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Hilfe bei Nasenpolypen – Patientenbericht

Bei Asthma oder Heuschnupfen besteht ein erhöhtes Risiko, Nasenpolypen zu bekommen. Meist rinnt dabei die Nase oder ist verstopft. Es kommt zu einer eingeschränkten Atmung durch die Nase. Oftmals treten auch Schnarchen, Riechstörungen, häufige Erkältungskrankheiten, Kopfschmerzen und vermehrter Schleimfluss im Rachen auf. Eine Patientin hat … Weiterlesen …

Global 2000: Problematische Giftstoffe in Alltagsprodukten

Global 2000 warnt vor problematischen Giftstoffen sowie gesundheitsschädlichen Schadstoffen in vielen anderen Produkten wie Backpapier, beschichteten Töpfen aber auch Skiwachs oder in Alltagsbekleidung. PFAS sind eine Gruppe von Chemikalien, die nach neuesten Erkenntnissen in hunderten verschiedenen Alltagsprodukten vorkommen. Ganz besonders relevant in der Vorweihnachtszeit ist … Weiterlesen …

Kochen mit Gas ist gesundheitsschädlicher als bisher angenommen

Neue Studien zeigen, dass Kochen mit Gas viel größere gesundheitliche Folgen hat, als bisher befürchtet. Die European Public Health Alliance (EPHA) verweist auf eine Studie der unabhängigen Forschungsinstitution TNO, laut der etwa sieben Prozent der Asthmafälle von Kindern in der EU auf Kochen mit Gas … Weiterlesen …

Neue Erkenntnisse zu Auswirkungen von Covid-19 auf Darm

Infektionen mit SARS-CoV-2 greifen zwar hauptsächlich die Lunge an, schädigen in vielen Fällen aber auch andere Organe wie den Darm: Bei rund 60 Prozent der Patient:innen wurden Auswirkungen auf den Verdauungstrakt festgestellt. Forscher:innen der MedUni Wien haben die Manifestationen von Covid-19 in Lunge und Darm … Weiterlesen …

myCOPD-Challenge 2022

Anlässlich des WeltCOPD-Tages am Mittwoch, 16. November 2022, nahmen sich COPD-Patient:innen hoch gesteckte Ziele vor um als selbst Betroffene ein starkes Zeichen für ein aktives Leben mit COPD zu setzen: In Wien bestieg Eberhard Jordan mit nur 30 Prozent Luftvolumen das höchste Bürogebäude Österreichs – den Wiener DC Tower mit 1.620 Stufen. In Innsbruck bestiegen zeitgleich acht motivierte Patient:innen der Reha Innsbruck die Bergisel Schanze.

Anlässlich des Welt-COPD-Tages am 16. November 2022 wurde aus dem kühnen Traum Wirklichkeit: Eberhard Jordan und sein Team schafften es, die 1.620 Stufen des Vienna DC Towers – Österreichs höchstes Bürogebäude – zu bewältigen. Prim. Doz. Dr. Arschang Valipour von der Klinik Floridsdorf führte durch das Rahmenprogramm während des 90-minütigen Aufstiegs. Als es Eberhard Jordan schließlich geschafft hatte, meinte er: „Eberhard Jordan hat bewiesen, dass mit richtiger Medikation, Training und einem gewissen Hang zu Lebensfreude auch mit schwerer COPD Unglaubliches möglich ist. Eine coole Sache, die da heute gelungen ist.“

V.l.n.r.: Dr. Arschang Valipour, Dr. Milos Petrovic, Eberhard Jordan, Martin Gütlbauer und das Team des Wiener Roten Kreuzes, Foto: Foto: Christoph Hopf

Internationale Vorbilder

Eberhard Jordan ist kein Solokämpfer, er ist international vernetzt, um Awareness für einen aktiven Umgang mit der Krankheit zu erwirken. Vor diesem Hintergrund wurden während seines Aufstiegs auf den Vienna DC Tower zwei Interviews mit seinen beiden Vorbildern gezeigt. Einer der Ideenväter ist Jupp Brandl. 2015 bestieg er den Südturm des Kölner Doms und ist besonders im Lungensport und der deutschen COPD-Selbsthilfe engagiert. Zweite Inspirationsquelle und ebenfalls eine Ausnahmeerscheinung ist
Russell Winwood. Er betreibt trotz eines Lungenvolumens von nur 28% Marathon und Triathlon. Mit seinen Aktivitäten ist er nicht nur in seiner Heimat Australien präsent, sondern mit Forschungsprojekten und Vorträgen auch in den USA und England.

Aktiver Umgang mit COPD macht den Unterschied

„Ein Kinderspiel ist was anderes“, so Eberhard Jordan glücklich, aber erschöpft, nach seinem Aufstieg: „Aber wenn mir vor wenigen Jahren jemand gesagt hätte, dass ich irgendwann über die Treppe auf das höchste Bürogebäude Österreichs steigen werde – ich hätte ihn für verrückt erklärt. Jetzt bin ich froh, so verrückt zu sein, diesen aktiven Weg im Umgang mit COPD zu gehen. Und ich möchte allen Menschen, die mich auf diesem Weg begleitet haben, herzlich danken.“

Das Team der myCOPD-Challenge in Innsbruck, Foto:Foto: Silke Rose

283 Stufen zur Bergisel Schanze

Die myCOPD-Challenge in Innsbruck stand unter der Schirmherrschaft von Franz Xaver Gruber, Präsident des Dachverbands der Tiroler Selbsthilfevereine und -gruppen im Gesundheits- und Sozialbereich, und war ein kleines Volksfest. 13 COPD-Betroffene stellten sich der Herausforderung, die Bergisel Schanze zu besteigen. Alle haben es geschafft! Für diesen Kraftakt bot die Reha Innsbruck - REHAmed ein professionelles, kostenloses Vorbereitungstraining an. Dieses beinhaltet Kraft- und Ausdauertraining sowie ein Atemmuskeltraining und eine Atemtherapie. So konnten sich die Teilnehmer optimal auf die Challenge vorbereiten. Dr. Christoph Puelacher, Lungenfacharzt und ärztlicher Leiter der Reha Innsbruck betont: „Diese Challenge zeigt, was trotz COPD möglich ist. Von einer Krankheit betroffen zu sein, ist kein unabdingbares Schicksal, man kann immer etwas dagegen tun!“ Jeder COPD-Erkrankte kann an der myCOPD-Challenge teilnehmen – vielleicht machen Sie bei der nächsten mit!

Jeder COPD-Erkrankte kann an der myCOPD-Challenge teilnehmen! Vielleicht machen sie bei der nächsten mit!
Alle Infos: mycopdchallenge

Neue Kampagne: Mehr Bewusstsein für COPD

Eine Kampagne machte rund um den Welt-COPD-Tag am 16. November 2022 auf diese schwere, chronische Lungen­erkrankung aufmerksam. Die „COPD-Straßenbahn“ drehte im Netz der Wiener Linien ihre Runden und fiel dabei großflächig auf. Begleitet wird die Kampagne von zahlreichen digitalen Aktivitäten, wie einer umfangreichen Videoserie über COPD. Initiiert wurde die Kampagne von der Österreichischen Lungenunion in Zusammenarbeit mit der Plattform Home Care Provider und den Partnern AstraZeneca und Universimed.

COPD ist eine folgenschwere Lungenerkrankung mit einer hohen Anzahl an Betroffenen. Zwischen 400.000 und 800.000 Menschen leiden hierzulande daran. Die Abkürzung COPD steht für „Chronic Ob­structive Pulmonary Disease“, also Chronisch Obstruktive Lungenerkrankung. Das bedeutet, dass diese Erkrankung aufgrund der meist vorliegenden Zerstörung von Lungen­bläschen irreversibel und dauerhaft ist, kann also nicht rückgebildet oder geheilt werden. Mit zunehmendem Fortschreiten bleibt COPD-Betroffenen buchstäblich immer mehr die Luft weg. In der Bevölkerung herrscht geringes Wissen über COPD und vielfach werden die sich langsam entwickelnden Symptome wie Husten oder Auswurf sowie der Risiko­faktor Rauchen bagatellisiert.

Rauchen als Hauptursache

Tatsache ist, dass 80 bis 90 % der COPD-Erkrankungen auf das Rauchen zurückzuführen sind. Das Risiko für die Erkrankung ist bei (Ex-)Rauchern um ein Vielfaches höher als bei Nichtrauchern und Menschen, die nie geraucht haben. Die Zahl der Krankheits- und Todesfälle durch COPD steigt stetig an. Hierzulande sind bis zu 800.000 Menschen betroffen, viele leiden unter einer milden Form der COPD, ohne es zu wissen. In Österreich greift trotz Nichtraucherschutz­gesetz noch immer jeder Fünfte täglich zur Zigarette. Umso wichtiger ist es, über die Erkrankung aufzuklären und auf die Gefahren hinzuweisen.

Bekanntheit muss höher werden

„Laut einer österreichweiten Studie aus dem Jahr 2021 kennen vier von zehn Österreichern den Begriff COPD nicht, bei den Jüngeren (15- bis 30-Jährigen) sind es sogar 70 Prozent“, erklärt Prim. Priv.-Doz. Dr. Arschang Valipour. Der Lungenfacharzt ist Leiter des Karl-Landsteiner-Instituts für Lungenforschung und Pneumologische Onkologie und Vorstand der Abteilung für Innere Medizin und Pneumologie der Klinik Floridsdorf. Er fordert mehr Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung für diese meist irreversible und fortschreitende Erkrankung. „Würde man in der Gesundheitspolitik dem Thema COPD mehr Bedeutung beimessen und noch mehr über das Risiko des Rauchens aufklären, dann könnte man die Zahl von COPD-Betroffenen beträchtlich verringern und damit dem Gesundheitssystem und auch der Gesellschaft viel Geld sparen.“

Kampagne sorgt für Aufsehen

Die COPD-Straßenbahn fuhr von Anfang Oktober weg bis zum Welt-COPD-Tag am 16. November 2022 im Netz der Wiener Linien und machte dabei großflächig auf COPD aufmerksam. Die auf der Straßenbahn gezeigten Gesichter repräsentieren die Vielfalt an COPD-Betroffenen und ihre Forderungen.

Die Prinzipien der COPD-Patienten-Charta, die auf der Straßenbahn abgebildet ist, wurde von internationalen Lungenexperten erstellt und erfasst die wichtigsten Grundsätze für die Versorgung von COPD-Patienten. „Die Patienten-Charta fordert unter anderem eine zeitnahe Diagnose, das Recht auf die beste Behandlung und ein Leben ohne Stigmatisierung“, erklärt Gundula Koblmiller, MSc., Vorstandsmitglied der Österreichischen Lungenunion.

Diagnose, Behandlung und Raucherentwöhnung

Die Diagnose einer COPD wird über einen Lungenfunktionstest (Spirometrie) bei Lungenfachärzten oder im Lungenzentrum festgestellt. „Eine frühestmögliche Diagnose ist essentiell für den Krankheitsverlauf und die Therapie“, betont Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Pohl, Leiter des Karl-Landsteiner-Instituts für klinische und experimentelle Pneumologie und Generalsekretär der Österreichischen Lungenunion. „Dafür braucht es einen niedrigschwelligen Zugang für Patienten zu spezialisierten Behandlungszentren und gut informierte Hausärzte“, so Pohl weiter. COPD ist zwar nicht heilbar, aber mittlerweile sehr gut behandelbar. Die wichtigste Maßnahme ist und bleibt es jedoch, mit dem Rauchen aufzuhören. Zur Unterstützung wären bundesweite Versorgungseinrichtungen für die Raucherentwöhnung wünschenswert.

Plattform für medizinischen Sauerstoff

„Die Plattform Home Care Provider vereint Unternehmen, die Österreich mit medizinischem Sauerstoff versorgen – unter anderem eine große Anzahl von Menschen mit schwerer COPD. Alle Produkte sind nach DIN EN ISO 9001 und/oder DIN EN ISO 13485 zertifiziert, die Produktionsstandorte für medizinischen Sauerstoff werden durch die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) geprüft.
„Es ist uns neben unserem Versorgungsauftrag für ganz Österreich wichtig, Bewusstsein für Lungenleiden wie COPD und schlafbezogene Atemwegserkrankungen zu schaffen“, Dipl.-Ing. Uwe K. Gapp, Sprecher der Plattform Home Care Provider und Leiter Geschäftsbereich Linde Homecare. „Je besser die Öffentlichkeit über die Erkrankungen und deren Risiken aufgeklärt ist, desto höher ist auch die Versorgungsqualität.“


Informationen zur Kampagne:

www.lungenunion.at/welt-copd-tag-2022/

homecareprovider.at/copd/

www.atemwege.at/copd

Fotos: Home Care Provider/APA-Fotoservice/Martin Hörmandinger

Aktueller Beitrag zur COPD: https://www.lungenunion.at/gemeinsam-gegen-copd-und-fuer-saubere-luft-zum-atmen/

Aerosole & Viruspartikel

Univ.-Prof. Dr. Bernadett Weinzierl, Head of Research Group, Aerosol Physics and Environmental Physics, der MedUni Wien erklärte am TAG DER LUNGENGESUNDHEIT 2022 im Wiener Rathaus, wie sich Aerosole in Zusammenhang mit dem Coronavirus verhalten, was alles am Anfang der Pandemie schiefgelaufen ist und wie man … Weiterlesen …