Glossary

  

Begriff hinzufügen

Alle | A | B | C | D | E | F | G | H | I | K | L | M | N | O | P | R | S | T | U | V | Z | Ö


B
Es sind 52 Einträge im Glossar.
Seiten: 1
Begriff Definition
Bachblüten(nach Edward Bach benannt)
Voll entfaltete Blüten von Pflanzen werden morgens gepflückt und in Quellwasser gelegt.
Es sollten Blüten von wild wachsende Pflanzen sein. Beginnen sie zu welken, werden sie heraus gepflückt. Die verbleibende Flüssigkeit wird mit Alkohol oder Wasser verdünnt und tropfenweise vom Patienten eingenommen. Wissenschaftliche Studien über den Erfolg der Therapie gibt es nicht.

BakterienKleine einzellige Lebewesen, die verantwortlich für bakterielle Infekte sind.

BasisdiätDamit soll bei Verdacht auf eine Nahrungsmittelallergie das verursachende Allergen herausgefunden werden. Dazu erhält der Patient im ersten Schritt eine allergenarme Basisdiät, die dann Schritt für Schritt durch weitere Nahrungsmittel ergänzt wird - bis  die allergischen Reaktionen beobachtet werden. Dadurch ist das zuletzt hinzugekommene Nahrungsmittel als Allergieverursacher festgestellt.

BasistherapeutikaAuch Controller genannte Medikamente, die für die Basistherapie geeignet sind.

BasistherapieMit der Basistherapie (= Dauermedikation) werden die entzündlichen Vorgänge beim Asthma behandelt und eine langfristige Atemwegserweiterung sichergestellt.

BasophileWeiße Blutkörperchen, an deren Oberfläche spezifische Antikörper haften und die Substanzen absondern, die eine allergische Reaktion auslösen.

BauchatmungEine Atemtechnik, bei der zur Einatmung das Zwerchfell als wichtigster Muskel eingesetzt wird. Bei der Atemgymnastik lernt man diese Form der Atemtechnik.

BecherzellenSchleimbildende Zellen in der Bronchialschleimhaut.

BeclometasonKortikoid für die lokale (topische) Anwendung in Form von Dosieraerosol oder als Pulverinhalation.

BedarfsmedikationEinnahme eines bestimmten Medikaments nur bei Bedarf, z.B. bei akuter Atemnot. In der Therapie des Asthma bronchiale sind dies insbesondere Beta-Sympathomimetika, die schnell die Atemwege erweitern.

BelastungsasthmaBei körperlicher Belastung treten Asthmasymptome auf - verbunden mit Atemnot. Man nennt es auch Anstrengungsasthma.

benigngutartig

BerufsasthmaBezeichnung von Asthma bronchiale, das durch berufsbedingte Schadstoffe hervorgerufen wird (z.B. Mehlstaub beim Bäcker, Holzstaub beim Tischler, Lösungsmittel der Farbe beim Maler, Lötdämpfe beim Elektriker).

Beta-(Rezeptoren-)BlockerMedikamente zur Behandlung von Bluthochdruck und Herzerkrankungen, die allerdings eine Verkrampfung der Bronchien bewirken können. Deshalb sollten sie bei Asthmatikern nicht und bei Patienten mit COPD  nur nach Abwägung der Vor- und Nachteile zum Einsatz kommen.

Beta-Adrenergikasiehe Adrenergika

Beta-Sympathomimetikasiehe Adrenergika

BetamethasonKortikoid, das in Tablettenform und als Injektion zur Verfügung steht.

BetamimetikaSammelbegriff für Substanzen, die Bronchien erweitern. Andere Begriffe dafür sind: Sympathomimetika bzw. Adrenergika. Adrenergika/Betamimetika gibt es als schnell/kurz wirkendes Spray oder als Pulver (= Notfallspray), aber auch als langwirkendes Spray oder Pulver. Darüber hinaus gibt es Adrenergika/Betamimetika als Tabletten, auch als sog. Retard-Tabletten. Das sind Tabletten, deren Wirkung lange anhält. Adrenergika/Betamimetika werden bei der Behandlung des Asthma bronchiale und der COPD eingesetzt.

BGAsiehe Blutgasanalyse

Bildgebende VerfahrenSo bezeichnet man zusammenfassend z.B. Röntgenuntersuchungen, Computertomographie und Ultraschall.

BiopsieDie Entnahme von Gewebe am Lebenden zur mikroskopischen Untersuchung. Die Entnahme kann z.B. anlässlich einer Endoskopie / Bronchoskopie (Lungenspiegelung) erfolgen.

BlutgasanalyseMessung von Sauerstoff und Kohlendioxid im arteriellen Blut - wird bei Patienten mit schwerer COPD und bei Asthma bronchiale durchgeführt. Dazu wird ein Tropfen Blut aus dem Ohrläppchen entnommen und in einem Messgerät untersucht.
Abkürzung für Blutgasanalyse: 'BGA'

Bodyplethysmograph ('Body')Der Patient sitzt in einer geschlossenen, gläsernen Messkammer, die an eine Telefonzelle erinnert, und atmet durch ein Rohr, das mit einem Aufzeichnungs- und Analysegerät außerhalb der Messkammer verbunden ist. Die Messung des Atemwegswiderstandes und der Lungenkapazität mittels 'Body' ist die genaueste Methode zur Bestimmung der Lungenfunktion eines Patienten. Die Bodyplethysmographie wird in Lungenfacharztpraxen und in Kliniken  durchgeführt.

Bodyplethysmographiesiehe Bodyplethysmograph

BotenstoffeDas sind Substanzen, die freigesetzt werden, wenn das Bronchialsystem mit Fremdkörpern oder Bakterien in Berührung kommt. Die bekanntesten Botenstoffe sind das Histamin und die Leukotriene.

BronchialbaumMan spricht von einem Bronchialbaum, weil das Bronchialsystem mit der Luftröhre (Trachea) den Stammbronchien, Lappenbronchien, Segmentbronchien und den immer feiner werdenden Verästelungen bis hin zu den Bronchiolen und den Lungenbläschen (Alveolen) wie ein auf den Kopf gestellter Baum aussieht.

BronchialinfektBronchialinfekte werden durch Viren oder Bakterien verursacht. Bei Patienten mit COPD oder mit Bronchiektasien treten solche Bronchialinfekte relativ häufig auf. Sie sind mit harmlosen Erkältungen nicht zu vergleichen und sie schädigen das bereits geschädigte Bronchialsystem immer weiter, so dass dadurch eine permanente Verschlechterung der bestehenden Erkrankung  verursacht wird.

Bronchialkarzinom (Bronchuskarzinom, Lunist die fachgerechte Bezeichnung für den sog. Lungenkrebs (Abkürzung: Bronchus-Ca).
Es handelt sich dabei um eine bösartige (maligne) Geschwulst ausgehend von den Bronchien. Hauptursache ist das langjährige Zigarettenrauchen. Demgegenüber sind arbeitsplatzbezogene oder umweltbedingte Schadstoffe, wie z.B. Asbest, sehr viel seltener Auslöser eines Bronchialkarzinoms.

BronchialmuskelkrampfDarunter versteht man das z.B. durch Allergene oder durch Reizstoffe ausgelöste Zusammenziehen der Bronchialmuskulatur. Führt zur Verengung der Atemwege und zur Atemnot.

BronchialmuskulaturMuskeln, die in der Bronchialwand lokalisiert sind und die eine Verengung der Bronchien bewirken, wenn sie sich verkrampfen.

BronchialschleimWeitere Bezeichnung für Auswurf, Mucus, Schleim, Sekret, Sputum.

BronchialschleimhautDie Bronchien sind mit einem sehr empfindlichen Flimmerepithel (Schleimhaut) ausgekleidet. Das Flimmerepithel mit den sog. Flimmerhärchen, fungiert als Transportsystem und befördert Fremdkörper - die am Schleim anhaften - aus dem Bronchialsystem hinaus.  Unterhalb der Schleimhaut im Bindegewebe der größeren Bronchien befinden sich Muskelzellen, die das Bronchialsystem in der Regel offen halten. Nur bei Reaktionen, die zum Muskelkrampf führen, ziehen sich diese Muskeln zusammen und engen die Bronchien ein - es entsteht Atemnot. Die Schleimhaut enthält auch schleimbildende Becherzellen, Schleimdrüsen, aber auch Mastzellen und Entzündungszellen.

Bronchialsekretsiehe Schleim, Sputum, Mucus

Bronchialsystemsiehe Bronchialbaum

BronchiektasenErweiterungen / Ausbuchtungen der Bronchialäste mit Neigung zu Schleimstau und Infektionen. Meistens irreversibel ( nicht rückgängig zu machen)

BronchienAus der Luftröhre sich verzweigende Hauptäste (Stammbronchien), die sich im sog. Bronchialbaum immer stärker verzweigen bis hin zu den Bronchiolen, an deren Ende die Lungenbläschen (Alveolen) sitzen. Über die Bronchien wird die sauerstoffreiche Luft über die Verzweigungen zu den Lungenbläschen (Alveolen) geleitet und die kohlendioxidreiche Luft von den Alveolen aus dem Körper heraustransportiert.

Bronchiolensind die kleinsten Verästelungen der Bronchien im Bronchialbaum, an deren Ende die Lungenbläschen (Alveolen) sitzen.

BronchiolitisEntzündung der Bronchiolen (kleinsten Verzweigungen der Atemwege).

BronchitisBei der Bronchitis handelt es sich um eine Entzündung der Bronchien.
Bei den Bronchitiden unterscheidet man die
- akute Bronchitis
- chronische Bronchitis
- chronisch obstruktive Bronchitis
Die akute Bronchitis wird als Erkältung oder Infekt bezeichnet. Tritt die "akute Bronchitis" gehäuft auf, so kann das bereits der Beginn einer "chronischen Bronchitis" sein und sollte fachärztlich abgeklärt werden.
Die chronische Bronchitis: Rauchen, auch Passivrauch, ist mit Abstand die häufigste Ursache der chronischen Bronchitis. Weitere Ursachen: Jahrelanges Einatmen von Rauch, Staub, Dämpfen am Arbeitsplatz, extreme Umweltverschmutzung. Die chronische Bronchitis ist gekennzeichnet durch anhaltenden, chronischen Husten, aber auch durch eine vermehrte Produktion von Schleim und durch sich verschlimmernde Atemnot. Der sog. "Raucherhusten", der beim starken Raucher zu beobachten ist, dient dazu, das Bronchialsystem vom Schleim zu befreien, da die feinen Flimmerhärchen, die normalerweise diese Aufgabe auch ohne Husten bewältigen, zugrunde gegangen sind.
Bei der chronisch obstruktiven Bronchitis (COPD) kommt es zu einer Engstellung (Obstruktion) der Atemwege, wodurch diese Patienten zunehmend an Atemnot leiden. Die Verschlechterung ist schleichend und fortschreitend. So zeigt sich die Atemnot zuerst bei starker körperlicher Belastung (Treppensteigen) später dann aber auch schon bei leichteren körperlichen Tätigkeiten (bei normalem Gehen). Viele Patienten mit einer COPD bagatellisieren ihre Atemnot und führen sie z. B. auf das zunehmende Alter oder auf das Körpergewicht zurück. In den seltensten Fällen wird die COPD als Ursache für die schleichende Verschlechterung der körperlichen Belastbarkeit und die sich verstärkende Atemnot gesehen. Unbehandelt sterben Patienten mit dieser Erkrankung durchschnittlich 10 Jahre früher als ein Menschen mit einer gesunden Lunge. Die COPD und die daraus resultierenden Folgeerkrankungen stehen an 4. Stelle der Haupttodesursachen.

Broncho-VaxomImmuntherapeutikum zur Stärkung des Immunsystems gegen wiederkehrende bakterielle Infekte.

Bronchoalveoläre Lavage (BAL)Im Rahmen einer Fiberglasbronchoskopie wird ein Lungensegment mit 100-300 ml einer physiologischen Kochsalzlösung gespült. Mit dieser Spülflüssigkeit lassen sich Zellen der Bronchiolen und Alveolen gewinnen, die im Labor untersucht werden. Auf diese Weise lassen sich bestimmte Lungengewebserkrankungen feststellen.

BronchodilatatorenArzneimittel, Atemwegserweiternd wirken.
Adrenergika, Beta-2-Adrenergika, Beta-2-Sympathomimetika, aber auch Anticholinergika gehören dazu.
Werden zur Behandlung von Atemnot-Anfällen verwendet. Sie wirken auch vorbeugend.

BronchopneumonieLungenentzündung
BronchoskopDünnes, biegsames, schlauchartiges Instrument mit einer Optik an der Spitze, das in die Luftröhre und die Atemwege eingeführt wird und auf diese Weise eine Untersuchung des Bronchialsystems ermöglicht.
Bei Bedarf können mit dem Bronchoskop auch Gewebeproben oder Schleim dem Bronchialsystem entnommen werden. Für bestimmte Untersuchungen werden starre Rohre (starre Bronchoskopie, stets in Narkose) verwendet.

BronchoskopieUntersuchung des Bronchialsystems mittels eines Bronchoskops. Spiegelung der Atemwege.

Bronchospasmolysebedeutet die Lösung (Lyse) von Krämpfen (Spasmen) in den Bronchien.

Bronchospasmolytikumist ein Medikament, das einen Muskelkrampf (Spasmus) in den Bronchien löst (Lösung = Lyse). Es lassen sich drei Gruppen unterscheiden:
- Beta-Adrenergika bzw. Betamimetika
Die Substanzen wirken wie das körpereigene Hormon Adrenalin. Adrenalin ist die am stärksten bronchienerweiternde Körpersubstanz. Weitere Wirkungen des Adrenalin: Es verursacht z.B. Herzklopfen, Zittern, Aufregung etc. Heute gibt es vom Adrenalin abgeleitete Medikamente, die selektiver, hauptsächlich nur auf die Bronchien wirken: Beta-Adrenergika mit kurzer (2-4 Stunden) und langer (bis zu 12 Stunden) Wirkungsdauer, als Dosieraerosol oder Pulverinhalation. Außerdem gibt es länger wirkende Beta-Adrenergika in Tablettenform.
- Anticholinergika sind ebenfalls Bronchospasmolytika. Sie werden heute als Dosieraerosole und als Pulverinhalation angeboten.
- Theophyllin ist ein dritter Wirkstoff mit bronchialerweiternder Wirkung, der  unter den verschiedensten Bezeichnungen in retardierter Tablettenform und als sofort wirksame Lösung (Tropfen) für Notfälle im Handel ist. Die krampflösende Wirkung ist allerdings schwächer als die der Beta-Adrenergika oder der Anticholinergika.

BronchospasmusVerkrampfung der Bronchialmuskulatur, dadurch Verengung der Atemwege und Auftreten von mehr oder weniger schwerer Atemnot sowie pfeifenden Atemgeräuschen.

BrustatmungBei der Beobachtung Ihrer Atmung (Hände auf den Brustkorb legen) können Sie feststellen, dass Sie entweder durch Ausdehnung des Brustkorbs (Brustatmung) oder durch Ausdehnung Ihres Bauches (Zwerchfellatmung, Bauchatmung) Luft einatmen. Bei der Atmung spielt die Atemmuskulatur eine wichtige Rolle. Zwischen Brust- und Zwerchfellatmung können Sie bewusst wählen.

Brustfellsiehe Pleura

BudesonidKortikoid, das für die lokale (topische) Anwendung in Form von Dosieraersol oder Pulverinhalation zur Verfügung steht.

BullektomieEntfernung einer großen Emphysemblase.



Glossary V2.0