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Schleimlösung bei COPD – ein wichtiger Aspekt im Krankheitsmanagement

Festsitzender und zäher Schleim ist für viele Menschen mit COPD ein belastendes Problem. Häufiger Husten, erschwertes Abhusten und das Gefühl, dass sich Sekret in der Brust sammelt, können den Alltag erheblich beeinträchtigen. In seinem Vortrag für die Österreichische Lungenunion erläuterte Univ.-Prof. Dr. Ivan Tancevski, Experte für Pneumologie an der Medizinischen Universität für Innere Medizin Innsbruck, warum sich Schleim bei COPD schlechter lösen kann, welche Maßnahmen die natürliche Reinigung der Atemwege unterstützen und welchen Stellenwert schleimlösende Medikamente nach dem aktuellen GOLD-Report 2026 haben.

Vortrag von Univ.-Prof. Dr. Ivan Tancevski, Med.-Univ.-Klinik Innsbruck, zum Nachhören. Eine Aufklärungs- und Informationsinitiative der Österreichischen Lungenunion.

Univ.-Prof. Dr. Ivan Tancevski (Med.-Univ.-Klinik Innsbruck)
Univ.-Prof. Dr. Ivan Tancevski

Einführung

Schleim erfüllt grundsätzlich eine wichtige Schutzfunktion. Er bindet Staub und Krankheitserreger und wird normalerweise durch die Flimmerhärchen der Atemwege in Richtung Rachen transportiert. Zusätzlich hilft Husten dabei, Sekret aus den Atemwegen zu entfernen. Bei COPD ist dieses Selbstreinigungssystem jedoch häufig beeinträchtigt: Die Atemwege sind durch Entzündung und strukturelle Veränderungen verengt, die Schleimdrüsen können vermehrt Sekret produzieren und die Flimmerhärchen sind teilweise geschädigt. Gleichzeitig kann der Schleim zäher werden. Dadurch bleibt Sekret leichter in den Atemwegen zurück und kann den Luftstrom zusätzlich behindern. Gerade beim Ausatmen kann dies zu einem verstärkten Engegefühl und zu mehr Atemnot beitragen.

Wie stark die Schleimproblematik ausgeprägt ist, unterscheidet sich von Person zu Person. Für die Beurteilung ist deshalb vor allem der individuelle Normalzustand wichtig. Entscheidend ist, ob sich Husten und Auswurf verändern, ob der Schleim deutlich mehr oder zäher wird, ob seine Farbe oder sein Geruch auffällig sind oder ob gleichzeitig Atemnot, eine geringere Belastbarkeit, Fieber, Schwäche oder ein erhöhter Bedarf an Bedarfsmedikamenten auftreten. Ein dauerhaft vermehrter oder wiederholt eitriger Auswurf kann zudem Anlass sein, an Bronchiektasen zu denken und diese ärztlich abklären zu lassen.

Auch die Farbe des Auswurfs muss im Zusammenhang mit den übrigen Beschwerden betrachtet werden. Weißlicher oder heller Schleim kann bei stabiler COPD vorkommen. Gelber oder grüner Auswurf kann auf eine stärkere Entzündungsreaktion hinweisen, beweist für sich allein jedoch keine bakterielle Infektion. Aus der Schleimfarbe lässt sich deshalb nicht automatisch die Notwendigkeit einer Antibiotikabehandlung ableiten. Für die medizinische Beurteilung sind vielmehr das gesamte Beschwerdebild, Veränderungen gegenüber dem persönlichen Normalzustand sowie beispielsweise Atemnot, Fieber und der Allgemeinzustand entscheidend.

Mehrere Bausteine zur Schleimlösung

Die Behandlung der Schleimproblematik besteht nicht aus einer einzelnen Maßnahme. Prof. Tancevski stellte einen mehrteiligen Ansatz vor. Dazu gehören die Verringerung von Reizstoffen, eine passende Inhalationstherapie, ein ausreichender und individuell angemessener Flüssigkeitshaushalt, Bewegung und Atemtechniken sowie – wenn dies bei den jeweiligen Beschwerden sinnvoll ist – eine ergänzende Behandlung mit schleimlösenden Wirkstoffen.

Eine zentrale Rolle spielt die korrekte und regelmäßige Inhalationstherapie. Bronchienerweiternde Medikamente können die Atemwege öffnen und dadurch das Abhusten erleichtern. Voraussetzung ist, dass das verordnete Medikament mit der richtigen Inhalationstechnik tatsächlich in den Atemwegen ankommt. Deshalb sollte auch bei langjährig vertrauten Inhalationsgeräten die Anwendung von Zeit zu Zeit überprüft werden. Schleimlösende Medikamente können die bestehende Behandlung ergänzen, ersetzen die notwendige Basistherapie aber nicht.

Auch der Rauchstopp ist ein wichtiger Bestandteil des Krankheitsmanagements. Durch den Verzicht auf Tabakrauch wird die anhaltende Reizung der Atemwege reduziert. Die Flimmerhärchen können sich teilweise erholen; langfristig können Husten und Schleimüberproduktion zurückgehen. Ebenso wurde auf die Bedeutung eines aktuellen Impfstatus hingewiesen. Impfungen gegen Influenza, Pneumokokken, COVID-19 und RSV können – abhängig von der individuellen Situation und dem österreichischen Impfplan – dazu beitragen, wichtige Infektionsauslöser von COPD-Verschlechterungen zu vermeiden. Die auch empfohlene Impfung gegen Herpes Zoster verfolgt dabei ein anderes Ziel, nämlich den Schutz vor Gürtelrose.

Beim Thema Trinken betonte Prof. Tancevski, dass es vor allem darum geht, einen Flüssigkeitsmangel zu vermeiden. Regelmäßige kleine Mengen Wasser oder ungesüßte Getränke können sinnvoll sein. Besonders viel zu trinken führt allerdings nicht automatisch zu einer besseren Schleimlösung. Die individuell passende Trinkmenge hängt auch von Begleiterkrankungen ab. Besteht beispielsweise wegen einer Herz- oder Nierenerkrankung eine ärztlich vorgegebene Trinkbegrenzung, gilt diese auch bei zähem Schleim.

Bewegung und Atemphysiotherapie

Bewegung kann ebenfalls dazu beitragen, Sekret zu mobilisieren, weil sich die Atmung dabei vertieft. Regelmäßiges Gehen kann für viele Betroffene eine einfache Möglichkeit sein, Bewegung in den Alltag einzubauen. Einen weitergehenden Ansatz bietet die pneumologische Rehabilitation. Sie verbindet körperliches Training mit Schulung und Atemstrategien und kann dazu beitragen, Atemnot zu vermindern und die Belastbarkeit im Alltag zu verbessern.

Als konkrete Atemtechnik wurde das sogenannte Huffing vorgestellt. Dabei wird der Schleim durch eine kontrollierte Ausatmung in Richtung der größeren Atemwege bewegt. Die Übung beginnt in einer gut abgestützten Sitzposition mit entspannten Schultern. Nach einem mittelgroßen Atemzug wird der Mund geöffnet und kontrolliert ausgeatmet – ähnlich wie beim Anhauchens eines Spiegels. Nach ein bis zwei solchen „Huffs“ folgt eine Ruhephase. Wenn sich das Sekret weiter nach oben bewegt hat, kann anschließend ein gezielter Hustenstoß erfolgen.

Das Huffing kann in den sogenannten aktiven Atemzyklus integriert werden. Dabei wird zunächst etwa 20 bis 30 Sekunden ruhig geatmet. Anschließend folgen drei bis vier langsamere und etwas tiefere Atemzüge, bevor wieder zur ruhigen Atmung zurückgekehrt wird. Erst wenn sich Sekret bewegt, werden ein bis zwei Huffs und gegebenenfalls ein Hustenstoß eingesetzt. Der Ablauf kann wiederholt werden, solange er angenehm bleibt. Die ruhigen Atemphasen sind ausdrücklich Bestandteil der Technik, da sie helfen, eine belastende Hustenserie zu vermeiden.

Eine weitere Möglichkeit sind PEP‑Geräte. PEP steht englisch für „positiver Ausatemdruck“. Beim Ausatmen wird dabei gegen einen leichten Widerstand geatmet. Dadurch können kleine Atemwege länger offen bleiben und der Sekrettransport unterstützt werden. Oszillierende PEP-Geräte erzeugen zusätzlich Schwingungen, die bei Menschen mit häufigem Auswurf zur Mobilisierung des Schleims beitragen können. Entscheidend sind eine geeignete Einstellung, eine fachgerechte Einschulung, die korrekte Reinigung und eine spätere Kontrolle, ob das Gerät tatsächlich einen persönlichen Nutzen bringt.

Besonderheiten bei zystischer Fibrose

Ein eigener Abschnitt des Vortrags beschäftigte sich mit der zystischen Fibrose, auch Mukoviszidose genannt. Die dort vorgestellten manuellen Techniken wie Abklopfen, Vibration und bestimmte Lagerungen wurden ausdrücklich als Ergänzung zur aktiven Atemtherapie bei CF eingeordnet und nicht als allgemeine COPD-Massnahmen.

Beim Abklopfen wird die Hand hohl gewölbt und mit lockerem Handgelenk rhythmisch über eine ausgewählte Region des Brustkorbs bewegt. Wirbelsäule, Brustbein und Bauch werden dabei ausgespart. Bei der Vibration liegt die Hand flach auf dem Brustkorb und begleitet die langsame Ausatmung mit feinen Schwingungen. Anschließend können Huffing oder gezieltes Husten folgen.

Auch verschiedene modifizierte Lagerungen können bei CF zur Sekretmobilisation eingesetzt werden, etwa ein abgestützter Sitz, eine Seitenlage oder eine unterstützte Bauch- beziehungsweise Vierteldrehung. Die konkrete Position richtet sich nach dem Lungenbefund und der individuellen Verträglichkeit. Die Lagerungen werden mit tieferen Atemzügen, ruhiger Atmung und anschließendem Huffing kombiniert. Prof. Tancevski betonte dabei, dass Auswahl und Kombination dieser Techniken individuell durch die CF-Physiotherapie erfolgen sollten und dass die Evidenz für einen zusätzlichen Nutzen dieser manuellen Verfahren begrenzt ist.

Hypertonische Kochsalzlösung bei COPD

Zur Inhalation hypertonischer Kochsalzlösung, beispielsweise in einer Konzentration von drei bis sechs Prozent, wurde eine zurückhaltende Einordnung gegeben. Bei bestimmten anderen Lungenerkrankungen wird eine solche Behandlung eingesetzt, bei COPD ist sie jedoch keine Routinebehandlung. Die vorhandenen Daten sind begrenzt und uneinheitlich. Zudem kann die Inhalation eine Verengung der Bronchien und damit verbunden akute Beschwerden auslösen.

Ein individueller Einsatz sollte deshalb ärztlich verordnet, auf die Verträglichkeit geprüft und anschließend hinsichtlich des tatsächlichen Nutzens kontrolliert werden. Von selbst gemischten Kochsalzlösungen für die Anwendung im Vernebler wurde abgeraten.

Schleimlösende Medikamente und die Einordnung nach GOLD 2026

Vor der Besprechung einzelner Schleimlöser erläuterte Prof. Tancevski das GOLD-System zur Einordnung der COPD. Die Gruppen GOLD 1 bis 4 beschreiben die Ausprägung der Atemflussbegrenzung anhand des FEV₁-Werts, also der in der ersten Sekunde kräftig ausgeatmeten Luftmenge im Verhältnis zum Sollwert. Die Buchstaben A, B und E berücksichtigen dagegen die Beschwerden und die Häufigkeit beziehungsweise Schwere von Exazerbationen.

Für die initiale Inhalationstherapie sieht GOLD unterschiedliche Behandlungsansätze vor. In Gruppe A steht ein bronchienerweiternder Wirkstoff im Vordergrund, während in den Gruppen B und E üblicherweise zwei langwirksame bronchienerweiternde Wirkprinzipien, LABA und LAMA, kombiniert werden. Bei bestimmten Patientinnen und Patienten der Gruppe E kann abhängig unter anderem von der Zahl der Blut-Eosinophilen eine zusätzliche inhalative Kortisontherapie in Betracht kommen.

Schleimlösende Medikamente sind keinem bestimmten GOLD-Grad und auch keiner festen A/B/E-Gruppe zugeordnet. Sie kommen vielmehr als mögliche Ergänzung bei ausgewählten Patientinnen und Patienten infrage. Ein Gespräch über eine solche Zusatztherapie kann insbesondere dann sinnvoll sein, wenn häufig zäher und schwer lösbarer Auswurf besteht, eine chronische Bronchitis vorliegt, wiederholt COPD-Verschlechterungen auftreten oder Beschwerden trotz einer passenden Basistherapie fortbestehen. Vor einem Therapieversuch sollte überprüft werden, ob die Basisbehandlung und insbesondere die Inhalationstechnik optimal sind.

Im Mittelpunkt sollte ein konkretes Behandlungsziel stehen. So kann beispielsweise vereinbart werden, dass das Abhusten leichter werden oder die Zahl der Exazerbationen zurückgehen soll. Nach einer definierten Zeit wird dann gemeinsam überprüft, ob sich tatsächlich ein relevanter Nutzen zeigt.

N-Acetylcystein

Als erster Wirkstoff wurde N-Acetylcystein (NAC) vorgestellt. NAC kann Bindungen in Schleimproteinen beeinflussen und dadurch dazu beitragen, dass das Sekret weniger zäh wird. Darüber hinaus liefert der Wirkstoff einen Baustein für Glutathion, einen körpereigenen Bestandteil des antioxidativen Schutzsystems.

Die Studienlage zeigt dabei kein einheitliches Bild. In der PANTHEON-Studie wurden 1.006 Menschen mit moderater bis schwerer COPD über zwölf Monate untersucht. Unter NAC traten durchschnittlich 1,16 Exazerbationen pro Person und Jahr auf, gegenüber 1,49 unter Placebo. Dies entsprach einer um ungefähr ein Fünftel niedrigeren Rate.

Eine 2024 publizierte Studie mit 968 Menschen mit leichter bis mittelschwerer COPD über 24 Monate zeigte dagegen bei den beiden vorab definierten Hauptzielen keinen statistisch gesicherten Vorteil: Die Gesamtzahl der Exazerbationen unterschied sich nicht signifikant und auch die Lungenfunktion verbesserte sich nicht. Bei den mittelschweren und schweren Ereignissen wurde als sekundäres Ergebnis eine Verringerung um etwa 24 Prozent beobachtet. Prof. Tancevski hob hervor, dass die Ergebnisse dieser Studien deshalb im Zusammenhang mit der jeweiligen Patientengruppe und dem Studiendesign betrachtet werden müssen.

Carbocistein

Carbocistein beeinflusst vor allem die Zusammensetzung des Schleims und wird deshalb auch als Mukoregulator bezeichnet. Das Verhältnis verschiedener Schleimbestandteile kann sich verändern, wodurch das Sekret beweglicher werden und das Abhusten erleichtert werden soll. Zusätzlich sind antioxidative Wirkungen beschrieben; ein Teil der Erkenntnisse zu den zugrunde liegenden Mechanismen stammt allerdings aus Laboruntersuchungen.

In der PEACE-Studie wurden 709 Menschen mit COPD über zwölf Monate untersucht. Unter Carbocistein traten durchschnittlich 1,01 Exazerbationen pro Jahr auf, unter Placebo 1,35. Dies entsprach ungefähr einem Viertel weniger Exazerbationen. Für die heutige Einordnung ist jedoch relevant, dass sich die damalige Begleittherapie von der heutigen inhalativen Erhaltungstherapie grundlegend unterschied. Nur ungefähr jede sechste Person in der Studie verwendete inhalatives Kortison. Daher lässt sich aus der Studie nicht unmittelbar ableiten, wie groß der zusätzliche Effekt von Carbocistein unter modernen Behandlungsschemata ist.

Erdostein

Erdostein wird im Körper zunächst in eine aktive Form umgewandelt. Dieser aktive Metabolit kann Bindungen in Schleimproteinen beeinflussen und weist ebenfalls antioxidative Eigenschaften auf.

Die RESTORE-Studie untersuchte Erdostein zusätzlich zur üblichen COPD-Therapie bei Menschen mit moderater bis schwerer COPD. In die Auswertung gingen 445 Personen ein. Insgesamt traten ungefähr ein Fünftel weniger Exazerbationen auf, wobei dieser Unterschied vor allem durch eine geringere Zahl leichter Ereignisse zustande kam. Zudem dauerten die Exazerbationen durchschnittlich kürzer: etwa 9,6 Tage unter Erdostein gegenüber 12,6 Tagen unter Placebo – also rund drei Tage weniger.

Was sagt GOLD 2026?

Der GOLD-Report 2026 führt Mukolytika als mögliche Ergänzung bei ausgewählten Menschen mit COPD auf. Für N-Acetylcystein und Carbocistein wird beschrieben, dass eine regelmäßige Einnahme bei Menschen ohne inhalatives Kortison Exazerbationen reduzieren und den Gesundheitszustand geringfügig verbessern kann. Gleichzeitig wird die negative Langzeitstudie mit NAC bei leichter bis mittelschwerer COPD berücksichtigt.

Für Erdostein beschreibt GOLD insbesondere einen möglichen Effekt auf leichte Exazerbationen, und zwar unabhängig davon, ob gleichzeitig inhalatives Kortison eingesetzt wird. Eine allgemeine oder für alle COPD-Betroffenen geltende Empfehlung für einen bestimmten Schleimlöser ergibt sich daraus nicht. Ebenso gibt es keine feste Zuordnung eines bestimmten Mukolytikums zu GOLD 1 bis 4 oder zu den Gruppen A, B und E.

Die vier im Vortrag gegenübergestellten Kernstudien – PANTHEON, die NAC-Studie von 2024, PEACE und RESTORE – untersuchten unterschiedliche Patientengruppen, Begleittherapien und teilweise unterschiedliche Endpunkte. Die Prozentangaben zu den beobachteten Effekten sind daher nicht als direkte Rangliste der Wirkstoffe zu verstehen. Aus diesen Studien lässt sich keine direkte Überlegenheit eines der genannten Medikamente ableiten.

Umso wichtiger sei es, die Behandlung auf die individuelle Situation auszurichten und einen konkreten Nutzen zu überprüfen. Dabei sollten auch Begleiterkrankungen und alle gleichzeitig eingenommenen Medikamente berücksichtigt werden. Mögliche unerwünschte Wirkungen wie Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen und allergische Reaktionen hängen stark vom jeweiligen Medikament ab und sind individuell unterschiedlich.

Was lässt sich für den Alltag mitnehmen?

Aus dem Vortrag ergibt sich ein dreiteiliger praktischer Ansatz: Zunächst gilt es, den eigenen Normalzustand zu kennen und Veränderungen frühzeitig wahrzunehmen. Zweitens sollten Inhalation, Bewegung und geeignete Atemtechniken regelmäßig in den Alltag integriert werden. Rauchstopp und ein individuell passender Impfstatus unterstützen das Krankheitsmanagement zusätzlich. Drittens können bei anhaltend zähem Auswurf oder wiederholten Exazerbationen schleimlösende Medikamente als Ergänzung der bestehenden Therapie besprochen werden.

Wichtig ist dabei, nicht allein auf die Schleimfarbe oder eine einzelne Beobachtung zu reagieren. Entscheidend sind die Veränderung gegenüber dem persönlichen Normalzustand und das Zusammenspiel verschiedener Beschwerden. Bei einer medikamentösen Zusatztherapie sollte von Beginn an festgelegt werden, was sich verbessern soll und wann der Nutzen kontrolliert wird.

Der Vortrag machte damit deutlich, dass Schleimlösung bei COPD als Teil eines umfassenden Krankheitsmanagements betrachtet werden sollte. Neben Medikamenten spielen die richtige Inhalation, Bewegung, Atemphysiotherapie, Rauchstopp, Impfungen und ein individuell abgestimmtes Vorgehen eine wichtige Rolle. Schleimlösende Medikamente können bei ausgewählten Patientinnen und Patienten eine sinnvolle Ergänzung darstellen, ihr Nutzen ist jedoch abhängig von der jeweiligen Situation und sollte regelmäßig überprüft werden.

Der Vortrag fand im September 2026 statt. Textzusammenfassung des Transkripts mithilfe von ChatGPT.

Wir danken der Firma Angelini Pharma für die Unterstützung dieser Informationsveranstaltung.

Fotos: Shutterstock; Thomas Steinlechner

Downloads



Die Broschüre „Atemübung und Maßnahmen zur Schleimlösung ohne Geräte“ wurde von der Österreichischen Lungenunion und der Atemtherapeutin Sonja Pollak, MSc, zusammengestellt und steht anbei als Download zur Verfügung:

ÖLU-Broschüre: Atemübungen zum Schleimlösen ohne Geräte für Patient:innen mit COPD

Weiterführende Informationen

Weiterführende Informationen finden Sie unter folgenden Links:
https://www.lungenunion.at/c/atemwege-lunge/copd/

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