Anscheinend wirkt sich der Hormonhaushalt auf die Entstehung eines Schlafapnoe-Syndroms (SAS) aus. Arschang Valipour zeigte in seinem Vortrag bei der 44. Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie (ÖGP), dass SAS bei Männern nicht nur häufiger ist, sondern auch schwerere Verläufe nimmt.

Doch können auch Frauen, insbesondere postmenopausal, von Schlafstörungen betroffen sein. Häufig präsentiert sich das SAS bei Frauen jedoch mit einem atypischen Symptomenbild. Ein wesentlicher Faktor für die frühe Diagnostik eines SAS ist der jeweilige Partner. Laut den präsentierten Daten sind Frauen sensibilisierter auf einen unruhigen Schlaf ihres Partners, was möglicherweise zu einer früheren und vermehrten Diagnose von Schlafstörungen bei Männern führt. Männer hingegen scheinen bezüglich Schlafstörungen ihrer Partnerin toleranter zu sein.