Viele Menschen vermuten eine Nahrungsmittelallergie und streichen einfach Lebensmittel aus ihrem Alltag, ohne fundierte medizinische Abklärung. Dabei können einseitige Diäten mehr Schaden anrichten als nützen.

Ein positives Ergebnis in einem Sensibilisierungstest zeigt wohl, dass das Immunsystem Abwehrstoffe gegen ein oder mehrere Allergene gebildet hat. Dies bedeutet aber nicht, dass diese Substanzen nicht vertragen werden. Eine Ernährungstherapie bei Personen mit Nahrungsmittelallergien bedarf eines umfangreichen allergologischen Basiswissens. Sinnvoll ist es dafür, Diätologen mit Schwerpunkt Allergologie zu Rate zu ziehen, um gemeinsam eine individuell zugeschnittene und alltagstaugliche Ernährungstherapie zu erstellen. Betroffene lernen, nur das zu vermeiden, was nötig ist, und das zu genießen, was trotz Allergie „erlaubt“ ist. Sie lernen ihren individuellen Allergieauslöser im Alltag zu meiden (Zutatenlisten lesen, Restaurantbesuche, geänderte Zubereitungsmöglichkeiten) und individuelle Triggerfaktoren einzuschätzen. Die Nährstoffversorgung bleibt optimal und die Lebensqualität steigt.