Impfstoffe trainieren mit abgetöteten oder abgeschwächten Viren das Immunsystem auf die Erkennung und Abwehr von Krankheitserregern, ohne dass die geimpfte Person dabei krank wird. Im Video stellen die Zeit-Redakteure Adrian Pohr, Liza Arbeiter und Jakob Simmank vor, wie mRNA-Impfstoffe wirken und wie sicher sie sind.

Die messengerRNA (mRNA)-Impfstoffe von BioNtech/Pfizer und Moderna sorgen dafür, dass der Körper der geimpften Person die Impfung quasi selbst herstellt. Um diesen Prozess in Gang zu bringen, wird dem Körper statt abgetöteten Viren oder Virusproteinen eine „Bauanleitung“ zugeführt. Diese Anleitung kann von den Zellen abgelesen werden, worauf der Körper ungefährliche Virusproteine herstellt.

Das Immunsystem erkennt anhand fremder Proteine,
ob eine Zelle von einem Virus befallen ist, und kann mit diesem
Wissen gegen das Virus vorgehen.“
Jakob Simmank

In der DNA (im Zellkern) liegt die Information für die Bildung der Proteine. Diese Eiweiße werden im Zellplasma hergestellt, wo die mRNA ins Spiel kommt. Die mRNA fungiert gewissermaßen als Botin, die den Bauplan für die Proteine vom Zellkern in das Zellplasma transportiert.

Bei der Impfung werden dem Körper künstlich hergestellte mRNA-Stränge injiziert. Diese enthalten den genetischen Bauplan des Corona-Spike-Proteins. Dieses bedeckt die Hülle des neuen Corona-Virus. Die mRNA-Stränge bewegen sich nach der Impfung in die Zellen des Körpers, wo die mRNA abgelesen wird und anhand des Bauplans Proteine erzeugt werden.

Das Immunsystem erkennt diese Proteine als fremd und bildet deshalb Antikörper produzierende Immunzellen, die an das Virus binden und es auf diese Weise unschädlich machen. Darüber hinaus werden Zellen gebildet, die das Virus direkt angreifen können.

Die Impfung bewirkt zudem ein sogenanntes Immungedächtnis, wodurch der Körper in die Lage versetzt wird, jederzeit eine spezifische Immunreaktion zu starten.

Quelle: www.zeit.de