Beschreibung:

Birken erkennt man an ihrer weißen Borke. Die kleinen Blätter der Birke sind herzförmig. Männliche Bäume haben hängende Blütenkätzchen, bei den weiblichen stehen diese aufrecht.

Die weiße Rinde, die attraktive Beblätterung und der rasche Wuchs machen aus der Pflanze einen gern gesehenen Zierbaum.

Zu den in Europa heimischen Birkenarten zählen die Hängebirke, die Moorbirke und die Zwergbirke. Die Hängebirke wird bis zu 30 Meter hoch und zeichnet sich durch hängende Zweige aus. Die jungen Zweige dieser Art sind klebrig, die Blätter unbehaart.

Die Rinde ist glänzend weiß mit dünnen Querlinien und größeren dunklen rhomboiden Rissen. Alte Bäume haben eine dicke, rissige, harte Borke am Stammfuß.

Bei der Moor- oder Haarbirke sind die Zweige im Gegensatz zu anderen Birkenarten nicht hängend. Sie wird bis zu 21 Meter hoch. Zwergbirken sind eher als Strauch als als Baum zu bezeichnen.

Lateinischer Name:

Betula verrucosa (Gemeine Birke, Hängebirke), Betula pubescens (Moorbirke, Haarbirke, Besen-birke) Betula nana (Zwergbirke)

Vorkommen:

Es gibt mehr als 50 Birkenarten in Europa, Asien und Nordamerika. Bis zum Polarkreis und teilweise auch darüber hinaus (z.B. in Island, Grönland, Alaska) und im Hochgebirge wachsen Birken auch im Kleinformat (Zwergbirke).

Die Birke liebt es kühl und hell. Deshalb ist sie vor allem in nördlichen Ländern beheimatet, im Mittelmeerraum ist sie praktisch nicht zu finden. Auch in dunklen Wäldern kommt die Birke nicht vor. Sie bevorzugt helle Plätze und ist von der Natur für die lichtdurchfluteten nordischen Birkenwälder vorgesehen.

Die Hängebirke ist heimisch in Europa und Kleinasien. Sie wird in Gärten, Parks, an Straßen und an den Rändern von Wäldern angebaut. Die Moorbirke bevorzugt nasse Standorte. Man findet sie in Mittel- und Nordeuropa bzw. in Nordasien.

Blütezeit:

Ähnlich wie bei Hasel und Erle ist der Beginn der Blütezeit sehr stark vom Wetter abhängig. Erst wenn nach dem Winter eine bestimmte Summe an wärmeren Tagen zusammengekommen ist, können die Pollen ausgeschüttet werden. Sobald dann die Tagestemperaturen auf mindestens 15 Grad Celsius klettern, beginnen Birken mit ihren Fortpflanzungsaktivitäten.

Am Südrand der Alpen ist dies in der Regel ab Mitte März der Fall, wenn es für die Jahreszeit zu kalt ist oder auch in höheren Regionen tritt die Blüte entsprechend später ein. In Mitteleuropa müssen wir besonders im April mit hoher Birkenpollenaktivität rechnen, in Nordeuropa und im Gebirge blühen die Birken erst im Mai und Juni.

Allergene Potenz:

Birkenpollen sind als starkes Allergen bekannt. In den letzten Jahrzehnten beobachtet man, dass Birkenpollen-Allergien zunehmen, obwohl keine Zunahme der Pollenbelastung zu verzeichnen ist. Es wird vermutet, dass die allergene Potenz des Birkenpollens aufgrund von Klimaveränderungen zunimmt, da diese wahrscheinlich einen Einfluss auf die molekulare Beschaffenheit der Allergene haben.

Kreuzreaktionen:

Kreuzreaktionen sind mit allen Vertretern der Ordnung der Buchenartigen (Fagales) wie Erle, Hasel, Hainbuche, Hopfenbuche, Rotbuche, Eiche und Edelkastanie möglich. Birkenpollenallergiker zeigen in der Regel auch allergische Reaktionen (Schwellungen im Mundbereich, Schupfen, Hauterscheinungen) beim Genuss von rohen Äpfeln. Ebenso können Haselnüsse Kreuzreaktionen verursachen.