Asthma bronchiale ist eine chronische Entzündung der Atemwege. Die Erkrankung hat einen komplexen Hintergrund, der zumindest teilweise vererbbar ist.

Die entzündlichen Veränderungen bedingen eine Überempfindlichkeit der Atemwege gegenüber verschiedenen Reizen, die bei Einwirken zu anfallsweiser Atemnot führen.

Die entzündlichen Veränderungen führen schließlich auch zur Chronifizierung der Erkrankung. Die Atemflussbehinderung entsteht durch Veränderungen in der Atemwegswand mit folgender Verdickung, durch Zusammenziehen und letztlich auch Vermehrung der Bronchialmuskulatur und auch einer Veränderung des Schleims.

Im geweblichen Bild der Bronchialwand sind frühzeitig Umbauvorgänge erkennbar.

Kennzeichen von Asthma

  • Zeitweise oft plötzliche Atemnot
  • Husten oft nachts
  • Nächtliches Erwachen aufgrund von Atembeschwerden

Asthma bronchiale ist eine Erkrankung, die in jedem Lebensalter auftreten kann, aber bevorzugt vor dem 40. Lebensjahr (im Unterschied zur chronisch obstruktiven Bronchitis nach dem 40. Lebensjahr).

Bronchialasthma ist bei regelmäßiger Therapieeinnahme bevorzugt in inhalativer Form eine gut behandelbare Erkrankung. Bei der Asthmaauslösung spielen einerseits Vererbungsfaktoren andererseits Umweltfaktoren eine Rolle.

Vererbungsfaktoren: Die Bereitschaft zur Allergie und Entwicklung eines überempfindlichen Bronchialsystems wird genetisch weitergegeben
Umweltfaktoren: Innenraumklima, Kleintierhaltung, Rauchen und Passivrauchen, Atemluftverschmutzung

können die Neigung zu einer manifesten Erkrankung werden lassen.


Diagnostische Empfehlungen bei Verdacht auf Asthma bronchiale:

  • Krankengeschichte
  • Klinische Untersuchung
  • Thoraxübersichtsröntgen in zwei Ebenen
  • Lungenfunktionsprüfung (vor und nach „Befreier“; gegebenenfalls nach Inhalation unspezifischer Reizsubstanz; Peak-Flow-Metrie zur Selbstmessung)
  • Allergologische Untersuchung
  • HNO-Untersuchung

Im Einzelfall ergänzt durch:

  • Bildgebende Verfahren zur Darstellung der Nasen-Nebenhöhlen
  • Untersuchung bezüglich Rückfluss von Magensäure in der Speiseröhre