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Ist Vapen schädlicher als Rauchen? Und wie hört man damit auf? (inkl. Podcast)

Ist Vapen schädlicher als Rauchen? Und wie hört man damit auf? (inkl. Podcast)

Im Grunde ist jede Zigarette schädlich, aber wie so oft im Leben macht die Dosis sicher das Gift. Wir haben ein häufigeres Aufkommen von Krebs im Allgemeinen, die Haut altert schneller, man bekommt immer weniger Luft. Man wird innerhalb von Tagen bis Wochen spüren, dass man mehr Kondition hat. Nach 10, 15 Jahren rauchfrei sinkt das Risiko für Lungenkrebs auf das eines Nie-Rauchers.


Frag die Medizin, ein Podcast der Med Uni Innsbruck.

Wassermelone, Blueberry Cheesecake oder saurer Apfel. Das klingt wie die Auswahl an meiner Lieblingseistheke. Bei uns geht es heute aber nicht um Eis oder um Wassermelonen, sondern ums Rauchen. Und um Vapes, die moderne Form des Rauchens, bei der eben solche Geschmacksrichtungen wie Cheesecake und Apfel hoch im Kurs stehen. Aber sind diese Formen des Nikotinkonsums wirklich gesünder als klassische Zigaretten, und wie hört man endlich mit dem Rauchen auf? Das klären wir in dieser Folge gemeinsam mit Ivan Tancevski. Er ist Professor für Lungenheilkunde an der Medizinischen Universität Innsbruck. Mein Name ist Felix Pik, schön, dass ihr dabei seid.

Hier der Link zum Podcast: Frag die Medizin | Podcast der Med Uni Innsbruck

Anbei eine Zusammenfassung des Inhaltes des Podcasts (erstellt mit ChatGPT):

Nikotin, Rauchen und Vaping: Wie schädlich sind die verschiedenen Produkte?

Zigaretten, E-Zigaretten, Vapes, Shishas sowie Tabak- und Nikotinbeutel unterscheiden sich in ihrer Anwendung und Zusammensetzung. Eines haben sie jedoch gemeinsam: Nikotin kann stark abhängig machen und gesundheitliche Schäden verursachen. Doch wie gefährlich sind die verschiedenen Produkte, sind Vapes tatsächlich eine weniger schädliche Alternative zur Zigarette und welche Möglichkeiten gibt es, mit dem Rauchen aufzuhören?

Nikotin macht abhängig

Nikotin ist ein natürlicher Bestandteil der Tabakpflanze und für das hohe Abhängigkeitspotenzial vieler Nikotinprodukte verantwortlich. Im Gehirn fördert es die Ausschüttung von Dopamin, wodurch ein angenehmes Gefühl entsteht. Mit der Zeit gewöhnt sich der Körper an die regelmäßige Zufuhr. Bleibt diese aus, können Entzugserscheinungen wie innere Unruhe, Reizbarkeit, Schwitzen, Herzrasen und Konzentrationsschwierigkeiten auftreten.

Neben der körperlichen Abhängigkeit spielen auch Gewohnheiten eine wichtige Rolle. Viele Menschen verbinden das Rauchen mit bestimmten Situationen, beispielsweise mit einer Kaffeepause, Stress oder einer Belohnung nach der Arbeit. Dadurch kann es besonders schwierig sein, dauerhaft auf Nikotin zu verzichten.

Nikotin kann zudem das Herz-Kreislauf-System belasten und zur Schädigung der Blutgefäße beitragen. Die gesundheitlichen Risiken von Tabakzigaretten gehen allerdings weit über die Wirkung des Nikotins hinaus.

Tabakzigaretten schädigen Lunge und Herz-Kreislauf-System

Beim Verbrennen von Tabak entstehen Tausende chemische Substanzen, darunter zahlreiche krebserregende Stoffe. Rauchen erhöht das Risiko für Lungenkrebs und weitere Krebserkrankungen, beispielsweise Blasenkrebs. Darüber hinaus kann es die Entstehung einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) begünstigen. Diese führt zu einer dauerhaften Verengung der Atemwege und kann zunehmende Atemnot, Husten und eine eingeschränkte körperliche Belastbarkeit verursachen.

Auch das Herz und die Blutgefäße werden durch Rauchen geschädigt. Das Risiko für koronare Herzkrankheit, Herzinfarkt, Schlaganfall und Durchblutungsstörungen der Beine steigt. Zusätzlich kann Rauchen eine vorzeitige Hautalterung begünstigen.

Grundsätzlich gilt: Jede Zigarette ist gesundheitsschädlich. Je mehr und je länger geraucht wird, desto höher ist in der Regel das Erkrankungsrisiko. Auch Passivrauchen ist gefährlich. Wer Tabakrauch aus der Umgebung einatmet, kann dadurch ebenfalls Atemwegs- und Lungenerkrankungen entwickeln. Besonders Kinder müssen vor Tabakrauch geschützt werden. Wohnungen und Autos sollten daher rauchfrei bleiben.

Vapes und E-Zigaretten: Nicht risikofrei

E-Zigaretten und Vapes erhitzen eine Flüssigkeit, ein sogenanntes Liquid, aus der ein inhalierbares Aerosol entsteht. Die Liquids enthalten je nach Produkt Nikotin, Trägersubstanzen und Aromastoffe. Fruchtige und süße Geschmacksrichtungen machen die Produkte besonders attraktiv, auch für junge Menschen.

Da beim Vaping kein Tabak verbrannt wird, ist die Belastung mit vielen typischen Verbrennungsprodukten geringer als beim Rauchen herkömmlicher Zigaretten. Ein vollständiger Umstieg kann deshalb unter bestimmten Umständen die Aufnahme dieser Schadstoffe reduzieren. Vapes sind jedoch keineswegs harmlos: Sie können weiterhin abhängig machendes Nikotin und weitere potenziell schädliche Substanzen enthalten, darunter bestimmte Metalle, Mikropartikel und möglicherweise krebserregende Stoffe. Auch die langfristigen Auswirkungen auf die Lunge sind noch nicht vollständig geklärt.

Problematisch ist zudem, dass viele Menschen neben dem Vapen weiterhin Zigaretten rauchen. Dieser sogenannte duale Konsum verhindert, dass die Belastung durch Tabakrauch vollständig beendet wird. Wer mit dem Rauchen aufhören möchte, sollte deshalb darauf achten, nicht dauerhaft mehrere Nikotinprodukte parallel zu verwenden.

Shishas und Nikotinbeutel: Alternativen ohne gesundheitliche Unbedenklichkeit

Auch Wasserpfeifen sind keine gesunde Alternative zur Zigarette. Entgegen einer weitverbreiteten Annahme filtert das Wasser nicht alle schädlichen Bestandteile aus dem Rauch. Beim Shisha-Rauchen werden weiterhin Nikotin und andere Schadstoffe aufgenommen. Bei längeren Sitzungen kann die Belastung erheblich sein.

Tabak- und Nikotinbeutel werden unter die Oberlippe geschoben, sodass das Nikotin über die Mundschleimhaut aufgenommen wird. Während Tabakbeutel Tabak und weitere Schadstoffe enthalten, sind Nikotinbeutel mit Nikotin versetzte Produkte ohne herkömmlichen Tabak. Da bei ihrer Anwendung kein Rauch eingeatmet wird, entfällt die typische Belastung der Lunge durch Tabakrauch. Dennoch können beide Produktarten abhängig machen. Nikotin belastet weiterhin den Körper, und insbesondere Tabakbeutel können das Risiko für Erkrankungen im Mund- und Rachenbereich erhöhen.

Auch die vermeintlich leistungssteigernde Wirkung von Nikotin ist kritisch zu betrachten. Bei bereits abhängigen Menschen kann Nikotin vor allem Entzugserscheinungen lindern und dadurch die Konzentration vorübergehend verbessern. Eine tatsächliche Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit lässt sich daraus nicht ableiten.

Mit dem Rauchen aufhören: Welche Unterstützung hilft?

Der Rauchstopp ist nicht immer einfach. Neben der körperlichen Nikotinabhängigkeit müssen häufig auch langjährige Gewohnheiten verändert werden. Entzugserscheinungen können insbesondere in den ersten Tagen und Wochen eine Herausforderung darstellen. Mit geeigneter Unterstützung lässt sich dieser Prozess jedoch erleichtern.

Nikotinersatzpräparate wie Pflaster oder Kaugummis können helfen, Entzugserscheinungen und das Verlangen nach einer Zigarette zu verringern. Darüber hinaus gibt es Medikamente, die das Verlangen nach Nikotin beeinflussen können. Welche Behandlung geeignet ist, sollte individuell mit einer Ärztin oder einem Arzt besprochen werden.

Ebenso wichtig sind Veränderungen im Alltag. Es kann helfen, Zigaretten, Feuerzeuge und Aschenbecher zu entfernen, das persönliche Umfeld über den Rauchstopp zu informieren und rauchfreie Alternativen für typische Rauchsituationen zu entwickeln. Wer beispielsweise gewohnt ist, in Arbeitspausen zu rauchen, kann diese durch einen kurzen Spaziergang oder andere Aktivitäten ersetzen.

Auch professionelle Unterstützung durch Hausärztinnen und Hausärzte, psychologische Beratung oder spezialisierte Einrichtungen zur Raucherentwöhnung kann hilfreich sein. Ein gescheiterter Versuch ist kein Grund, aufzugeben: Es lohnt sich, erneut einen Anlauf zu nehmen und bei Bedarf die Unterstützung anzupassen.

Rauchfrei werden lohnt sich in jedem Alter

Nach dem Rauchstopp kann sich die Gesundheit schrittweise verbessern. Bereits innerhalb von Tagen bis Wochen bemerken viele Menschen eine bessere Atmung und eine zunehmende körperliche Belastbarkeit. Im Laufe der folgenden Jahre kann das Risiko für Herzerkrankungen deutlich sinken. Nach etwa zehn bis 15 Jahren ohne Rauchen kann sich das Lungenkrebsrisiko dem eines Menschen annähern, der nie geraucht hat. Wie stark sich das individuelle Risiko verringert, hängt unter anderem von der Dauer und Intensität des früheren Rauchens ab.

Fazit: Nikotinprodukte unterscheiden sich in ihrer Zusammensetzung und ihren Risiken, doch keines ist gesundheitlich unbedenklich. Besonders schädlich sind die zahlreichen Schadstoffe, die beim Verbrennen von Tabak entstehen. Aber auch Vapes, Shishas und Nikotinbeutel können abhängig machen und gesundheitliche Schäden verursachen. Wer mit dem Rauchen aufhören möchte, kann von Nikotinersatzpräparaten, gegebenenfalls Medikamenten und professioneller Unterstützung profitieren. Ein Rauchstopp lohnt sich jederzeit – für die Lunge, das Herz-Kreislauf-System und die Lebensqualität.

Foto: ChatGPT

Weiterführende Informationen

Weiterführende Informationen finden Sie unter folgenden Links:
https://www.lungenunion.at/c/gesund-leben/rauchstopp/

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