hat uns ihren langen Leidensweg geschildert.

Vor ca. 20 Jahren begannen bei Sonja Binder (Name wurde von der Redaktion geändert) bereits die Probleme mit Nasenpolypen. Erste Behandlungen erfolgten mit Antihistaminika und Nasensprays. Das waren zuerst vorwiegend Salzsprays, danach auch Kortisonsprays und Kortisontabletten. „Die Aufklärung durch Ärzte erfolgte mit Sicherheit ausreichend, die Therapien waren aber mühsam“, so die Patientin.

Die erste Operation erfolgte 2005, die siebente und bisher letzte im Jahr 2017. Immer wieder wurden massive Polypen entfernt. Der Zustand vor den Operationen hat das tägliche Leben immer ziemlich beeinträchtigt. Starker Druck im Kopf, Kopfschmerzen, Atembeschwerden bei körperlichen Belastungen und auch bei Sportausübung (Kurzatmigkeit), verminderter bis gar kein Geruchssinn. Sonja Binder: „Dass ich Asthma habe, wurde rund drei Monate nach der ersten Operation festgestellt. Der Lungenfacharzt hat die Diagnose allergisches Asthma in Folge eines Allergie-Etagenwechsels gestellt.“ Das allergische Asthma wurde und wird bis heute mit einer inhalativen Kombi­therapie behandelt.

Behandlung mit Biologika

Der wirkliche Umschwung kam dann im Herbst 2019. Es erfolgte die erste Behandlung mit Biologika! Seither gab es gute Besserung, vor allem haben sich auch die Asthma­beschwerden wesentlich gebessert. Die Nasenpolypen sind nur geringfügig wiedergekommen und die damit verbundenen langjährigen Beschwerden waren merklich geringer. Lediglich der fehlende Geruchs- und Geschmackssinn musste immer wieder zusätzlich mit Kortisontabletten behandelt werden.

„Leider sind dann nach gut zwei Jahren die Nasenpolypen doch wieder nachgewachsen. Ich wurde vom HNO-Arzt auf ein anderes Biologika-Medikament umgestellt und bereits nach der zweiten Spritze hat sich enorme Besserung eingestellt, die vorhandenen Polypen verkleinern sich und das Beste: Der Geruchssinn ist wieder zurückgekommen!“, freut sich die Betroffene.

So früh wie möglich Allergie abklären lassen

Sonja Binder ist auf jeden Fall sehr begeistert von den Ärzten, die ihr geholfen haben, und von der Forschung, welche die neuen Biologika hervorgebracht hat. Allen Betroffenen kann sie nur raten, so früh wie möglich Fachärzte und Spezialisten aufzusuchen, um Allergien jeglicher Art so früh wie möglich zu behandeln. „Ich denke, dass in meinem Fall die Pollenallergie, die ich seit meiner frühen Kindheit habe, in meiner Jugend nicht ausreichend behandelt wurde. Deshalb kam es zu dieser erheblichen Verschlechterung der Allergien und in Folge zur Bildung der Nasenpolypen.“

Mit freundlicher Unterstützung von Astra Zeneca, Sanofi und GSK.