Erwachsene mit einer allergischen Rhinitis, Rhinokonjunktivitis und allergischem Asthma haben kein erhöhtes Risiko, sich mit den neuartigen Corona-Viren anzustecken. Erkranken Allergiker an COVID-19, haben sie keinen schwereren Krankheitsverlauf Menschen ohne Allergie.

Der Österreichische Pollenwarndienst der MedUniWien und die Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst erhielten besorgte Anfragen von Menschen mit Heuschnupfen bzw. Asthma, die sich dabei auf Nachrichten in den Medien zum Thema COVID-19 und Pollen bezogen. In diesen Meldungen wurde berichtet, dass Pollen in der Luft das Risiko, mit dem Corona-Virus infiziert zu werden, deutlich (um 44 Prozent) erhöhen würden.

In einer Stellungnahme hielten die beiden Pollenwarndienste folgendes fest:

  1. Erwachsene mit einer allergischen Rhinitis, Rhinokonjunktivitis und allergischem Asthma haben kein erhöhtes Risiko, sich mit Corona-Viren
    anzustecken.
  2. Sollten diese Personen (Allergiker) eine Infektion mit dem Virus bekommen, so haben sie keinen schwereren Verlauf einer evtl. Erkrankung als Nicht-Allergiker.
  3. Diese Personen versterben nicht häufiger als andere Personen, die nicht an einer durch Pollen ausgelösten Erkrankung leiden.
  4. Die gleichen Aussagen treffen für Kinder und Jugendliche zu, die eine Pollenallergie haben.
  5. Pollen tragen auf ihrer Oberfläche keine Corona-Viren. Versuche, sie mit den Viren zu beladen, gelangen nicht.
  6. Corona-Infektionen sind bisher in vielen Ländern vor, während und nach dem Flug von Pollen aufgetreten.
  7. Allergiker und Nichtallergiker sollten keine Sorgen oder gar Ängste entwickeln, durch den Kontakt mit Pollen in der Außenluft bevorzugt eine
    Infektion mit Corona-Viren zu erleiden.
  8. Es ist wahrscheinlich, dass Pollenallergiker durch das Tragen von NasenMund-Masken weniger Pollen durch Mund und Nase einatmen.