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Reisen mit Sauerstoff erleichtern: Unterstützung für Patient:innen in Österreich und ganz Europa

Reisen mit Sauerstoff

Für Menschen mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD), die auf eine Sauerstofftherapie angewiesen sind, kann Reisen eine Herausforderung sein – jedoch nicht immer aus medizinischen Gründen. Oft liegen die größten Hürden im Organisatorischen: unklare Abläufe, verstreute Informationen und Unsicherheiten darüber, wie die Sauerstoffversorgung vor, während und nach der Reise organisiert werden kann.

Die Europäische Föderation der Patientenorganisationen für Allergien und Atemwegserkrankungen (EFA) hat gemeinsam mit ihrer COPD-Community im vergangenen Jahr die Initiative „Travel as a COPD patient in Europe“ gestartet. Seitdem wurden verschiedene praktische Hilfsmittel und öffentliche Informationsangebote entwickelt, die Reisen für Menschen mit medizinischem Sauerstoffbedarf sicherer, planbarer und weniger belastend machen sollen.

Diese Materialien stehen bereits online zur Verfügung und werden weiterhin von Patientenorganisationen in ganz Europa genutzt und verbreitet, darunter auch die Österreichische Lungenunion.

Warum das für Patient:innen in Österreich wichtig ist

Für Patient:innen in Österreich bedeutet Reisen mit Sauerstoff häufig die Abstimmung mit mehreren Beteiligten: behandelnden Ärzt:innen, Krankenkassen, Sauerstofflieferanten und Transportunternehmen. Zwar gibt es Unterstützung innerhalb des Systems, doch die Informationen sind oft auf verschiedene Stellen verteilt, nicht leicht zugänglich und selten in einer zentralen sowie patientenfreundlichen Form verfügbar.

Dadurch können selbst kurze Reisen – etwa Familienbesuche im Ausland oder die Teilnahme an wichtigen persönlichen Ereignissen – kompliziert in der Planung werden.

Die tatsächlichen Herausforderungen beim Reisen mit Sauerstoff

Reisen mit Sauerstofftherapie erfordern eine sorgfältige Vorbereitung. Häufig werden medizinische Unterlagen und Rezepte benötigt, ebenso die Koordination mit Sauerstoffanbietern in Österreich und am Zielort sowie die Einhaltung von Vorgaben von Fluggesellschaften oder Bahnunternehmen für den Transport medizinischer Sauerstoffgeräte.

Zusätzlich unterscheidet sich die Verfügbarkeit von Sauerstoffversorgung in europäischen Zielländern erheblich. Auch Fragen zu Kostenerstattung oder Versicherungsdeckung sind oft schwer nachvollziehbar. Diese Prozesse umfassen meist mehrere Systeme, Sprachbarrieren und Wartezeiten, was für Patient:innen und Angehörige zusätzlichen Stress bedeuten kann.

Bereits verfügbare praktische Hilfsmittel

Um diesen Herausforderungen zu begegnen, haben die EFA und ihre COPD-Community eine Reihe praxisorientierter Ressourcen entwickelt, die über die Projektwebsite verfügbar sind.

Dazu gehören unter anderem:

  • Ein Netzwerk nationaler Kontaktstellen: geschulte Ansprechpartner:innen innerhalb der Mitgliedsorganisationen, die Patient:innen bei nationalen Abläufen unterstützen und bei grenzüberschreitenden Reiseanforderungen helfen können.
  • Ein Reise-Toolkit für Patient:innen und Angehörige: eine strukturierte Sammlung von Checklisten, wichtigen Kontakten und praktischen Informationen zur Vorbereitung und Durchführung von Reisen mit Sauerstoff.

Diese Hilfsmittel sollen einfach nutzbar sein und Informationen bündeln, die sonst oft verstreut oder schwer auffindbar sind.

Bedeutung für Patient:innen in Österreich

Für österreichische Patient:innen können diese Angebote die bestehenden nationalen Unterstützungsstrukturen sinnvoll ergänzen, indem Informationen übersichtlicher und leichter zugänglich gemacht werden – auch durch Organisationen wie die Österreichische Lungeunion.

Sie bieten außerdem eine hilfreiche Orientierung dazu, welche Vorbereitungen vor Reisen mit Sauerstoff – insbesondere bei grenzüberschreitenden Reisen innerhalb Europas – notwendig sind.

Die Initiative „Travel as a COPD patient in Europe“ ist Teil des umfassenderen COPD-Programms „Beyond Care“ der EFA, das die Lebensqualität, den Zugang zu Behandlungen und die Unterstützung von Menschen mit COPD verbessern soll.

Ausblick

Aufbauend auf früheren Projekten zum sicheren Flugreisen mit Sauerstoff setzt sich die Initiative weiterhin für bessere Koordination, klarere Informationen und patientenfreundlichere Systeme in Europa ein. Das übergeordnete Ziel bleibt unverändert: Reisen mit Sauerstoff sollen nicht durch bürokratische Hürden bestimmt werden, sondern durch klare, zugängliche und praktische Informationen unterstützt werden – damit Reisen für Menschen mit COPD eine realistische Möglichkeit bleibt.

Reise-Checkliste zum Download

Reise-Checkliste bei COPD und Sauerstoffbehandlung

Hier können Sie die Reise-Checkliste bei COPD mit Sauerstofftherapie als PDF herunterladen:


Weiterführende Informationen:

https://efanet.org/projects/copd/travel-with-oxygen

https://www.lungenunion.at/urlaub-mit-inhalatoren-und-anderen-medikamenten-unsere-tipps/

https://www.lungenunion.at/sauerstofftankstellen/

https://www.lungenunion.at/wo-sind-die-versorgungsluecken-bei-asthma-und-copd/

Speziell für Asthma/COPD Patient:innen zur Urlaubsplanung in Österreich, Tschechien, Deutschland, Dänemark, Schweiz, Niederlande, Belgien und Vereinigtes Königreich. HIER weitere Informationen über mögliche Unterkünfte.

https://www.landal.at/unterkuenfte/pflege-und-urlaub/asthma-unterkuenfte


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