In frühen Stadien ist der Lungenkrebs heimtückisch unauffällig. Wird im Lungenröntgen zufällig ein Rundherd entdeckt, oder führen diskrete Symptome den Patienten zum Arzt ist der wesentliche Schritt bereits getan. Die vielfältigen Untersuchungstechniken helfen, die Diagnose Lungenkrebs zu sichern, das Ausmaß der Erkrankung fest zu stellen oder auch einen Verdacht zu widerlegen. Bevor Ihr Arzt sein diagnostisches Repertoire anwenden kann, wird er Sie genau zu Beschwerden, Beobachtungen und Risikoverhalten befragen. Es ist wichtig, dass Sie so genau wie möglich berichten, denn niemand kennt Ihren Körper und seine Veränderungen so gut, wie Sie selbst.

Oft ist ein fragwürdiger Fleck in einem Lungenröntgen, welches aus einem ganz anderen Grund angefertigt wurde der Anlass für eine eingehende medizinische Kontrolle. Oder haben Symptome wie chronischer Husten, blutiger Auswurf, sowie hartnäckige Erkältungskrankheiten den Betroffenen zum Arzt geführt. Genau hier liegt der für die Erkennung wesentliche Schritt: Gehen Sie hin! Oft genügt es, das suspekte Lungenröntgen in regelmäßigen Abständen zu überprüfen. Ist der Verdacht auf Lungenkrebs einmal ausgesprochen oder die Erkrankung erkannt, kommen verschiedenste zum Teil technisch sehr aufwändige Untersuchungen in Frage, welche hier im Detail vorgestellt werden.

Niemals sind alle auf einmal erforderlich, manche kommen nur ein einziges Mal, andere krankheitsbegleitend zum Einsatz. Jede der Techniken hat Stärken und Schwächen und keine deckt alle Fragestellungen alleine ab. Ihre Ärzte wissen, wann welche Untersuchung notwendig ist und werden Sie nicht mit entbehrlicher Diagnostik belasten. Abseits des heute technisch möglichen sollte das persönliche Gespräch zwischen Patient und Arzt nicht zu kurz kommen: berichten Sie in der Sprechstunde, was sie belastet, was sich verbessert, verschlechtert oder verändert hat. Ihr Arzt braucht diese Informationen für eine erfolgreiche Behandlung Ihrer Krankheit.

Skelettszintigraphie

Beim Skelettszintigramm wird dem Patienten ein schwach radioaktives Kontrastmittel verabreicht, das sich charakteristisch in den Knochen anreichert. Ein Strahlendetektor erfasst diese Radioaktivität und stellt daraus ein grobes Abbild des Menschlichen Skeletts dar. Metastasen nehmen durch ihre starken Knochenumbauvorgänge sehr viel Kontrastmittel auf und stechen im Szintigramm leuchtend hervor.

Diese Untersuchung ist für Patienten jedes Tumorstadiums wichtig, da Knochenmetastasen einerseits sehr schmerzhaft sein können und andererseits die Stabilität des Skeletts gefährden. Sie können zu Knochenbrüchen beispielsweise der Wirbel oder der Hüfte führen. Zudem ist das Vorliegen von Fernmetastasen ein entscheidendes Kriterium für die Therapieplanung. Da praktisch jeder Knochen betroffen sein kann und Knochenmetastasen relativ häufig auftreten, gibt die Szintigraphie einen umfassenden Überblick über das gesamte Skelett. Metastasen außerhalb des Knochens können mit dieser Technik nicht erfasst werden.

Thorako- und Mediastinoskopie

Diese beiden Verfahren werden vom Thoraxchirurgen durchgeführt und sind eigentlich Operationen. Während bei der Mediastinoskopie der Mittelraum zwischen den beiden Lungen untersucht wird, widmet sich die Thorakoskopie dem gesamten Brustraum. Technisch wird eine Kamera durch die Thoraxwand geführt und das Innere des Brustkorbs damit eingesehen.

Über mehrere Arbeitskanäle (Trokare) können Zangen, Klingen oder Nähte eingebracht werden. Im Rahmen einer Thorakoskopie können auch größere Eingriffe, wie die Entfernung von Lungensegmenten durchgeführt werden. Die Mediastinoskopie dient vor allem der Untersuchung der mediastinalen Lymphknoten beim Tumorstaging. Diese beiden Verfahren werden vom Thoraxchirurgen durchgeführt und sind eigentlich Operationen. Während bei der Mediastinoskopie der Mittelraum zwischen den beiden Lungen untersucht wird, widmet sich die Thorakoskopie dem gesamten Brustraum. Technisch wird eine Kamera durch die Thoraxwand geführt und das Innere des Brustkorbs damit eingesehen.

Über mehrere Arbeitskanäle (Trokare) können Zangen, Klingen oder Nähte eingebracht werden. Im Rahmen einer Thorakoskopie können auch größere Eingriffe, wie die Entfernung von Lungensegmenten durchgeführt werden. Die Mediastinoskopie dient vor allem der Untersuchung der mediastinalen Lymphknoten beim Tumorstaging.

Bronchoskopie -Der direkte Blick ins Lungeninnere

Mit Hilfe der Bronchoskopie, der Spiegelung der Atemwege können die Bronchien direkt eingesehen werden. Veränderungen der Schleimhaut und die Durchgängigkeit der Atemwege können beurteilt werden. Vor allem die Möglichkeit der Gewebeentnahme und der Spülung (Lavage) machen die Bronchoskopie zu einer unverzichtbaren Untersuchung bei Verdacht auf Lungenkrebs. Zudem besteht die Möglichkeit einer Intervention durch den Einbau von Stents (Schläuche aus Kunststoff oder Metallgitter).

Der Begriff ‚Spiegelung’ kommt aus der Hals-Nasen-Ohren Heilkunde, wo seit mehr als hundert Jahren der Kehlkopf, der mit freiem Auge nicht einsehbar ist, mit Hilfe eines gebogenen Spiegelchens untersucht wird. Bei den modernen Spiegelungen, allen voran der Magen- und der Darmspiegelung werden keine Spiegel, sondern Schläuche mit Kameras in Körperregionen eingeführt, die niemals mit freiem Auge zugänglich wären. Spiegelung bedeutet also ‚Betrachtung mit einem Hilfsmittel’.

Heute gebräuchliche flexible Bronchoskope sind schlauchförmige, biegsame, optische Geräte, welche über den Mund oder die Nase in die Luftröhre und weiter in die Bronchien eingeführt werden können. Im Gegensatz zu älteren starren, nicht biegsamen Bronchoskopen erlauben sie Blicke in weiter verzweigte Bronchienäste. Über eine winzige Videokamera kann der Untersucher die Gangsysteme der Lunge exakt einsehen. Die Geräte geben die Aufnahmen aus dem Inneren der Lunge über Bildschirme 1:1 weiter, es können auch Aufzeichnungen oder Ausdrucke der gewonnenen Bilder erstellt werden.

Wenig Belastung für den Patienten

Eine Bronchoskopie dauert etwa eine halbe Stunde. Patienten erhalten für diese Untersuchung ein beruhigendes Medikament in die Vene, außerdem werden die Schleimhäute des Nasen-Rachenbereiches, des Kehlkopfes und der großen Bronchien örtlich betäubt. Früher wurden Bronchoskopien vorwiegend in Vollnarkose durchgeführt, dank kleiner, flexibler Geräte ist das heute nicht mehr erforderlich. Dennoch gibt es immer wieder Situationen, wo eine Vollnarkose notwendig ist. Nach der Bronchoskopie müssen Patienten zur Kontrolle zumeist drei Stunden im Krankenhaus bleiben, eine stationäre Aufnahme über Nacht ist in der Regel nicht notwendig.

Am Ende einer Bronchoskopie mit Probenentnahme wird ein Lungenröntgen angefertigt, um einen Pneumothorax auszuschließen. Diese Komplikation tritt gelegentlich auf, wenn im Rahmen der Untersuchung Luft in den Pleuraspalt gelangt. Im Anschluss an die Bronchoskopie kann es zu vorübergehender Heiserkeit kommen, da das Bronchoskop durch den Kehlkopf und zwischen den Stimmbändern durchgeschoben werden muss.

Bei der Bronchoskopie können Proben entnommen werden
Die Spiegelung der Bronchien erlaubt mehr, als nur Blicke auf die Schleimhaut: verdächtige Areale können sogleich biopsiert werden. Dabei entnimmt der Untersucher mit einem kleinen Greifarm oder einer winzigen Zange an der Spitze des Bronchoskops eine Gewebeprobe aus der Schleimhaut. Diese Proben werden anschließend von Pathologen mikroskopisch untersucht. Dieser kann feststellen, ob ein bösartiger Tumor in der Probe vorliegt, oder nicht. Neben der Entnahme von Gewebeproben können auch diagnostische Spülungen (Lavagen) und Abstriche vorgenommen werden. In der Spülflüssigkeit gelöste Substanzen oder mit geschwemmte Zellen helfen ebenfalls bei der Diagnostik. Die Lavage spielt nicht nur beim Lungenkrebs, sondern auch bei der Diagnose anderer Krankheiten, wie der Tuberkulose eine große Rolle. Mit der Spülflüssigkeit können auch sehr tief gelegene Bronchien und die Alveolen erreicht werden, die mit dem Bronchoskop selbst nicht einsehbar sind.

Stents können Bronchien offen halten
Die Bronchoskopie gehört zu den interventionellen oder minimal invasiven Diagnostiken. Das bedeutet, sie ist an sich eine Untersuchung, erlaubt aber auch kleine therapeutische Eingriffe. In erster Linie ist der Einbau von Stents, das sind kleine Schläuche aus Kunststoff oder Metallgitter, hervor zu heben. Wenn ein Tumor durch sein Wachstum einen größeren Bronchus verstopft und dahinter gelegene Lungenanteile von der Belüftung abschneidet, kann die Einlage eines Stents Abhilfe schaffen. Neuere Interventionen sind endoskopisch-mikrochirurgische Verfahren, etwa die endoskopische Laserresektion, bei der Tumorgewebe in den Bronchien abgetragen wird. Diese Methoden gehören in den Bereich der Palliativmedizin, sie sind nicht geeignet eine Krebserkrankung zu heilen, sondern dienen der Linderung von Beschwerden, in diesem Fall helfen sie, die Lungenfunktion zu erhalten.

Die Feinnadelbiopsie erreicht periphere Lungenabschnitte
Je weiter ein suspekter Rundherd von größeren Bronchien entfernt ist, desto unwahrscheinlicher wird es, ihn bei der Bronchoskopie zu erreichen. Der Untersucher kann zumeist schon anhand des Lungenröntgens oder der Computertomographie sagen, ob die betreffende Läsion bronchoskopisch zugänglich ist, oder nicht. Sehr peripher, am Lungenrand gelegene Herde sind mit der transthorakalen Feinnadelbiopsie erreichbar. Dabei wird der Rundherd computertomographisch gezielt mit einer Biopsienadel von außen, also durch die Haut des Brustkorbes angestochen. Dazu ist lediglich eine lokale Betäubung an der Einstichstelle erforderlich. Die gewonnene Gewebeprobe wird ebenso patho- und zytologisch aufgearbeitet. Eine Bronchoskopie dauert etwa eine halbe Stunde.

Sonographie

Die Sonographie oder Ultraschalluntersuchung ist ein weit verbreitetes und sehr schonendes diagnostisches Prinzip. Technisch werden von einem handgeführten Schallkopf Ultraschallwellen, das sind unhörbar hohe Töne, in das untersuchte Gewebe eingestrahlt und ihre Reflexionen (Echos) unmittelbar registriert. Auch hier steht ein Computer im Hintergrund, der aus den gesammelten Echodaten ein Bild hochrechnet.

Bei Lungenkrebspatienten werden so in erster Linie Organe des Bauches, wie Leber, Nieren, Nebennieren, Milz und Lymphknoten untersucht, wobei speziell nach Metastasen Ausschau gehalten wird. Neben dem Bauchraum betrachtet der Arzt insbesondere den Hals mit Hilfe des Ultraschalls. Am Herzen zeigt die Sonographie ihre größte Stärke: Im Gegensatz zu den statischen Tomographien CT und MRT kann sie Bewegungen in Echtzeit darstellen.

Keine andere Methode kann derzeit das schlagende Herz dynamischer und funktioneller untersuchen. Die Ultraschalluntersuchung gibt Auskunft über die Leistungsfähigkeit des Herzmuskels – für Raucher eine wichtige Kontrolle, denn der Zigarettenkonsum kann die Herzkranzgefäße verengen und eine verminderte Herzleistung mit einem hohen Infarktrisiko zur Folge haben. Die Untersuchung mit Ultraschall hat zudem den Vorteil, dass sie beliebig oft wiederholt werden kann, da sie den Patienten keiner Strahlenbelastung aussetzt. Sie ist mehr, als alle anderen bildgebenden Verfahren, auf die Kenntnis und Erfahrung des Untersuchers angewiesen.

Positronen-Emissions-Tomographie

Wenn andere bildgebenden Verfahren noch Fragen offen lassen, kann oft eine PET weiter helfen. Bei dieser nuklearmedizinischen Untersuchung wird eine ebenfalls gering radioaktive Zuckerlösung verabreicht. Zucker reichert sich in stoffwechselaktiven Geweben stärker an – diese werden durch den Marker erkennbar. Tumore und Metastasen weisen gegenüber gesundem Gewebe fast immer einen erhöhten Stoffwechsel auf und heben sich dadurch im Bild gut ab.

Die PET kann sowohl zur Beurteilung des eigentlichen Tumors (Primärtumor), als auch zur Metastasensuche eingesetzt werden.

Magnetresonanztomographie

Vorweg: bei der Darstellung der Lunge selbst und mit ihr der Thoraxorgane ist die Magnetresonanz- oder Kernspintomographie MRT der Computertomographie unterlegen. Das liegt in der Physik begründet: Während für ein CT-Bild mit einer bewegten Röntgenkamera viele Dichtemessungen vorgenommen werden, nützt die MRT ein Bildgebungsprinzip ohne Strahlenbelastung. Der Kernspin entspricht einer Bewegung der Elementarteilchen aller Materie.

Manche Atome können in einem starken Magnetfeld ihren Kernspin ändern und dadurch messbare Energiesignale freisetzen. Als Magnetresonanz bezeichnet man Signale, die bei Anregung durch einen Magnetimpuls entstehen. Diese Impulse werden anschließend ähnlich wie bei der CT zu zwei- mitunter auch dreidimensionalen Darstellungen hochgerechnet. Auch in der MRT kann eine gute Auflösung erzielt werden. Da die Lunge zum größten Teil Luft enthält, die nicht magnetisch anregbar ist, kann dieses Organ in der MRT nicht zufrieden stellend abgebildet werden. Dennoch ist die Untersuchung für Lungenkrebspatienten sehr wichtig: bei der Metastasensuche, besonders im Kopf spielt sie ihre Vorzüge aus: optimale Darstellung von Weichgeweben, sensitive Metastasendiagnostik in Gehirn und Leber, sowie eine strahlenfreie Funktion.

Auch wenn ein mögliches Einwachsen des Tumors in benachbarte Weichgewebe (Herzbeutel, Thoraxwand) vermutet wird, kann die MRT helfen. Sie stellt somit keinen Ersatz für die CT, sondern eine wichtige Ergänzung in speziellen Fragestellungen dar. Moderne Magnetresonanztomographen arbeiten mit extrem starken Magnetfeldern. Darum müssen die Räume in denen sie betrieben werden mit einem abschirmenden Kupfernetz ummantelt sein, da sie sonst den gesamten Funkverkehr, viele Elektrogeräte und Computer in einem Umkreis von mehreren Kilometern stören und mitunter beschädigen würden.

Was Sie vor der Magnetresonanztomographie wissen sollten
Bedingt durch die hohen Magnetfelder und die komplizierte physikalische Signalmessung können bestimmte Personen nicht, oder nur eingeschränkt untersucht werden:

  • Träger von Herzschrittmachern
  • Personen mit Metallimplantaten oder Metallteilen im Körper (Moderne unfallchirurgische Platten und Schrauben bestehen aus dem Metall Titan, welches nicht magnetisierbar ist und kein Problem für eine MRT darstellt; Vorsicht bei: Granatsplittern, alten Schraube/Platten, etc.)

Auch vor der MRT erhalten Sie ein Aufklärungs- und Einwilligungsblatt, sowie einen venösen Zugang für das Kontrastmittel. Die bei der MRT verwendeten Kontrastmittel sind weniger belastend, als jene der CT und können in der Regel auch bei Menschen mit Nierenerkrankungen ohne Probleme eingesetzt werden. Die MRT dauert länger, als eine CT, rechnen Sie mit einer Untersuchungszeit von etwa 30 bis 45 Minuten.

Bei der MRT ist Ihre Mithilfe gefragt: im Gegensatz zur CT ist das Verfahren anfällig auf Verwackelung – halten Sie still! Bewegungen stören die Bildqualität erheblich und können eine neuerliche Untersuchung erforderlich machen. Bedenken Sie, dass das Gerät laut ist. Wenn Sie an Platzangst leiden oder sehr unruhig sind, können Sie auch vor der MRT um ein mildes Beruhigungsmittel ersuchen, welches Ihnen die Untersuchung erleichtern wird.

Computertomographie

Bei der Computertomographie (CT) wird der Patient in einem als Röhre imponierenden Gerät von einer Röntgenkamera umkreist. Diese bewegliche Einheit produziert in einem Durchlauf hunderte winzige Röntgenbilder, jedes aus einer speziellen Position und Winkel. Ein Computer errechnet aus diesen Puzzlesteinen ein zweidimensionales Schnittbild des untersuchten Körpers.

Man könnte sagen, ein CT-Bild wird aus vielen einzelnen Röntgenbildern zusammengebaut. So können Strukturen auch dann dargestellt und lokalisiert werden, wenn Sie am konventionellen Röntgenbild von anderen überlagert sind.

Die CT erfasst Unterschiede der Gewebsdichte sehr exakt und kann die Lunge exzellent darstellen. Luftgefüllte Areale mit geringer Dichte können von kompakten Geweben, wie Lymphknoten, Gefäßen, aber auch Tumoren oder durch eine Pneumonie (Lungenentzündung) verdichteten Lungenanteilen unterschieden werden. Mit hoch auflösenden (high resolution) Geräten und der Hilfe von Kontrastmitteln können selbst sehr kleine Strukturen zumeist gut erkannt werden. Die CT ist heute die wichtigste Untersuchung für das Staging, bei dem die Ausbreitung eines bösartigen Tumors beurteilt wird. Moderne Computertomographen kommen mit verhältnismäßig geringen Strahlenbelastungen aus und liefern detaillierte Schnittbilder des gesamten Brustkorbes. Keine andere Untersuchung erreicht eine vergleichbar hohe Auflösung und eine so konstante Bildqualität.

Ein solches Gerät kostet zwischen 300.000 und 500.000 Euro, seine Bedienung erfolgt durch speziell ausgebildete Röntgentechniker. Im Gegensatz zu beispielsweise einem EKG, das aus mehreren zackigen Kurven besteht, kann auch der Laie mit etwas Hilfe die abgebildeten Organe auf einem CT-Bild erkennen. Die medizinische Beurteilung aber verlangt sehr viel Erfahrung und gehört zu den anspruchsvollen Aufgaben des Radiologen.

Was Sie rund um die Computertomographie wissen sollten
Als Lungenkrebspatient werden Sie regelmäßig im Computertomographen untersucht werden. Die Untersuchung ist rasch durchführbar, außer einer gewissen Enge im Gerät ist sie mit keinen Unannehmlichkeiten für den Patienten verbunden. Rechnen Sie mit einer Untersuchungsdauer von etwa 10 Minuten. Bevor Sie in den Tomographen kommen, sind einige Vorbereitungen erforderlich.

Sie erhalten beispielsweise einen Aufklärungsbogen mit Details rund um die Untersuchung, sowie einen Fragebogen zu Ihren Vorerkrankungen und möglichen Problemen bei früheren CTs. Wenn Sie eine Unverträglichkeit oder Allergie gegen Röntgenkontrastmittel haben, müssen Sie Ihren Arzt unbedingt darüber in Kenntnis setzen. Nachdem Sie die Informationen gelesen und die Fragen beantwortet haben, können Sie Unklarheiten mit Ihrem Arzt besprechen. Mit Ihrer Unterschrift willigen Sie in die CT ein, Sie erhalten noch einen venösen Zugang (Venflon) zur Kontrastmittelgabe und die Untersuchung kann beginnen.

Sollten Sie an Platzangst leiden oder durch die Untersuchung sehr beunruhigt sein, können Sie um ein mildes Beruhigungsmittel ersuchen, welches Ihnen den Vorgang der CT erleichtern wird.

Wozu Kontrastmittel?
Kontrastmittel sind Substanzen die – in der Regel ins Blut – verabreicht werden, um die Darstellung ausgewählter Strukturen in der Bildgebung zu verbessern. Dazu müssen sie zwei Voraussetzungen erfüllen: einerseits sollen sie in den untersuchten Geweben angereichert werden, nicht aber in deren Umgebung. Zum anderen müssen sie in der Untersuchung durch ihre chemischen oder physikalischen Eigenschaften besonders ‚hervorstechen’.

Es gibt zahlreiche Kontrastmittel für verschiedene Techniken und Fragestellungen. In der Computertomographie werden Kontrastmittel zur Erhöhung der Röntgendichte des Blutes in eine Vene verabreicht. Dadurch können einerseits die Blutgefäße selbst, aber auch alle stärker durchbluteten Strukturen – dazu gehören auch Tumore – besser dargestellt werden. Röntgen- und CT-Kontrastmittel belasten die Niere und dürfen daher nur bei Nierengesunden verwendet werden.

Auch Menschen mit einer Schilddrüsenerkrankung dürfen kein CT-Kontrastmittel erhalten. Als Patient müssen Sie Ihren Untersucher auf eventuelle frühere Probleme bei Kontrastmitteluntersuchungen hinweisen.

Lungenröntgen – Basisdiagnostik

Das Lungen- oder Thoraxröntgen, im Fachjargon ‚Cor-Pulmo’ genannt, ist viel mehr, als ein Abbild der Lunge alleine. Die Organe des Brustkorbs, also Herz und Lunge sind ebenso erkennbar, wie die knöchernen Strukturen des Thorax, Teile der Wirbelsäule, des Halses, der Schultern und sogar das Zwerchfell. Erfahrene Untersucher können aus dieser Röntgenuntersuchung unglaublich viele Informationen heraus lesen.

Ein Thoraxröntgen wird in jedem Menschenleben öfters gemacht. Aus Zeiten, in denen die Tuberkulose grassierte stammt die Regelung, dass für manche Berufsgruppen eine regelmäßige Kontrolle des Lungenröntgens gefordert ist.

Beispielsweise müssen in Österreich Köche, Lehrer oder medizinisches Personal vor Eintritt in den Beruf untersucht werden. Auch bei Verdacht auf eine Lungenentzündung, etwa im Rahmen einer schweren Erkältungskrankheit wird ein Thoraxröntgen angefertigt. In manchen Fällen entdeckt dann der Radiologe einen Rundherd, oder Rundschatten. Das muss noch kein Lungenkrebs sein. Aber solche Strukturen sind höchst verdächtig und müssen, in erster Linie mit Hilfe der Computertomographie genauer untersucht werden. Denn das Lungenröntgen kann Strukturen nicht so präzise und hoch auflösend abbilden. Zudem muss ein Rundherd eine gewisse Größe (ca. 1,5cm) haben, damit er gesehen werden kann. Ein viel diskutiertes Thema ist die Strahlenbelastung durch Röntgenuntersuchungen.

Es ist richtig, dass Patienten dabei der Röntgenstrahlung ausgesetzt sind. Daher sollten nur wirklich angebrachte Untersuchungen vorgenommen werden. Umgekehrt ist die Strahlenbelastung bei heute gebräuchlichen Röntgengeräten sehr gering, sodass mit Maß und Ziel eingesetzte Diagnostik praktisch keine schädliche Wirkung für Erwachsene hat. Besondere Zurückhaltung ist bei Kindern geboten. Schwangere sollten auf keinen Fall geröntgt werden. Als Patient helfen Sie mit, wenn Sie über Ihre vergangenen Untersuchungen gut bescheid wissen und Befunde oder Bilder bei der Hand haben. So können nicht nur manches Röntgenbild und die damit verbundene Strahlung, sondern auch Zeit und Kosten gespart werden.