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| Begriff | Definition |
| Acetylsalicylsäure | Auch nichtsteroidale Antiphlogistika genannte weit verbreitete entzündungshemmende, schmerzstillende und fiebersenkende Mittel. Kann bei manchen Patienten, die dazu neigen, einen Asthmaanfall auslösen. |
| Adrenalin | Körpereigenes im Nebennierenmark hergestelltes Hormon, das Überträgerstoff von Reizen im sympathischen Nervensystem ist. Es bewirkt: Beschleunigung der Herztätigkeit, Anstieg des Blutdrucks, Verengung der Gefäße, Erweiterung der Bronchien und Beeinflussung von Stoffwechselvorgängen. Es wird zur Behandlung von Schockzuständen eingesetzt. Adrenalin ist Grundsubstanz der so genannten Adrenergika. |
| Adrenergika | Medikamente, die wegen ihrer erweiternden Wirkung auf die Bronchien eine große Bedeutung für die Behandlung von Asthma und COPD haben. Sie werden auch Sympathomimetika bzw. Betamimetika genannt. Adrenergika / Betamimetika gibt es als schnell/kurz wirkendes Spray oder als Pulver (= Notfallspray), aber auch als langwirkendes Spray oder Pulver. Darüber hinaus gibt es Andrenergika/ Betamimetika als Tabletten, aber auch als Retard-Tabletten. Das sind Tabletten, deren Wirkung lange anhält. Adrenergika/Betamimetika werden bei der Behandlung des Asthma bronchiale und COPD zur Atemwegserweiterung eingesetzt. |
| Aerolizer | Inhalator zur Pulverinhalation |
| Aerosol | Feiner Nebel mit kleinsten Teilchen, die im Nebel schweben. Das Teilchen-Nebel-Gemisch wird bei medizinisch verwendeten Aerosolen durch 'Treibgase' erzeugt. Aerosole können für die Verabreichung von inhalierbaren Medikamenten verwendet werden. |
| Aerosoltherapie | Die im Sprühnebel fein verteilten Wirkstoffe (Aerosol) gelangen beim Einatmen direkt in die Bronchien. Dadurch erreichen die Medikamente den Ort ihrer Wirkung sehr schnell und wirken nur dort, wo diese auch wirken sollen – an den Bronchien. Andere Bereiche des Körpers bleiben unbelastet. Das ist vor allem bei einer Kortison-Behandlung wichtig. Dadurch dass dieses Medikament direkt an den Ort gebracht wird, wo die Wirkung eintreten soll, kann mit sehr niedrigen Dosen gearbeitet werden. Die typischen Nebenwirkungen der Kortisontablette sind beim Kortisonspray nicht gegeben. Es spricht also vieles für eine Inhalationstherapie. Das gilt für alle Formen dieser Therapie, d. h. neben der häufig genutzten Form des Dosieraerosols auch für die Pulverinhalation, Feuchtinhalation, Dampfvernebler und Ultraschallvernebler. |
| Akupunktur | An der Oberfläche des Körpers werden 12 paarige Meridiane angenommen, durch die eine Art Energie fließen soll. Es gibt über 300 Akupunkturpunkte, die bestimmten Organen zugeordnet sind und deren Funktion sich durch Stimulation beeinflussen lassen soll. Statt mechanischem Drehen von Nadeln ist zunehmend die Reizung durch Strom oder Laser in Gebrauch. Es gibt Studien, in denen eine geringe Sofortwirkung bei Asthma beschrieben wurde. Langzeiteffekte sind bisher nicht belegt. |
| Akute Bronchitis | Wird gemeinhin als 'Erkältung' oder Infekt bezeichnet. Jeder von uns hat mehr oder weniger oft eine akute Bronchitis durchgemacht. Tritt die akute Bronchitis gehäuft auf, so kann das bereits der Beginn einer chronische Bronchitis sein und sollte Anlass sein einen Lungenfacharzt aufzusuchen, um einer nicht selten auftretenden Gewöhnung an die Beschwerden vorzubeugen. |
| Allergene | Substanzen, die allergische Reaktionen auslösen können. Am häufigsten wirken Pollen, Kot der Hausstaubmilben, Schimmelpilze sowie Tierhaare als Allergene. |
| Allergenkarenz | Vermeidung des Kontakts mit Allergenen mit dem Ziel, allergische Reaktionen zu vermeiden. Die Allergenkarenz ist vor allem bei Kindern von großer Bedeutung. Damit verringert man die Gefahr, dass das allergisch reagierende Kind im Laufe der Zeit gegen immer mehr Stoffe empfindlich wird und dann auch auf diese mit Atemnotanfällen reagiert. |
| Allergie | Überreaktion des Immunsystems auf eine normalerweise harmlose Substanz (Allergen). |
| Allergiediagnostik | Zur Diagnose einer Allergie werden unterschiedliche Testverfahren verwendet: Prick-Test = Hauttest Rast-Test = Blutuntersuchung auf Antikörper Provokationstest - prüft, ob die Atemorgane auf das Allergen allergisch reagieren. |
| Allergiekarenz | Vermeidung von Kontakten mit allergieauslösenden Stoffen. |
| Allergische Reaktion | Ist die überschießende Reaktion des menschlichen Organismus auf ein Allergen. Allergische Reaktionen sind z.B. Asthma bronchiale, die Anaphylaxie, der Heuschnupfen und die Neurodermitis. |
| Alpha-1 Antitrypsin-Mangel | Der Mangel eines bestimmten Eiweißstoffes - des ?1-Antitrypsins. Ist bei einer relativ kleinen Gruppe von Patienten mit Emphysem (1%) für diese Erkrankung verantwortlich. Die Erkrankung wird vererbt. Das Fehlen der ?1 Proteasen-Inhibitoren führt zum Abbau von Lungengewebe vor allem durch Rauchen und durch die bei Infekten vermehrt auftretenden eiweißabbauenden Enzyme. |
| Alternative Therapie/Methode | Unter dem Begriff "alternative Therapie/Methode" fasst man Behandlungsmethoden zusammen, die nicht denen der Schulmedizin entsprechen und deren Wirksamkeit nicht gesichert ist. Einige dieser Behandlungsmethoden können tatsächlich eine vorübergehende oder anhaltende Verbesserung des Gesundheitszustandes bewirken. Es gibt aber auch Maßnahmen, die schaden anstatt zu helfen. Wenn Sie eine der alternativen Therapieformen ausprobieren, sollten Sie unbedingt Ihre vom behandelnden Arzt verordneten Medikamente weiterhin einnehmen. Sie sollten aber auch Ihren behandelnden Arzt darüber informieren. |
| Alveolen | Lungenbläschen Sie sitzen am Ende der feinsten Verzweigungen der Luftwege, den Bronchiolen und sind das Ende des feinverästelten Bronchialbaums. Die Alveolen/ Lungenbläschen sehen wie die Beeren einer Weintraube aus oder wie kleine elastische Schaumbläschen. In den Alveolen findet der Gasaustausch statt. Sauerstoff wird von der eingeatmeten Luft an den Körper - vertreten durch ganz feine Äderchen, die die Alveolen umschließen - statt. Den eingeatmeten Sauerstoff nehmen diese kleinen Blutgefäße (Kapillaren) auf und bringen ihn über das System der Blutgefäße zu allen Zellen des menschlichen Körpers. Das Kohlendioxyd, das im Körper im Rahmen der Stoffwechselvorgänge entsteht, geben die Kapillaren an die Alveolen ab, damit es ausgeatmet wird. |
| Alveolitis | Entzündliche Erkrankung der Lungenbläschen/ Alveolen. |
| Ambulante Rehabilitation | siehe Rehabilitation |
| Ampelsystem | Grün - Gelb - Rot kennzeichnet die Einstellung der Atemwegserkrankung mit dem Peakflow-Meter. Dabei misst der Patient seinen Peakflow regelmäßig (morgens) und ermittelt so die aktuellen Werte. Mit seinem Arzt hat er vorher vereinbart, welcher Wert sein persönlicher Bestwert ist und was beim Abweichen vom Bestwert zu tun ist. Liegt der gemessene Wert bei 80 - 100% des Bestwertes, ist alles o.k.: die Ampel zeigt grün. Liegt der gemessene Wert bei 50 - 80% des Bestwertes, ist Achtung geboten: die Ampel zeigt gelb. Der Patient sollte jetzt das tun, was er mit Seinem Arzt vereinbart hat, z.B. Erhöhung der Medikamentendosis. Liegt der gemessene Morgenwert unter 50% des Bestwertes, steht ein Notfall bevor: die Ampel zeigt rot. Jetzt soll der mit dem Arzt vereinbarte Notfallplan zum Einsatz kommen. |
| Analgetika | Schmerzmittel; Schmerzstillend wirken auch die entzündungshemmenden nichtsteroidalen (kortisonfreien) Antiphlogistika (die auch Antirheumatika genannt werden). Dazu gehört in erster Linie die Acetylsalicylsäure. Diese Präparate können bei Patienten, die dazu neigen, Asthmaanfälle auslösen. |
| Anamnese | Die Vorgeschichte der Erkrankung nach den Angaben des Patienten. Sie wird vom Arzt durch Befragen des Patienten erhoben. |
| Anaphylaktische Reaktion | Bedrohliche allergische Reaktion. Sie kann zum Kollaps und zu einem Schock führen (anaphylaktischer Schock). Bei fehlender ärztlicher Hilfe besteht die Gefahr, dass der Patient im anaphylaktischen Schock stirbt. |
| Anstrengungsasthma | Es wird auch Belastungsasthma genannt. Asthmasymptome treten bei und nach körperlicher Belastung verbunden mit Atemnot auf. |
| Anti-Leukotriene | Substanzen, die entzündungshemmend wirken. Anti-Leukotriene können bei leichtem bis mittelschwerem Asthma bronchiale in Ergänzung zu anderen Medikamenten eingesetzt werden. Sie eignen sich besonders gut zur Behandlung des sog. Anstrengungsasthmas. Sehr gute Wirkung bei der Therapie des kindlichen Asthmas. |
| Antiallergika | Gegen die Allergie wirkende Mittel. Die Antiallergika verhindern den Beginn einer allergischen Reaktion oder blockieren deren Ablauf. Antiallergika müssen regelmäßig eingenommen werden, auch wenn Atemnotbeschwerden nicht zu spüren sind, da sie nur 'vorbeugend' wirken. Bei bereits bestehender, akuter Atemnot helfen sie nicht. |
| Antibiotika | Antibiotika zerstören Bakterien und verhindern ihre Ausbreitung im Organismus. Antibiotika wirken mehr oder weniger stark auf Bakterien, nicht jedoch auf Viren. Mit einer Antibiotika-Therapie kann keine Erkältung, die auf einer Virus-Infektion basiert, bekämpft werden. Es kann aber eine so genannte bakterielle Superinfektion behandelt werden, wenn sie zur einer Erkältung hinzukommt. Antibiotika können verhindern, dass aus einer Erkältung eine eitrige Bronchitis wird und sich dadurch ein Asthma oder eine COPD immer weiter verschlechtert. Antibiotika müssen immer nach den Anweisungen des Arzt eingenommen werden - auch noch über das Abklingen des eventuell vorhandenen Fiebers hinaus. |
| Anticholinergika | Atemwegserweiternde Substanzen, die die Verkrampfung der Bronchialmuskulatur lösen und die übermäßige Schleimproduktion mindern. Sie werden meist bei der chronisch obstruktiven Bronchitis mit oder ohne Emphysem(COPD) eingesetzt. |
| Antigen | Eine Substanz, die den Körper zur Bildung von Antikörpern anregt und so eine Immunreaktion auslöst (Antigen - Antikörper-Reaktion). |
| Antigen-Antikörper-Reaktion | Abwehrmechanismus des menschlichen Organismus gegen fremde Substanzen. |
| Antihistaminika | Substanzen, die bei der Behandlung von Allergien dem Botenstoff Histamin entgegenwirken und so den Prozess, den ein Allergen über das vom Körper freigesetzte Histamin auslösen kann, unterbrechen. |
| Antikörper | Abwehrstoffe des Körpers, die Bestandteil des Abwehrmechanismus des Organismus sind. Durch eine Antigen-Antikörper-Reaktion machen sie Fremdkörper - wie Allergene oder Bakterien - die in den Organismus eingedrungen sind, unschädlich. |
| Antiphlogistika | Entzündungshemmende Mittel. Dazu gehören sowohl die Kortikoide als auch die sog. nichtsteroidalen Antiphlogistika, die meist als nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) bezeichnet werden. Alle diese Mittel dämpfen die Folgen einer Entzündung, wie Schmerz (Analgetika), Schwellung und Fieber. |
| Antitussiva | Hustenstillende Substanzen (z.B. Hustensaft). |
| Apnoe | Atemstillstand |
| Arteriolen | Extrem kleine Blutgefäße (Arterien) |
| Arzneimittel-Asthma | Überempfindlichkeitsreaktionen mit Asthmasymptomen bei der Anwendung von gewissen Schmerz- und Rheumamittel (z.B. Acetylsalycilsäure - Aspirin ®). Die gleiche Reaktion kann durch Kontrastmittel ausgelöst werden. |
| Asbestose | Asbestose ist eine Erkrankung, die durch das Einatmen von Asbest hervorgerufen wird. Sie macht sich durch Vernarbungen im Lungengewebe bemerkbar, die im Zuge der Entzündungsreaktionen entstehen - ausgelöst durch eingeatmete Asbestfasern. Patienten mit Asbestose haben auch ein erhöhtes Lungenkrebsrisiko. |
| Aspirin ® | siehe Acetylsalycilsäure |
| Asthma bronchiale | Das Wort 'Asthma' hat seinen sprachlichen Ursprung im Griechischen und bedeutet in etwa 'Keuchen' oder 'schweres Atmen'. Die Ursache des Asthma bronchiale ist eine dauerhafte - also chronische - Entzündung der Bronchialschleimhaut. Die entzündete Schleimhaut reagiert auf die verschiedensten Reize überempfindlich und löst so die mit dem Asthma bronchiale einhergehenden Beschwerden aus. Man spricht in diesem Zusammenhang von einem hyperreagiblen (= überempfindlichen) Bronchialsystem. Beschwerden (anfallsartige Atemnot) können beim Asthma bronchiale nicht nur durch Pollen, Tierhaare, Hausstaubmilben und andere Allergene (allergisches Asthma), sondern auch durch Zigarettenrauch, Smog, Küchendämpfe, Lösungsmittel bei Farben, Nebel, Kälte und Anstrengungen sowie Stress (nicht- allergisches Asthma) verursacht werden. 'Giemen' und 'Keuchen' sind die Folgen eines enger werdenden Bronchialsystems. Dessen innerer Durchmesser verringert sich durch - Verkrampfung der Bronchialmuskulatur - Schwellung der Bronchialschleimhaut - vermehrte Bildung eines zähen Bronchialschleims, der sich nur schwer abhusten lässt. |
| Asthma cardiale | Das sog. 'Herzasthma' beruht auf einer Funktionsstörung der linken Herzens infolge eines Rückstaus des Blutes in den beiden Lungenflügeln. Ursache dafür ist die schwache Pumpleistung des Herzens, die zu Atemnot und zum Husten führt. |
| Asthma-Diäten | Eine spezielle Asthma-Diät gibt es nicht. Eine gesunde, ausgewogene Ernährung ist jedem Menschen anzuraten. Bei Patienten mit allergischem Asthma und Nahrungsmitteltunverträglichkeit spielt jedoch die Ernährung eine große Rolle. Manche Patienten bekommen nach dem Verzehr von Nüssen Atemnot. Birkenpollenallergiker vertragen oft keine rohen Äpfel und kein Steinobst. Eine Beifußallergie kommt häufig zusammen mit einer Kreuzallergie gegen Sellerie, Karotten und Spargel vor. Bei gesicherter Sensibilisierung gegen bestimmte Lebensmittel kann es lebenswichtig sein, diese Lebensmittel zu meiden. |
| Asthmaanfall | Plötzlich anfallsartig auftretende schwere Atemnot. |
| Asthmasymptome | Asthma ist gekennzeichnet durch anfallsartig auftretende Atemnot und pfeifendes Atemgeräusch. Hinzu können Husten und Auswurf kommen. Beginnendes Asthma bronchiale macht sich häufig - vor allem bei Kindern - durch nächtlichen Husten bemerkbar. |
| Asthmatagebuch | Hier tragen sie ihre aktuell gemessenen aktuellen Peakflow-Werte ein. Neben diesen Werten sollen aber auch andere Besonderheiten ins Asthmatagebuch eingetragen werden, wie z.B. - Einsatz des Notfallsprays - persönliche Beschwerden (Husten, Auswurf, Atemnot) - Nächtliche Atemnot - andere Besonderheiten - wie Infekt, Fieber, verfärbter Auswurf. |
| Atemerleichternde Körperhaltungen | Bestimmte Körperhaltungen oder Körperstellungen erleichtern das Atmen. Die Bekanntesten sind dabei: - Seitenlage im Bett - Kutschersitz, wobei man im Sitzen die Unterarme auf die etwas gespreizten Oberschenkel legt, - Reitsitz, wobei man rittlings auf einem Stuhl sitzt und die Arme auf die Stuhllehne legt, - Abstützen im Stehen, wobei man sich mit einer Hand an einer Wand oder an einem Baum leicht abstützt. - Torhüterhaltung, wobei man sich breitbeinig hinstellt, den Oberkörper vorbeugt und die Hände auf die Oberschenkel legt und den Körper so abstützt. |
| Atemgymnastik | umfasst eine große Anzahl von Übungen zur Verbesserung der Atmung. Bei Atemwegserkrankungen - wie Asthma bronchiale und chronisch obstruktiver Bronchitis (COPD) - ist die aktive Mitarbeit der Patienten wichtig. Dazu gehört, dass der Patient richtig atmet. Dafür muss die gesamte Atemmuskulatur regelmäßig trainiert sowie die Zwerchfell- (Bauch-) Atmung, Brustatmung und Flankenatmung bewusst geübt werden. Darüber hinaus sollten atemerleichternde Körperhaltungen eingeübt werden. Für COPD-Patienten ist es zusätzlich wichtig, dass sie Übungen erlernen, die geeignet sind, das gestaute Bronchialsekret besser abzuhusten. |
| Atemhilfsmuskulatur | Das sind bestimmte Muskeln des Brustkorbs, die eine erschwerte Atmung (mechanisch) unterstützen können. Für die normale Atmung sind die Zwischenrippenmuskulatur und das Zwerchfell verantwortlich. |
| Atemnot | Atemnot ist immer subjektiv. Es handelt sich dabei um das Empfinden einer erschwerten Atmung eines einzelnen Menschen; es ist auf andere nicht zu übertragen. Atemnot ist ein subjektives Gefühl, es kann nur erfragt, aber nicht gemessen werden. Mögliche Ursachen von Atemnot: - Atemwege: Asthma bronchiale, COPD, gutartige und bösartige Tumore der Lunge. - Lungengewebe: bakterielle und virale Pneumonien (Lungenentzündungen) oder Tuberkulose, Lungenfibrosen (z.B. die sog. Staublunge), Lungenemphysem - Lungengefäße: Lungenembolie - Rippenfell: Entzündungen und Vernarbungen, Pneumothorax - Brustkorb: Kyphoskoliose, Morbus Bechterew, extremes Übergewicht - Herz: Leistungsminderung des Herzmuskels bei Hochdruck, Herzklappenfehlern, Rhythmusstörungen, nach Herzinfarkt - Psyche: Hyperventilation bei Angst, Schmerz oder Stress. |
| Atemnotanfall | Anfallsweise auftretende Atemnot, die von leichten bis schweren Beschwerden reichen kann. |
| Atemstoßtest | Ein Test, bei dem die Luftmenge gemessen wird, die bei kräftiger Ausatmung in einer Sekunde ausgeatmet/ ausgestoßen werden kann. Der Wert ist bei Asthma bronchiale und bei COPD durch die Verengung der Bronchien vermindert. |
| Atemtechniken | Die bekannteste Atemtechnik bei beginnender Atemnot ist die sog. 'Lippenbremse'. Sie verhindert das Kollabieren (Zusammenfallen) der Atemwege. Die Lippenbremse setzt den Atemwiderstand herab und erleichtert die Ausatmung. - Legen Sie die Lippen beim Ausatmen so übereinander, dass die Luft nur durch einen schmalen Spalt entweichen kann. - Lassen Sie ganz langsam die Luft ausströmen. Dabei sollten Sie die Wangen nur leicht blähen und die Luft langsam ausatmen (wie wenn sie ein Wattebällchen vor sich her blasen)- nicht herauspressen. Die Einatemtechnik dient der Erweiterung der Atemwege. - Atmen Sie extrem langsam und tief ein. - Halten Sie anschließend die Luft für einige Sekunden an. |
| Atemtherapie | Im Mittelpunkt der Atemtherapie steht das Erleben des Atmens. Durch Dehnungen, Bewegungen, Klänge, Tönen von Vokalen, innere Achtsamkeit und über Druckpunkte werden der Atem angeregt und die Atembewegung erweitert. Auf diese Weise soll der Atem bewusst erfahren und erlebt werden. Die Atemtherapie ist eine Möglichkeit, Fehlformen und Blockierungen der Atmung zu überwinden und den eigenen Atemrhythmus zu entdecken. Siehe auch Atemtherapieangebote der Österreichischen Lungenunion |
| Atemwegsobstruktion | Verengung des Luftwege (Bronchien) durch Krampf der Bronchialmuskulatur, Schwellung der Schleimhaut (Ödem), Verlegung der Luftwege durch zähen Schleim. |
| Atopie | erblich bedingte Allergieneigung. Sie beginnt meist in der Kindheit mit verschiedenen Allergien - wie z.B. Nahrungsmittelallergien, Neurodermitis und Heuschnupfen. |
| Auskultation | Abhören der im Körper entstehenden Geräusche mit einem Stethoskop (Hörrohr). Bei der Auskultation der Lunge nimmt man Atmungsgeräusche bzw. Rassel- und Reibegeräusche wahr. |
| Auswurf | Auswurf nennt man den beim Husten ausgespuckten Schleim. Andere Bezeichnungen dafür sind: Sekret, Bronchialsekret oder Sputum. Das Bronchialsystem von Patienten mit Asthma, vor allem aber von Patienten mit COPD produziert wesentlich mehr Schleim als dies bei Gesunden der Fall ist. Der Schleim ist in aller Regel auch noch extrem zähflüssig. Für die Betroffenen ist es oft sehr anstrengend, das Bronchialsystem von dem Sekret zu befreien. Eine spezielle Hustentechnik kann dabei helfen. |
| Autogenes Training | Das autogene Training ist eine Methode zur Selbstentspannung. Durch einfache, leicht erlernbare Übungen wird ein intensives Gefühl für den eigenen Körper erreicht. So kann es zu einer bewussten Beeinflussung der körperlichen Funktionen im Sinne von Entspannung kommen. Die Selbstentspannung wirkt auf Muskulatur (Schwereempfindung) und auf das Gefäßsystem des Körpers (Wärmeempfindung) ein. Darüber hinaus führt das autogene Training zu positiven Veränderungen im seelischen Bereich, z.B. bei Konzentrationsstörungen und Schlafstörungen. Durch regelmäßige tägliche Übungen kann sichergestellt werden, dass die erlernten Verhaltensweisen - selbst in kritischen Situationen angewendet - Erfolge erzielen, z.B. durch entspanntes Atmen, was dazu beitragen kann, einen Atemnotanfall ganz zu vermeiden oder mindestens erheblich abzuschwächen. Autogenes Training kann helfen, psychische Faktoren - die niemals alleinige Ursache des Asthma sind, aber durch Stress und Angst Auslöser akuter Atemnot sein können - besser in den Griff zu bekommen. |
| Autohaler | Der Autohaler ist ein Inhalationssystem, bei dem die Freigabe der Substanz aus dem Dosieraerosol allein durch das Einatmen (Atemzug gesteuert) erfolgt. Es muss also nicht darauf geachtet werden, dass der Druck auf das Dosieraerosol und die Einatmung zur gleichen Zeit erfolgen: Man setzt den Autohaler einfach an den Mund, umschließt das Mundstück mit den Lippen und atmet langsam und möglichst tief ein - schon wird die Substanz freigesetzt. |
| Bachblüten | (nach Edward Bach benannt) Voll entfaltete Blüten von Pflanzen werden morgens gepflückt und in Quellwasser gelegt. Es sollten Blüten von wild wachsende Pflanzen sein. Beginnen sie zu welken, werden sie heraus gepflückt. Die verbleibende Flüssigkeit wird mit Alkohol oder Wasser verdünnt und tropfenweise vom Patienten eingenommen. Wissenschaftliche Studien über den Erfolg der Therapie gibt es nicht. |
| Bakterien | Kleine einzellige Lebewesen, die verantwortlich für bakterielle Infekte sind. |
| Basisdiät | Damit soll bei Verdacht auf eine Nahrungsmittelallergie das verursachende Allergen herausgefunden werden. Dazu erhält der Patient im ersten Schritt eine allergenarme Basisdiät, die dann Schritt für Schritt durch weitere Nahrungsmittel ergänzt wird - bis die allergischen Reaktionen beobachtet werden. Dadurch ist das zuletzt hinzugekommene Nahrungsmittel als Allergieverursacher festgestellt. |
| Basistherapeutika | Auch Controller genannte Medikamente, die für die Basistherapie geeignet sind. |
| Basistherapie | Mit der Basistherapie (= Dauermedikation) werden die entzündlichen Vorgänge beim Asthma behandelt und eine langfristige Atemwegserweiterung sichergestellt. |
| Basophile | Weiße Blutkörperchen, an deren Oberfläche spezifische Antikörper haften und die Substanzen absondern, die eine allergische Reaktion auslösen. |
| Bauchatmung | Eine Atemtechnik, bei der zur Einatmung das Zwerchfell als wichtigster Muskel eingesetzt wird. Bei der Atemgymnastik lernt man diese Form der Atemtechnik. |
| Becherzellen | Schleimbildende Zellen in der Bronchialschleimhaut. |
| Beclometason | Kortikoid für die lokale (topische) Anwendung in Form von Dosieraerosol oder als Pulverinhalation. |
| Bedarfsmedikation | Einnahme eines bestimmten Medikaments nur bei Bedarf, z.B. bei akuter Atemnot. In der Therapie des Asthma bronchiale sind dies insbesondere Beta-Sympathomimetika, die schnell die Atemwege erweitern. |
| Belastungsasthma | Bei körperlicher Belastung treten Asthmasymptome auf - verbunden mit Atemnot. Man nennt es auch Anstrengungsasthma. |
| benign | gutartig |
| Berufsasthma | Bezeichnung von Asthma bronchiale, das durch berufsbedingte Schadstoffe hervorgerufen wird (z.B. Mehlstaub beim Bäcker, Holzstaub beim Tischler, Lösungsmittel der Farbe beim Maler, Lötdämpfe beim Elektriker). |
| Beta-(Rezeptoren-)Blocker | Medikamente zur Behandlung von Bluthochdruck und Herzerkrankungen, die allerdings eine Verkrampfung der Bronchien bewirken können. Deshalb sollten sie bei Asthmatikern nicht und bei Patienten mit COPD nur nach Abwägung der Vor- und Nachteile zum Einsatz kommen. |
| Beta-Adrenergika | siehe Adrenergika |
| Beta-Sympathomimetika | siehe Adrenergika |
| Betamethason | Kortikoid, das in Tablettenform und als Injektion zur Verfügung steht. |
| Betamimetika | Sammelbegriff für Substanzen, die Bronchien erweitern. Andere Begriffe dafür sind: Sympathomimetika bzw. Adrenergika. Adrenergika/Betamimetika gibt es als schnell/kurz wirkendes Spray oder als Pulver (= Notfallspray), aber auch als langwirkendes Spray oder Pulver. Darüber hinaus gibt es Adrenergika/Betamimetika als Tabletten, auch als sog. Retard-Tabletten. Das sind Tabletten, deren Wirkung lange anhält. Adrenergika/Betamimetika werden bei der Behandlung des Asthma bronchiale und der COPD eingesetzt. |
| BGA | siehe Blutgasanalyse |
| Bildgebende Verfahren | So bezeichnet man zusammenfassend z.B. Röntgenuntersuchungen, Computertomographie und Ultraschall. |
| Biopsie | Die Entnahme von Gewebe am Lebenden zur mikroskopischen Untersuchung. Die Entnahme kann z.B. anlässlich einer Endoskopie / Bronchoskopie (Lungenspiegelung) erfolgen. |
| Blutgasanalyse | Messung von Sauerstoff und Kohlendioxid im arteriellen Blut - wird bei Patienten mit schwerer COPD und bei Asthma bronchiale durchgeführt. Dazu wird ein Tropfen Blut aus dem Ohrläppchen entnommen und in einem Messgerät untersucht. Abkürzung für Blutgasanalyse: 'BGA' |
| Bodyplethysmograph ('Body') | Der Patient sitzt in einer geschlossenen, gläsernen Messkammer, die an eine Telefonzelle erinnert, und atmet durch ein Rohr, das mit einem Aufzeichnungs- und Analysegerät außerhalb der Messkammer verbunden ist. Die Messung des Atemwegswiderstandes und der Lungenkapazität mittels 'Body' ist die genaueste Methode zur Bestimmung der Lungenfunktion eines Patienten. Die Bodyplethysmographie wird in Lungenfacharztpraxen und in Kliniken durchgeführt. |
| Bodyplethysmographie | siehe Bodyplethysmograph |
| Botenstoffe | Das sind Substanzen, die freigesetzt werden, wenn das Bronchialsystem mit Fremdkörpern oder Bakterien in Berührung kommt. Die bekanntesten Botenstoffe sind das Histamin und die Leukotriene. |
| Bronchialbaum | Man spricht von einem Bronchialbaum, weil das Bronchialsystem mit der Luftröhre (Trachea) den Stammbronchien, Lappenbronchien, Segmentbronchien und den immer feiner werdenden Verästelungen bis hin zu den Bronchiolen und den Lungenbläschen (Alveolen) wie ein auf den Kopf gestellter Baum aussieht. |
| Bronchialinfekt | Bronchialinfekte werden durch Viren oder Bakterien verursacht. Bei Patienten mit COPD oder mit Bronchiektasien treten solche Bronchialinfekte relativ häufig auf. Sie sind mit harmlosen Erkältungen nicht zu vergleichen und sie schädigen das bereits geschädigte Bronchialsystem immer weiter, so dass dadurch eine permanente Verschlechterung der bestehenden Erkrankung verursacht wird. |
| Bronchialkarzinom (Bronchuskarzinom, Lun | ist die fachgerechte Bezeichnung für den sog. Lungenkrebs (Abkürzung: Bronchus-Ca). Es handelt sich dabei um eine bösartige (maligne) Geschwulst ausgehend von den Bronchien. Hauptursache ist das langjährige Zigarettenrauchen. Demgegenüber sind arbeitsplatzbezogene oder umweltbedingte Schadstoffe, wie z.B. Asbest, sehr viel seltener Auslöser eines Bronchialkarzinoms. |
| Bronchialmuskelkrampf | Darunter versteht man das z.B. durch Allergene oder durch Reizstoffe ausgelöste Zusammenziehen der Bronchialmuskulatur. Führt zur Verengung der Atemwege und zur Atemnot. |
| Bronchialmuskulatur | Muskeln, die in der Bronchialwand lokalisiert sind und die eine Verengung der Bronchien bewirken, wenn sie sich verkrampfen. |
| Bronchialschleim | Weitere Bezeichnung für Auswurf, Mucus, Schleim, Sekret, Sputum. |
| Bronchialschleimhaut | Die Bronchien sind mit einem sehr empfindlichen Flimmerepithel (Schleimhaut) ausgekleidet. Das Flimmerepithel mit den sog. Flimmerhärchen, fungiert als Transportsystem und befördert Fremdkörper - die am Schleim anhaften - aus dem Bronchialsystem hinaus. Unterhalb der Schleimhaut im Bindegewebe der größeren Bronchien befinden sich Muskelzellen, die das Bronchialsystem in der Regel offen halten. Nur bei Reaktionen, die zum Muskelkrampf führen, ziehen sich diese Muskeln zusammen und engen die Bronchien ein - es entsteht Atemnot. Die Schleimhaut enthält auch schleimbildende Becherzellen, Schleimdrüsen, aber auch Mastzellen und Entzündungszellen. |
| Bronchialsekret | siehe Schleim, Sputum, Mucus |
| Bronchialsystem | siehe Bronchialbaum |
| Bronchiektasen | Erweiterungen / Ausbuchtungen der Bronchialäste mit Neigung zu Schleimstau und Infektionen. Meistens irreversibel ( nicht rückgängig zu machen) |
| Bronchien | Aus der Luftröhre sich verzweigende Hauptäste (Stammbronchien), die sich im sog. Bronchialbaum immer stärker verzweigen bis hin zu den Bronchiolen, an deren Ende die Lungenbläschen (Alveolen) sitzen. Über die Bronchien wird die sauerstoffreiche Luft über die Verzweigungen zu den Lungenbläschen (Alveolen) geleitet und die kohlendioxidreiche Luft von den Alveolen aus dem Körper heraustransportiert. |
| Bronchiolen | sind die kleinsten Verästelungen der Bronchien im Bronchialbaum, an deren Ende die Lungenbläschen (Alveolen) sitzen. |
| Bronchiolitis | Entzündung der Bronchiolen (kleinsten Verzweigungen der Atemwege). |
| Bronchitis | Bei der Bronchitis handelt es sich um eine Entzündung der Bronchien. Bei den Bronchitiden unterscheidet man die - akute Bronchitis - chronische Bronchitis - chronisch obstruktive Bronchitis Die akute Bronchitis wird als Erkältung oder Infekt bezeichnet. Tritt die "akute Bronchitis" gehäuft auf, so kann das bereits der Beginn einer "chronischen Bronchitis" sein und sollte fachärztlich abgeklärt werden. Die chronische Bronchitis: Rauchen, auch Passivrauch, ist mit Abstand die häufigste Ursache der chronischen Bronchitis. Weitere Ursachen: Jahrelanges Einatmen von Rauch, Staub, Dämpfen am Arbeitsplatz, extreme Umweltverschmutzung. Die chronische Bronchitis ist gekennzeichnet durch anhaltenden, chronischen Husten, aber auch durch eine vermehrte Produktion von Schleim und durch sich verschlimmernde Atemnot. Der sog. "Raucherhusten", der beim starken Raucher zu beobachten ist, dient dazu, das Bronchialsystem vom Schleim zu befreien, da die feinen Flimmerhärchen, die normalerweise diese Aufgabe auch ohne Husten bewältigen, zugrunde gegangen sind. Bei der chronisch obstruktiven Bronchitis (COPD) kommt es zu einer Engstellung (Obstruktion) der Atemwege, wodurch diese Patienten zunehmend an Atemnot leiden. Die Verschlechterung ist schleichend und fortschreitend. So zeigt sich die Atemnot zuerst bei starker körperlicher Belastung (Treppensteigen) später dann aber auch schon bei leichteren körperlichen Tätigkeiten (bei normalem Gehen). Viele Patienten mit einer COPD bagatellisieren ihre Atemnot und führen sie z. B. auf das zunehmende Alter oder auf das Körpergewicht zurück. In den seltensten Fällen wird die COPD als Ursache für die schleichende Verschlechterung der körperlichen Belastbarkeit und die sich verstärkende Atemnot gesehen. Unbehandelt sterben Patienten mit dieser Erkrankung durchschnittlich 10 Jahre früher als ein Menschen mit einer gesunden Lunge. Die COPD und die daraus resultierenden Folgeerkrankungen stehen an 4. Stelle der Haupttodesursachen. |
| Broncho-Vaxom | Immuntherapeutikum zur Stärkung des Immunsystems gegen wiederkehrende bakterielle Infekte. |
| Bronchoalveoläre Lavage (BAL) | Im Rahmen einer Fiberglasbronchoskopie wird ein Lungensegment mit 100-300 ml einer physiologischen Kochsalzlösung gespült. Mit dieser Spülflüssigkeit lassen sich Zellen der Bronchiolen und Alveolen gewinnen, die im Labor untersucht werden. Auf diese Weise lassen sich bestimmte Lungengewebserkrankungen feststellen. |
| Bronchodilatatoren | Arzneimittel, Atemwegserweiternd wirken. Adrenergika, Beta-2-Adrenergika, Beta-2-Sympathomimetika, aber auch Anticholinergika gehören dazu. Werden zur Behandlung von Atemnot-Anfällen verwendet. Sie wirken auch vorbeugend. |
| Bronchopneumonie | Lungenentzündung |
| Bronchoskop | Dünnes, biegsames, schlauchartiges Instrument mit einer Optik an der Spitze, das in die Luftröhre und die Atemwege eingeführt wird und auf diese Weise eine Untersuchung des Bronchialsystems ermöglicht. Bei Bedarf können mit dem Bronchoskop auch Gewebeproben oder Schleim dem Bronchialsystem entnommen werden. Für bestimmte Untersuchungen werden starre Rohre (starre Bronchoskopie, stets in Narkose) verwendet. |
| Bronchoskopie | Untersuchung des Bronchialsystems mittels eines Bronchoskops. Spiegelung der Atemwege. |
| Bronchospasmolyse | bedeutet die Lösung (Lyse) von Krämpfen (Spasmen) in den Bronchien. |
| Bronchospasmolytikum | ist ein Medikament, das einen Muskelkrampf (Spasmus) in den Bronchien löst (Lösung = Lyse). Es lassen sich drei Gruppen unterscheiden: - Beta-Adrenergika bzw. Betamimetika Die Substanzen wirken wie das körpereigene Hormon Adrenalin. Adrenalin ist die am stärksten bronchienerweiternde Körpersubstanz. Weitere Wirkungen des Adrenalin: Es verursacht z.B. Herzklopfen, Zittern, Aufregung etc. Heute gibt es vom Adrenalin abgeleitete Medikamente, die selektiver, hauptsächlich nur auf die Bronchien wirken: Beta-Adrenergika mit kurzer (2-4 Stunden) und langer (bis zu 12 Stunden) Wirkungsdauer, als Dosieraerosol oder Pulverinhalation. Außerdem gibt es länger wirkende Beta-Adrenergika in Tablettenform. - Anticholinergika sind ebenfalls Bronchospasmolytika. Sie werden heute als Dosieraerosole und als Pulverinhalation angeboten. - Theophyllin ist ein dritter Wirkstoff mit bronchialerweiternder Wirkung, der unter den verschiedensten Bezeichnungen in retardierter Tablettenform und als sofort wirksame Lösung (Tropfen) für Notfälle im Handel ist. Die krampflösende Wirkung ist allerdings schwächer als die der Beta-Adrenergika oder der Anticholinergika. |
| Bronchospasmus | Verkrampfung der Bronchialmuskulatur, dadurch Verengung der Atemwege und Auftreten von mehr oder weniger schwerer Atemnot sowie pfeifenden Atemgeräuschen. |
| Brustatmung | Bei der Beobachtung Ihrer Atmung (Hände auf den Brustkorb legen) können Sie feststellen, dass Sie entweder durch Ausdehnung des Brustkorbs (Brustatmung) oder durch Ausdehnung Ihres Bauches (Zwerchfellatmung, Bauchatmung) Luft einatmen. Bei der Atmung spielt die Atemmuskulatur eine wichtige Rolle. Zwischen Brust- und Zwerchfellatmung können Sie bewusst wählen. |
| Brustfell | siehe Pleura |
| Budesonid | Kortikoid, das für die lokale (topische) Anwendung in Form von Dosieraersol oder Pulverinhalation zur Verfügung steht. |
| Bullektomie | Entfernung einer großen Emphysemblase. |
| Ca | Abkürzung für Carcinom / Karzinom / Tumor (Krebs) |
| Chemotherapie | Medikamentöse Behandlung eines Tumors. |
| Chronisch | Lange bestehend, langsam sich entwickelnd, langsam verlaufend. |
| Chronisch obstruktive Bronchitis (COPD) | Die Vorstufe zur chronisch-obstruktiven Bronchitis ist die chronische Bronchitis. Diese liegt vor, wenn "Husten und Auswurf an den meisten Tagen während dreier Monate in zwei aufeinander folgenden Jahren" bestehen. Kommt zu Auswurf und Husten noch eine Atemnot hinzu, handelt es sich um eine "COPD", wie die chronisch-obstruktive Bronchitis im Englischen heißt. Dabei ist durch die dauernde Verengung der Bronchien vor allem die Ausatmung behindert. Die Abkürzung "COPD" ist ein Sammelbegriff für die chronisch-obstruktive Bronchitis und das Lungenemphysem. Beide Krankheitsbilder sind dadurch gekennzeichnet, dass der Luftstrom vor allem beim Ausatmen behindert ist und sich im Lauf der Jahre neben der Atemnot ein Gefühl der "Überblähung" entwickelt. Husten und übermäßige Schleimproduktion sind weitere Symptome. Die Verschlechterung ist schleichend. So zeigt sich Atemnot zuerst nur bei starker körperlicher Belastung, später aber bereits bei leichterer körperlicher Tätigkeit. Zuerst ist das Treppensteigen belastend, schließlich schon das normale Gehen. Viele Patienten mit einer chronisch obstruktiven Bronchitis bagatellisieren ihre Atemnot und führen sie auf alle möglichen Ursachen zurück: auf das Alter, das Übergewicht und andere Dinge mehr. |
| Chronische Bronchitis | Die Vorstufe zur chronisch-obstruktiven Bronchitis. Sie ist gekennzeichnet durch chronischen Husten, eine vermehrte Schleimproduktion. Es besteht ein enger Zusammenhang zwischen Rauchen und der chronischen Bronchitis. Chronische Bronchitiker neigen stärker als der Rest der Bevölkerung zu Bronchialinfekten. Solche Infekte sind nicht mit harmlosen Erkältungen zu vergleichen, weil sie das bereits geschädigte Bronchialsystem immer weiter schädigen und damit eine permanente Verschlechterung der Erkrankung verursachen. |
| Chronopharmakologie | Unter Chronopharmakologie versteht man die Anpassung der Verordnung von Arzneimitteln an die "innere Uhr" (Zeit = cronos, Arzneimittel = pharmakon). Die Funktionen des menschlichen Körpers - wie Blutdruck, Körpertemperatur, Hormonpro- duktion (z.B. Kortisonproduktion) - unterliegen tageszeitlichen Schwankungen. Sie werden durch die innere Uhr einem zirkadianen (24 Stunden)-Rhythmus angepasst. So ist in den frühen Morgenstunden eine besonders erhöhte Aktivität bezüglich der Ausschüttung von körpereigenem Kortison zu beobachten - der Körper bereitet sich auf den Tag vor. Gleichzeitig nimmt in den Nachtstunden der Widerstand der Bronchien zu. Bei der Behandlung chronischer Erkrankungen ist der tageszeitliche Unterschied der "inneren Uhr" zu berücksichtigen. Es ist daher besser z.B. Kortisontabletten in den Morgenstunden einzunehmen als am Abend. Es kann zum Beispiel auch sinnvoll sein, Atemwegserweiternde Medikamente spät abends zur Bekämpfung der nächtlichen Obstruktion zu verabreichen. Je mehr die "innere Uhr" in der Therapie berücksichtigt wird, desto erfolgreicher wird die Therapie bei möglicherweise geringeren Dosen der verabreichten Medikamente sein. |
| Compliance | Die Heilung vieler Krankheiten setzt ein kooperatives Verhalten des Patienten voraus. Im medizinischen Sinne kann man Compliance also mit Therapietreue oder konsequentem Befolgen der ärztlichen Ratschläge übersetzen. Besonders wichtig ist Compliance bei chronisch Kranken in Bezug auf die Einnahme von Medikamenten oder der Veränderung des Lebensstils. Das Gegenteil von Compliance ist die Non-Compliance, d.h. die Unzuverlässigkeit bei der Durchführung der vereinbarten Therapiemaßnahmen. Non-Compliance ist leider keine Seltenheit. Viele Patienten vergessen ihre Medikamente zu nehmen oder sie meinen, auf die Medikamente verzichten zu können, wenn es ihnen wieder besser geht. Das kann jedoch sehr gefährlich sein, weil gerade bei chronischen Atemwegs- und Lungenerkrankungen Medikamente Anfallsvorbeugend und zur Vermeidung einer Krankheitsverschlechterung genommen werden sollen, z.B. Kortison. |
| Computertomographie (CT) | Bildgebendes Verfahren Die Röntgenstrahlen, die durch den Patienten geschickt werden, werden von mehreren Detektoren gleichzeitig aufgezeichnet. Der Vergleich zwischen ausgesandter und gemessener Strahlungsintensität gibt Aufschluss über die Abschwächung der Strahlung durch das zu untersuchende Gewebe. Die Daten werden mittels eines mathematischen Verfahrens im Computer zu einem Volumendatensatz zusammengefügt, aus dem man Schnittbilder und 3D-Ansichten in beliebigen Ebenen herstellen kann. Zur Untersuchung eines Organs wird in der Praxis meist eine Serie von Schnittbildern angefertigt. Allerdings ist die CT Untersuchung im Vergleich zur normalen Röntgenaufnahme mit einer höheren Strahlenbelastung verbunden. |
| Controller | Medikamente zur Dauertherapie, die gegen die Entzündung der Bronchialschleimhaut eingesetzt werden. Dazu zählen Kortikoide, Leukotrienantagonisten, Theophyllinpräparate und Kombinationen, die Kortikoide und langwirksame Beta-Sympathomimetika (LABA) enthalten. |
| COPD | Als COPD (chronic obstructive pulmonary disease) wird die chronisch obstruktive Bronchitis mit oder ohne Emphysem bezeichnet. Besonderes Merkmal ist für die COPD die schleichend fortschreitende Verschlechterung der Lungenfunktion mit zunehmender Verengung der Atemwege verbunden mit der Überblähung des Lungengewebes. Dadurch entsteht eine Störung der Sauerstoffaufnahme durch die Lungenbläschen (Alveolen) und eine Belastung des Herzens (Cor pulmonale). Symptome der COPD sind Husten, Auswurf und Atemnot. Während anfangs Atemnot nur unter starker körperlicher Belastung auftritt, wird die Luft später bereits bei leichten Belastungen knapp. |
| Cor pulmonale | Durch erhöhten Blutdruck im Lungenkreislauf infolge chronischer Lungenerkrankungen (z.B. COPD, Alveolitis, Fibrose) kommt es zu krankhafte Veränderung der rechten Herzkammer. Die Rechtsherz-Insuffizienz, die durch das Cor pulmonale entsteht, macht sich durch Atemnot bemerkbar. |
| Corticoide | Dem körpereigenen Kortisol sehr ähnliche Substanzen, die eine starke entzündungshemmende und das Immunsystem dämpfende Wirkung haben. Sie werden heute in der Therapie nahezu aller kortisonpflichtiger Krankheiten eingesetzt. Kortikoide können in Form von Tabletten eingenommen, als Aerosol oder Pulverinhalat inhaliert werden, als Injektion in die Vene gespritzt, als Salbe, Creme oder Lösung auf der Haut angewandt werden. Depot-Präparate, die früher viel verwendet wurden und in den Muskel gespritzten werden, werden heute aus Gründen der Nebenwirkungen (unnötige Störung der Nebennierenrindenfunktion) abgelehnt. Nach Injektion in eine Vene oder Einnahme von Tabletten verteilt sich das Kortison über den ganzen Körper, daher spricht man auch von einer systemischen Therapie. Bei lokaler (topischer oder örtlicher) Anwendung konzentriert sich das Medikament auf das betreffende Organ und hat nur wenig Nebenwirkungen. In der Asthma-Therapie sind Kortikoide unverzichtbar, da sie die am stärksten wirksamen Entzündungshemmenden Medikamente sind und. auf verschiedenen Ebenen in den Krankheitsprozess chronischer Atemwegserkrankungen eingreifen: - Sie reduzieren den Entzündungsprozess. - Sie stabilisieren die Zellmembran. - Sie vermindern die Schleimhautschwellung. - Sie reduzieren die Schleimproduktion. - Sie dämpfen die Übererregbarkeit (Hyperreagibilität) des Bronchialsystems. - Sie verbessern die Wirksamkeit der Beta-Adrenergika. Nach Einnahme von Tabletten oder Injektion/Infusion beginnt die Wirkung der Kortikoide nach etwa einer halben Stunde und erreicht ihre höchste Wirkstärke nach sechs bis acht Stunden. Daher wirken sie nicht im akuten Asthmaanfall. Es müssen gleichzeitig atemwegserweiternde Medikamente gegeben werden. Die inhalative Therapie hat eine Anlaufszeit von mehreren Tagen und eignet sich daher ebenfalls nicht für die Behandlung eines akuten Asthmaanfalls oder einer plötzlich auftretenden Verschlechterung des Krankheitsbildes. Kortikoide sind die Basistherapie des Asthma bronchiale, sie müssen permanent eingenommen werden um die Entzündung in den Bronchien zu kontrollieren. Die Kortikoide hemmen die Entzündung erst in höheren Dosen als sie der Körper unter normalen Lebensumständen produziert. Deshalb führt die systemische Anwendung (Tabletten Infusionen oder Injektionen) zu einem Hormonüberschuss im Organismus. Dadurch entstehen unerwünschte Nebenwirkungen, wie Gewichtszunahme, Vollmondgesicht, Störung von Stoffwechselvorgängen im Körper und Hemmung der körpereigenen Cortisolproduktion. Nebenwirkungen hängen von der Höhe der Dosis und der Dauer der Anwendung ab, daher muss immer die kleinste, noch wirksame Dosis verabreicht werden. Das Nebenwirkungsrisiko ist bei ausschließlich inhalativer Therapie sehr viel geringer und daher sollte diese bevorzugt werden. |
| Corticosteroide | In der Nebennierenrinde hergestellte Hormone. |
| Cortisol | Ein Hormon, das in der Nebennierenrinde gebildet wird und zur Gruppe der Glukokortikoide gehört. Ist für die Aufrechterhaltung des Lebens und die Anpassung des Körpers an Belastungen (Stress) verantwortlich ist. Für die Behandlung des Asthmas, wird es heute nicht mehr verwendet, da es auch den Mineralhaushalt beeinflusst und dadurch zu gefährlichen Nebenwirkungen führen kann. |
| Cortison | Die erste in der Nebennierenrinde nachgewiesene hormonale Substanz, die aber nur eine Vorstufe der eigentlichen Wirkform Cortisol darstellt. Cortison wurde in den Jahren 1936-1940 isoliert. Später stellte sich heraus, dass Cortison eine Vorstufe des eigentlichen Hormons Cortisol (Hydrocortison) ist. Synthetische Cortison-Varianten sind u. a. das Prednison, Prednisolon, Methylprednisolon, Betamethason, Dexamethason, Triamcinolon und Paramethason. Prednison und Prednisolon können im Körper ineinander umgewandelt werden und sind wirkungsgleich. Ihre Wirkung entspricht etwa dem Fünffachen der Kortisonwirkung. Kortison wird heute nicht mehr verwendet. Sein Name wird aber im täglichen Umgang anstelle von Kortikoiden verwendet. Im englischen Sprachgebrauch wird oft einfach Steroide gesagt. |
| Cromoglicin | Eine entzündungshemmende Substanz (DNCG). Cromoglicin ist in seiner Wirkung jedoch wesentlich schwächer, als Cortison. Es wird immer weniger eingesetzt. |
| Dauermedikation | Regelmäßige Einnahme eines oder mehrerer Medikamente, solange die Krankheit, die behandelt werden muss, besteht. |
| Dexamethason | ist ein Glukokortikoid, welches entzündungshemmend und dämpfend auf das Immunsystem wirkt. Es gehört zu den langwirkenden Glukokortikoiden, wirkt rund 30-mal stärker als die körpereigenen Produkte. Corticoid, das in verschiedenen Dosierungen, in Tablettenform oder für Injektionszwecke, zur Verfügung steht. |
| Differenzialdiagnose | Viele Erkrankungen zeigen Symptome, die auch auf andere Erkrankungen hinweisen könnten. Durch eine Differenzialdiagnose zieht der Arzt alle Krankheiten in Betracht, die die vorliegenden Symptome aufweisen, um die richtige Diagnose stellen zu können.. |
| Diskus | Der Diskus ist ein Inhalationsgerät zur Pulverinhalation. |
| DNCG | Dinatriumcromoglycat. Siehe Cromoglicin |
| Dosieraerosol | Ein Inhalationsgerät zur Abgabe von Medikamenten in Form eines Sprays (Aerosols), das bei jedem Sprühstoß (Hub) das Medikament als Gas-Wirkstoff-Gemisch (Aerosol) in bestimmter Menge und gleichbleibender Zusammensetzung zum Inhalieren freigibt. |
| Düsenvernebler | Elektrisch betriebenes Inhalationsgerät mit einer bestimmten Technik zur Aerosolherstellung. In allen Situationen, in denen aus technischen Gründen Pulver- oder Dosieraerosole nicht zur Anwendung geeignet sind, können ersatzweise auch Düsenvernebler verwendet werden. Im Gegensatz zu den Ultraschallverneblern lassen sich damit auch kleine Mengen hochwirksamer Medikamente vernebeln. Dafür stehen offene Lösungen von DNCG, Beta-Mimetika, Anticholinergika und Glukokortikoiden zur Verfügung. Als Basislösung kann physiologische Kochsalzlösung verwendet werden. Die vorzulegende Menge sollte 3 - 4 ml für eine Inhalation nicht übersteigen, damit diese nicht länger als 10 bis 15 Minuten dauert. |
| Dyskrinie | Als Dyskrinie wird die Bildung eines von der Norm abweichenden Drüsensekretes bezeichnet. Der Begriff wird vor allem in Zusammenhang mit den Schleimdrüsen der Bronchialschleimhaut benutzt und bezeichnet hier die Sekretion eines glasigen, abnorm zähen, schwer abhustbaren Schleimes. |
| Dyspnoe | ist der Fachausdruck für Atemnot oder Luftnot, das subjektive Gefühl, nicht genug Luft zu bekommen, atemlos zu sein. Kann ausschließlich unter Belastung, aber auch im Ruhezustand auftreten. Die beschleunigte Atmung im Rahmen körperlicher Anstrengung wird von gesunden Menschen meist nicht als Luftnot empfunden. Tritt die Luftnot bereits in Ruhe auf, spricht man von einer Ruhedyspnoe. |
| Easy Haler | Der Easy Haler ist ein Pulverinhalator. Beim Easy Haler wird zuerst die Substanz freigesetzt und anschließend eingeatmet. |
| EEG | Das Elektroenzephalogramm ist die graphische Darstellung der Messung der summierten elektrischen Aktivität des Gehirns durch Aufzeichnung der Spannungsschwankungen an der Kopfoberfläche. |
| Eigenblutbehandlung, klassische | Dem Patienten wird Blut aus einer Vene entnommen und an anderer Stelle intramuskulär wieder in den Körper gespritzt. Dadurch soll ein unspezifischer Reiz auf die Abwehrkräfte des Körpers ausgeübt werden. Das körpereigene Blut dient hier als Fremdkörperreiz. Als Unverträglichkeitsreaktionen können Schwindel, Kopfschmerz, Nesselausschlag, Fieber, Herzklopfen, Blutvergiftung und sogar Schock auftreten. Die Übertragung von Infektionen ist durch Verunreinigung des entnommenen Blutes möglich. |
| EKG | Elektrokardiogramm - ist die Aufzeichnung der Summe der elektrischen Aktivitäten aller Herzmuskelfasern. Die Untersuchung ermöglicht, Störungen des Herzrhythmus und Schädigungen des Herzmuskels zu erkennen. |
| Elektroenzephalogramm | Siehe EEG |
| Elektrokardiogramm | Siehe EKG. |
| Emphysem | Chronische Lungenerkrankung in Form einer irreversiblen (nicht rückgängig zu machenden) Überblähung des Lungengewebes, bei der aus vielen kleinen Lungenbläschen (Alveolen) wenige, größere Lufträume entstehen. Hierdurch verliert die Lunge ihre Elastizität, sie enthält weniger Gewebe und mehr Luft (Überblähung). |
| Endoskop | ein Gerät, mit dem das Innere von lebenden Organismen, aber auch technischen Hohlräumen, durch Bildgebung untersucht werden kann. Dünnes, starres oder biegsames, schlauch- oder rohrartiges Instrument mit einer Optik an der Spitze des Geräts zur Untersuchung von Körperinnenräumen, z.B. der Bronchien mit dem Bronchoskop, Magen mit dem Gastroskop. Die ältesten und einfachsten noch im Gebrauch befindlichen Endoskope bestehen aus einem starren Rohr, durch welches das notwendige Licht hineingespiegelt wird und wodurch man mit dem bloßen Auge sieht. Daher spricht man volkstümlich vom "gespiegelt werden" (Magenspiegelung oder Lungenspiegelung). |
| Endoskopie | Bezeichnung für alle Verfahren, mit einem Endoskop Körperinnenräume zu untersuchen - z.B. der Bronchien per Bronchoskop. |
| Entspannungstechniken | Dadurch werden körperliche und emotionale Anspannung oder Erregung verringert, die Empfindlichkeit für Belastungssituationen reduziert und ein Zustand der Entspannung und des Wohlbefindens herbeigeführt. Psychische Anspannung, innere Verspannung, Ängstlichkeit, Nervosität kann das Asthma verschlimmern. Für Atemwegserkrankte ist es wichtig, eine oder mehrere Entspannungstechniken zu kennen und wenigstens eine davon zu beherrschen. Dabei ist es gleichgültig, ob autogenes Training, Yoga oder Muskelentspannung nach Jacobson Praktiziert werden. |
| Entzündung | eine charakteristische Antwort von Gewebe auf einen äußeren oder innerlich ausgelösten Reiz mit der Funktion, den Schädigungsreiz zu beseitigen oder zu reparieren. Eine Entzündung kann in einem umschriebenen Gebiet oder als systemische Entzündungsreaktion vorliegen. Eine Entzündung ist also eine vom Bindegewebe und den Blutgefäßen getragene Reaktion des Organismus auf eine von innen (Autoimmunreaktion) oder von außen (Verletzung, Verbrennung, Schädigung durch Chemikalien oder Krankheitserreger) kommende Reizung. Sie ist gekennzeichnet durch Rötung, Überwärmung, Schwellung, Schmerz und Funktionsbehinderung. Dem Asthma liegt eine Entzündung der Bronchialschleimhaut zu Grunde. Deshalb ist die Beseitigung dieser Entzündung erstes Ziel der Behandlung. Dazu werden Kortikoide benötigt. |
| Enzym | Eiweißkörper, die als Katalysatoren im Körper wirken. Enzyme spielen eine tragende Rolle im Stoffwechsel. Der überwiegende Teil biochemischer Reaktionen, von der Verdauung bis hin zum Kopieren der Erbinformation, wird von Enzymen katalysiert und gesteuert. Ohne Enzyme wäre ein geordneter Stoffwechsel und damit Leben nicht möglich. |
| Epidemiologie | Lehre von den Ursachen und von der Verbreitung von Erkrankungen |
| Epinephrin | auch Adrenalin genannt ist ein im Nebennierenmark gebildetes und in Stresssituationen ins Blut ausgeschüttetes Hormon. Als Stresshormon verursacht Adrenalin eine Steigerung der Herzfrequenz, einen Anstieg des Blutdrucks und eine Erweiterung der Atemwege. Adrenalin, wird in Notsituationen zur Behandlung akuter Bronchialmuskelkrämpfe und anaphylaktischer Reaktionen eingesetzt. |
| Ergospirometrie | Messung der Veränderungen der Atmung und des Kreislaufs unter definierter körperlicher Belastung z.B. am Laufband oder am Fahrradergometer |
| Exazerbation | Verschlimmerung bei chronischen, schubweise verlaufenden Erkrankungen. Akuter Schub, Verschlechterung, Wiederaufflackern eines Krankheitszustandes. Bei chronischen Atemwegs-/ Lungenerkrankungen kann die Ursache ein schwerer Bronchialinfekt sein. |
| Expektorantien | Arzneimittel, die den Auswurf von Bronchialsekret fördern. Mittel, die zähes Bronchialsekret verflüssigen sollen und so das Abhusten erleichtern. |
| Expektorat | Auswurf beim Husten |
| Exposition | Kontakt eines chemischen, physikalischen oder biologischen Agens mit einem Organismus. In der Medizin werden immer ungünstige Einwirkungen als Exposition bezeichnet, z.B. wenn ein Pollenallergiker dem Allergen (z.B. Birkenpollen) ausgesetzt wird. |
| Exspiration | Ausatmung |
| Exspiratorisches Reservevolumen | Die Luftmenge, die nach einer normalen Ausatmung zusätzlich noch ausgeatmet werden kann. |
| Extremitäten | Arme und Beine |
| Extrinsic Asthma | bedeutet von außen kommend, von außen gegebener Einfluss. Asthma bronchiale, das durch Allergene verursacht wird. |
| FCKW | Fluorchlorkohlenwasserstoffe; die als Treibgase oder Kältemittel verwendet werden. FCKW sind Kohlenwasserstoffe, bei denen Wasserstoffatome durch Chlor beziehungsweise Fluor ersetzt wurden. Hierbei handelt es sich um ein Treibgas, das früher grundsätzlich für Dosieraerosole verwendet wurde und das zur Zerstörung der Ozon-Schicht beitrug. Inzwischen wurde es in nahezu allen Dosieraerosolen durch andere Treibgase ersetzt. Außerdem werden mehr und mehr Substanzen ganz ohne Treibgas als Pulverinhalation angeboten. |
| Fenoterol | ein medikamentöser Wirkstoff aus der Gruppe der ?-Sympathomimetika, der als Spray zur Inhalation verabreicht wird und in der Lunge über die Bindung als Agonist an den ?2-Adrenorezeptoren der Bronchialmuskulatur eine Weitstellung (Bronchodilatation) der Atemwege bewirkt. Gehört zur Gruppe der kurzwirksamen Adrenergika / Betamimetika / Sympathomimetika und wirkt schnell bronchialerweiternd. Liegt als Inhalationslösung, Pulver oder Dosieraerosol (Spray) vor und gilt als 'Notfall-Spray'. |
| Feuchtinhalation | Erfolgt mit einem elektrischen Inhalationssystem (z.B. Pariboy). Zur Inhalationstherapie können Betamimetika, Anticholinergika, Kortison, Sekretolytika, Kochsalz und in seltenen Fällen Antibiotika verwendet werden. Besonders für Kinder ist diese Art der Inhalation günstig. |
| FEV1 | Ist dasjenige Volumen, das innerhalb 1 Sekunde aus maximaler Einatmungslage forciert ausgeatmet werden kann. Die Messung des FEV1 (forciertes Ausatemvolumen in der ersten Sekunde oder Sekundenkapazität) ist eine einfache Methode um eine obstruktive Lungenfunktionsstörung zu erfassen. |
| Fibrose | ist eine Entzündungsreaktion des Lungengewebes mit einhergehender Bildung von Bindegewebe zwischen den Lungenbläschen (Alveolen) und den sie umgebenden Blutgefäßen. Damit werden die Lungenbläschen und die sie umgebenden kleinsten Blutgefäße (Kapillaren) zerstört und die Sauerstoffaufnahme bzw. die Kohlendioxidabgabe gestört. Auslöser können eingeatmete organische Stoffe (z.B. von Tieren) oder anorganische Stäube (Silikose), aber auch nicht-inhalative Schadstoffe , z. B. Medikamente, Strahlen, Infektionen durch Bakterien, Viren oder Pilze können zur Lungenfibrose führen. Oft ist die Ursache unbekannt. |
| Flankenatmung | Atemform, bei der die Einatmung durch Einziehung der unteren seitlichen Zwischenrippenräume ermöglicht wird. |
| Flimmerepithel | Schleimhaut, die die Bronchien auskleidet und sich durch Flimmerhärchen (Zilien) auf der Zelloberfläche auszeichnet. Das Flimmerepithel besitzt einen ausgeklügelten Selbstreinigungsmechanismus. Die beweglichen Zilien kleiden die Atemwege wie ein dichter Rasen aus. Ihre koordinierte Bewegung ist in Richtung Rachen gerichtet. Dadurch wird der Schleim und die in die Atemwege eingedrungenen, kleineren Fremdkörper und Mikroorganismen ständig aus den Atemwegen befördert. |
| Flimmerhärchen | Die gesamte Oberfläche der Bronchialschleimhaut ist mit Zellen mit kleinen Härchen ausgekleidet. Diese Flimmerhärchen haben die Aufgabe - ähnlich einem Fließband - kleine Fremdkörper, z. B. Staubpartikel oder Allergene und andere Fremdstoffe aus dem Bronchialsystem heraus zu transportieren. Zu diesem Zweck schlagen und flimmern die Härchen unaufhörlich Richtung "Ausgang des Bronchialsystems" - sprich Luftröhre bzw. Mund. Damit sich die Partikel und Fremdkörper gut durch die Flimmerhärchen transportieren lassen, bildet sich auf der Oberfläche der Schleimhaut - über den Zilien - ein Film aus Bronchialschleim. Die Flimmerhärchen auf der Bronchialschleimhaut kann man sich wie einen feinen Rasen vorstellen. Zigarettenrauchen zerstört diesen zarten Saum. Das Fließband kann seine Aufgabe nicht mehr erfüllen. Gleichzeitig wird immer mehr Bronchialschleim produziert, der außerdem zähflüssiger als normal ist. Das Reinigungssystem des Bronchialsystems funktioniert nicht mehr - der Patient beginnt zu husten, um die Fremdpartikel und den Schleim aus dem Bronchialsystem heraus zu befördern: die chronische Bronchitis hat sich entwickelt. |
| Flunisolid | Kortikoid, das in Form eines Dosier-Aerosols im Handel ist. |
| Fluticason | Kortikoid, das als Dosier-Aerosol und Pulverinhalation im Handel ist. |
| Flutter | Kleines Gerät in Form einer Tabakspfeife. Der Patient - z.B. mit COPD - nimmt das Gerät in den Mund und atmet durch das Gerät aus. Dadurch bewegt er mit dem Luftstrom eine Kugel im 'Pfeifenkopf'. Das Vibrieren überträgt sich auf seinen Brustkorb und löst so den festsitzende Schleim. |
| Formoterol | Lang wirksames Adrenergikum / Betamimetikum / Sympathomimetikum. Ist als Dosieraerosol und Pulverinhalation im Handel. |
| Funktionelle Residualkapazität (FRC) | Das Luftvolumen, das nach einer normalen Ausatmung noch in der Lunge verbleibt. |
| Fußreflexzonen-Massage | Eine physiotherapeutische Behandlungsform, die zu den alternativmedizinischen Behandlungsverfahren gezählt wird. Die Fußsohle wird landkartenähnlich in Zonen eingeteilt. Durch Massage dieser Zonen möchte man ein inneres Organ erreichen und beeinflussen. Befürworter der Therapie gehen davon aus, dass sie in der Schmerztherapie und bei Durchblutungsstörungen übliche medizinische Verfahren ergänzen kann. |
| FVC | Forcierte Vitalkapazität: Gesamte Luftmenge, die nach tiefem Einatmen durch maximale Anstrengung ausgestoßen werden kann. |
| Ganzkörperplethysmographie | siehe Bodyplethysmographie |
| Gasaustausch | Erfolgt in den Lungenbläschen (Alveolen), die von feinsten Blutgefäßen (Kapillaren) umschlossen sind. Die Alveolen geben Sauerstoff in die Kapillaren ab und übernehmen von diesen Kohlendioxid. Der Sauerstoff wird mittels der roten Blutkörperchen über den Blutkreislauf zu allen Zellen des menschlichen Körpers transportiert, im Gegenzug wird das Kohlendioxid abgeatmet. |
| Genese | Die Entstehung, Ursache einer Krankheit. |
| Glaukom | Auch Grüner Star genannt, ist die häufigste Erkrankung des Sehnervs. Als bedeutsamster Risikofaktor wird ein zu hoher Augeninnendruck angesehen. Grüner Star, führt unbehandelt langsam zur Erblindung. Glaukombildung kann bei langer und hochdosierter Kortison-Tabletten-Gabe gefördert werden: deshalb regelmäßiger Besuch des Augenarztes bei Gaben eines systemischen Kortikoids. |
| Glukokortikosteroide | zählen zu den Kortikoiden, einer Klasse von Hormonen aus der Nebenniere, die speziell den Zucker-(Glukose-)Stoffwechsel beeinflussen. Dazu gehört Cortisol. |
| Granulomatöse Erkrankungen | sind systemische Erkrankungen des Bindegewebes mit Granulombildung (Knötchen). Erkrankungen, die viele Organe befallen können - also auch die Lunge - und bei der sich kleinste, nur mit dem Mikroskop in der Gewebeprobe sichtbare Knötchen (Granulome) bilden, die zur Störung der Funktionen des befallenen Organs führen. Die Sarkoidose ist eine solche Erkrankung. |
| Hatha-Yoga | Hatha-Yoga kräftigt die Muskeln, regt die Funktionen der Organe an, stärkt Herz- und Kreislauf, verbessert die Körperhaltung und vermittelt innere Ruhe und Ausgeglichenheit. Dabei wird die Atemfrequenz gesenkt und die Zeit der Ausatmung verlängert. Hatha-Yoga wirkt als begleitende Therapie bei Asthma günstig. |
| Hausstaubmilbe | Milben zählen zu den Spinnentieren. Die häufigsten Hausstaubmilbenarten sind Dermatophagoides pteronyssinus und Dermatophagoides farinae (Dermatophagoides = Hautfresser). Weltweit gibt es etwa 150 Arten. Sie sind gerade so klein, dass wir sie gerade nicht sehen können (ca. 0,1 bis 0,5 mm groß) und haben 8 Beine. Hausstaubmilben ernähren sich von abgefallenen Hautschuppen, von denen der Mensch pro Tag bis zu 1,5 g verliert. Die Milben leben in Betten, Teppichen und Polstermöbeln. Ihr Kot ist ein Allergen, auf das viele Allergiker mit Schupfen und/oder Asthma reagieren. Beheizte Räume schaffen optimale Lebensbedingungen für die Hausstaubmilbe. |
| Hauttest |
Hauttests sind Untersuchungen bei dem Verdacht, dass ein Patient allergisch ist. Dabei werden Allergenextrakte mit der Haut in Kontakt gebracht. Sensibilisierte Betroffene zeigen lokale Reaktionen. An ihnen kann abgelesen werden gegen welche Allergene der Patient sensibilisiert ist. "Die am häufigsten angewendete Methode ist der Pricktest, bei dem einzelne Tropfen von Allergenextrakten auf den Unterarm oder den Rücken aufgebracht werden. Durch die Tropfen hindurch wird mit einer Spezialnadel (Lanzette) etwa 1 mm die Haut angeritzt oder gestochen. Nach zirka 15 Minuten kann die Sofortreaktion abgelesen werden. Liegt auf eines der Allergene eine Allergie vor, tritt an der jeweiligen Hautstelle eine Rötung und leichte Schwellung (Quaddelbildung) auf. Je nach Stärke der Quaddelbildung spricht man von einer leichten, mittelgradigen oder starken allergischen Reaktion der Haut.Durch eine Kontrolluntersuchung gleicher Art mit Histamin und Kochsalz muss sichergestellt werden, dass der Prick-Test zu einem richtigen Ergebnis führte. Eine an der Haut nachgewiesene Empfindlichkeit geht meistens mit der Empfindlichkeit der Nase und Bronchien auf das gleiche Allergen einher." Beim Prick-to-prick-Test wird erst mit der Lanzette in die vermutete Allergenquelle gestochen (Früchte etc.) und dann in die Haut des Patienten. " Beim Intrakutantest werden Allergenextrakten mit einer Spritze oberflächlich in die Haut injiziert. " Der Reibetest wird bei besonders empfindlichen Menschen angewandt. Der vermutete Allergieauslöser wird an der Innenseite des Unterarms gerieben. Bei positiver Reaktion zeigen sich großflächige Rötungen oder Quaddeln. |
| Heimbeatmung | Es werden Patienten beatmet, deren Eigenatmung durch zeitweise oder bleibende Störungen von Nervensystem oder Atemmuskulatur so stark reduziert ist, dass nur eine maschinelle Beatmung einen ausreichenden Gasaustausch sicherstellen kann. Unter Heimbeatmung, wird also die künstliche Beatmung verstanden, die zu Hause mit einem Beatmungsgerät durchgeführt wird. Die Heimbeatmung wird bei Lungenerkrankungen eingesetzt, um die Atemmuskulatur vorübergehend zu entlasten, wenn die Atmung dauernd unzureichend ist und der Kohlendioxidgehalt des Blutes auch in Ruhe zu hoch ist. |
| Herz-Asthma | siehe Asthma cardiale |
| Heuschnupfen | Ist eine Erkrankung des atopischen Formenkreises, also eine IgE-vermittelte Entzündung. Volkstümlicher Name für allergische Erkrankungen der Nasenschleimhäute und der oberen Atemwege unter Beteiligung der Augenbindehaut (allergische Rhinitis / Konjunktivitis). Bis zu 40% der Betroffenen entwickeln ein Asthma.. Die Erkrankung beginnt häufig im frühen Kindesalter und führt oftmals über Jahrzehnte hinweg zur Beeinträchtigung der Lebensqualität. Sehr betroffen sind das Sozialleben, die schulische Leistungsfähigkeit und die Arbeitsproduktivität. 1 von 3 Kindern und über 20 Prozent der Bevölkerung leiden darunter. |
| Histamin | Botenstoff, der bei Kontakt mit einem Allergen von der Mastzelle ausgeschüttet wird. Das Histamin löst Vorgänge aus, die zum Muskelkrampf (Spasmus) in den Bronchien und so zur Atemnot führen. Außerdem alarmiert das Histamin weitere Entzündungszellen (so insbesondere Eosinophile und Lymphozyten), die ihrerseits ebenfalls Botenstoffe ausschütten, die eine Entzündung der Schleimhaut sowie eine länger andauernde Verkrampfung der Bronchialmuskulatur auslösen. |
| Histiozytosis X (heute Langerhanszell Hi | ist eine chronische, reaktive, tumoröse und unkontrollierte Gewebevermehrung von Langerhans-Zellen. Die pulmonale Langerhanszell Histiozytose betrifft das Lungengewebegerüst und führt zur Ausbildung von Lungenzysten. Die Anzahl der Neuerkrankungen liegt zwischen 1/200.000 und 1/2.000.000. Ein gibt ein Überwiegen beim männlichen Geschlecht. |
| Histologie | Lehre von den Geweben des Körpers. Der Histologe/Pathologe untersucht Gewebeproben. Dazu werden mikrometerdünne, gefärbte Gewebsschnitte hergestellt und am Mikroskop beurteilt. Zu den Aufgaben der Histologie gehört die Frühdiagnose von Tumoren, Klassifizierung von Tumoren (gut- / bösartig), Hilfestellung zur Therapiewahl u.v.m |
| Homöopathie | Behandelt die Patienten nach dem vom Begründer der Homöopathie, Samuel Hahnemann, aufgestellten Grundsatz: "Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt". Die gleichen Mittel, die Gesunde krank machen, sollen in hoher Verdünnung Kranke heilen. Homöopathische Medikamente sollen nicht durch die Ursubstanz wirken, sondern durch eine Verstärkung der Wirkung während der einzelnen Verdünnungsvorgänge. |
| Hub | Sprühstoß aus einem Dosieraerosol. |
| Husten | ist das willkürliche oder aufgrund eines Reizes über den Hustenreflex ausgelöste unwillkürliche, explosionsartige Ausstoßen von Luft, die dabei die Stimmritze mit öffnet, wobei die durch den Hustenreiz ausgestoßene Luft eine Geschwindigkeit von bis 480 Stundenkilometer erreichen kann. Husten ist dem Grunde nach ein für den gesunden Körper wichtiger und notwendiger Schutzreflex. Zusammen mit den Aufgaben der Schleimhaut (Flimmerhärchen) ist Husten wichtig zur Selbstreinigung der mit der Umwelt ständig in Verbindung stehenden Atemwege. Husten ist ein Symptom und keine eigenständige Krankheit. Die Ursachen eines Hustens können vielfältig sein. Husten kann produktiv, also mit Auswurf verbunden sein. Sehr viel häufiger ist Husten unproduktiv, trocken, nämlich dann, wenn kein Sekret vorhanden ist. Mögliche Ursachen: Entzündungen der Atemwege, Asthma bronchiale, Fremdkörper in den Atemwegen, Reizgase, Lungenembolie, Lungenfibrose, Lungenentzündung, COPD, Bronchiektasie, Lungenkrebs. |
| Hyperkapnie | Nennt man eine Erhöhung des Kohlendioxid ( CO2 )-Partialdrucks im Blut. Tritt ein, wenn der Gasaustausch gestört ist. |
| Hyperreagibles Bronchialsystem | Überempfindliche Atemwege bzw. Bronchien, die auf eine geringe Konzentration von normalerweise harmlosen Substanzen (Allergene und Reizstoffe) bereits durch Verengung reagieren. |
| Hypersekretion | Übermäßige Schleimbildung in den Bronchien. |
| Hyperventilation | Die meist unwillentliche Beschleunigung und Vertiefung der Ein- und Ausatmung über den Körperbedarf hinaus. Sie kann zu Asthmaanfällen, zu Schwindelgefühl und zur Ohnmacht führen und trägt sehr oft zur Verstärkung von Angstzuständen bei. |
| Hypnose | Hypnose wurde wahrscheinlich schon in der Frühzeit des Menschen verwendet. Hypnose dürfte eher zufällig entdeckt worden sein und ihren Ursprung in meditativen und kultischen Handlungen haben. Hypnose ist eine der ältesten Form der Behandlung seelischer Erkrankungen. In der Hypnose werden dem Patienten immer wieder Sätze vorgesprochen, die dieser laut zu wiederholen hat. Asthma, bei dem auch seelische Konflikte als Auslöser von Beschwerden eine Rolle spielen können, stellt manchmal eine Indikation für die Hypnose dar, auch wenn diese Behandlung Asthma nicht heilen kann. Die medikamentöse Behandlung unbedingt weiterführen, nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt reduzieren. |
| Hyposensibiliserung | Auch spezifische Immuntherapie (SIT, SLIT). Soll die Wirkung von Allergenen herabsetzen. Dabei verabreicht man einem Patienten, der unter einer Allergie leidet, anfangs sehr geringe und im Verlauf zunehmende Dosen der Allergene, die ihn beeinträchtigen, um auf diese Weise die körpereigenen Abwehrkräfte an das Allergen zu gewöhnen, so dass der Organismus nicht mehr mit einer krankhaften Abwehr reagiert, wenn er mit ihm in Kontakt kommt. Die Allergenextrakte werden unter die Haut gespritzt (SIT) oder sie können in Form von Tropfen oder Tabletten, die unter die Zunge getropft/gelegt werden, eingenommen werden (SLIT). Der Patient soll nicht gegen viele Allergene gleichzeitig allergisch sein. Am wirksamsten ist eine Hyposensibilisierung im frühen Stadium der Allergie. Deshalb ist sie bei Heuschnupfen- und asthmakranken Kindern / Jugendlichen im Allgemeinen besonders Erfolg versprechend. |
| Hypoventilation | Eine verlangsamte und flache Atmung. |
| Hypoxie | Sauerstoffmangel im arteriellen Blut mit Folge der Unterversorgung von Organen. |
| Hypoxämie | Der Sauerstoffgehalt des arteriellen Blutes ist erniedrigt. Der Normwert ist abhängig von Alter, Geschlecht und vom Körpergewicht, liegt aber in der Regel bei einem Partialdruck (pO2) >65 mm Hg. Bei einem pO2 unter 50 mm Hg spricht man von einer schweren Hypoxämie. |
| IgA | Ist die Abkürzung für Immunglobuline A; sie sind Antikörper, die hauptsächlich in den externen Körperflüssigkeiten (z.B. Milch oder Eingeweideflüssigkeiten) vorkommt und dort eine bedeutende Abwehrbarriere gegen Krankheitserreger bildet. Im Serum bildet es etwa 15% aller Immunglobuline. Durch angeborenen Defekt kommt es zu IgA-Mangel. Die Folge ist eine Neigung zu Erkrankungen der Atemwege. Ein IgA- Mangel kann durch Laboruntersuchung festgestellt werden. Weitere Immunglobulin-Klassen: IgD, IgE, IgG. IgM. |
| Immunglobulin | Sind Eiweiße aus der Klasse der Globuline, die als Reaktion auf bestimmte eingedrungene Fremdstoffe (Antigene) gebildet werden. Sie dienen der Abwehr dieser Fremdstoffe. Bei allergischem Asthma spielt das Immunglobulin IgE eine besondere Rolle. |
| Immunreaktion | Antigen-Antikörper-Reaktion |
| Immunsuppressiva | sind Medikamente zur Unterdrückung der Funktionen des Immunsystems (der körpereigenen Abwehr). Sie wurden ursprünglich zur Behandlung von bösartigen Geschwülsten und zur Verhinderung der Abstoßungsreaktion nach einer Organtransplantation eingesetzt (z.B. Methotrexat, Ciclosporin). Heute benutzt man sie auch zur Behandlung von Autoimmunerkrankungen und zur Einsparung von Kortikoiden in der Langzeitbehandlung. In der Asthmabehandlung spielen sie keine große Rolle. |
| Immunsystem | Abwehrsystem des menschlichen Körpers, das auf Antigene mit Antikörpern reagiert. |
| Immuntherapie | Desensibilisierung |
| Infekt | Erkrankung hervorgerufen durch Erreger wie Viren, Bakterien, Pilze oder Würmer |
| Infektasthma | Durch wiederholte Infektionen immer wieder aufflackerndes Asthma. |
| Infektion | siehe Infekt |
| Infusion | Zufuhr größerer Flüssigkeitsmengen mit oder ohne darin gelöste Medikamente in eine Vene. |
| Inhalation | Einatmen eines Hubs aus dem Dosieraerosol, Pulverinhalator oder durch Vernebler. |
| Inhalationshilfe | Auch Spacer genannt, ist eine spezielle Inhalationshilfe, die die Inhalation aus einem Dosieraerosol ganz erheblich erleichtert. siehe Spacer |
| Inhalationssystem | System, mit denen das Inhalieren inhalierbarer Substanzen ermöglicht wird, z.B. Dosieraerosol oder Pulverinhalator, elektrische Inhalationsgeräte. |
| Inhalationstherapie | Verabreichung von Arzneistoffen, Wasser, Dämpfen etc durch Einatmen in die Lunge. Die Wirksubstanz wird meist mit Hilfe eines Dosieraerosols, eines Pulverinhalators oder eines elektrischen Geräts inhaliert. |
| Inhalierbare Medikamente | Medikamente, die durch ein Dosieraerosol, einen Pulverinhalator oder andere Vernebelungsmethoden eingeatmet werden. |
| Inhalieren | Einatmen eines Hubs aus einem Dosieraerosol oder aus einem Pulverinhalator oder aus einem Inhalationsgerät. |
| Injektion | Die Verabreichung einer Substanz mittels einer Spritze (injizieren) in die Vene, unter die Haut oder in die Muskulatur (Gesäß, Oberarm). |
| Insektengiftallergie | Eine allergische Reaktion auf Insektengifte. Solche kommen vorwiegend nach Stichen von Bienen, Wespen, seltener auch Hornissen und Hummeln vor. Diese Insekten, bei denen nur die Weibchen mit einem Stachel haben, spritzen eine Giftmischung unter die Haut. Patienten mit einer Allergie auf stechende Insekten reagieren häufig nicht nur mit Asthma, sondern auch mit lokalen Schwellungen, was unter Umständen auch zu Atemnot und Erstickungsgefahr führen kann. Es können aber auch Kreislaufreaktionen und sogar ein manchmal tödlicher Kreislaufkollaps (Anaphylaktischer Schock) auftreten. Die beste Maßnahme ist die Hyposensibilisierung. Insektengiftallergiker müssen für den Notfall einem Adrenalin-Injektor (etwa Epi-Pen®) jederzeit griffbereit bei sich tragen. Dieser so genannte "Autoinjektor" enthält den Wirkstoff Adrenalin, der bei allergischen Reaktionen kreislaufstabilisierend wirkt. Die Notfallspritze wird vom Patienten bei ersten Anzeichen einer starken allergischen Reaktion selbst oder von Begleitpersonen außen am Oberschenkel angesetzt, durch den Mechanismus des Injektors wird dann das Adrenalin in der richtigen Menge automatisch injiziert. |
| Inspiration | Einatmung |
| Inspiratorische Kapazität | Luftmenge, die nach einer normalen Ausatmung eingeatmet werden kann. |
| Insuffizienz | Ungenügende Leistung eines Organs oder eines Organsystems, z.B. Herz, Lunge, Niere. |
| Interstitielle Pneumonie | oder Atypische Pneumonie. Beginnt häufig weniger akut, geht mit nur mäßigem Fieber einher und wird meist von Kopf- und Gliederschmerzen begleitet. Bei dieser Art der Pneumonie werden die Erreger durch Alveolarmakrophagen aufgenommen und gelangen somit ins Insterstitium (Gewebe zwischen den Lungenbläschen), wodurch sie sich von den alveolären Pneumonien unterscheiden. Das Entzündungsgeschehen betrifft die Zwischenräume zwischen den Alveolen. |
| Intrakutantest | siehe Hauttest |
| Intrathorakal | Innerhalb der Brusthöhle gelegen |
| Intravenöse Infusion | Zufuhr größerer Flüssigkeitsmengen (auch mit Medikamenten) über längere Zeit in eine Vene. |
| Intrinsic Asthma | Asthma bronchiale, dessen 'körpereigene' Ursache im Gegensatz zu extrinsic, allergischem Asthma nicht bekannt ist. Oft in Kombination mit: Bronchitis, Infektion. |
| Invasive Untersuchungsmethoden | Mit Einführung eines Gerätes in den Körper verbunden (z.B. Bronchoskopie). Untersuchungen welche von außerhalb des Körpers durchgeführt werden, werden Nicht-invasive Untersuchungen (z.B. Röntgen, Ultraschall) genannt. |
| Ipratropiumbromid | Gehört zur Gruppe der Anticholinergika und wirkt bronchienerweiternd. |
| Irreversibel | Nicht wieder heilbare Schäden durch Krankheit. Ist das Gegenteil zu reversibel. |
| Isometrisches Training | Ist das Training / die Aktivierung von Muskeln durch Anspannen - Entspannen. |
| Kapillaren | Kleinste Blutgefäße |
| Karenz | Vermeidung von Kontakten mit allergieauslösenden Stoffen. |
| Karzinom | siehe Ca/Bronchus Carcinom |
| Katarakt | eine Trübung der Augenlinse. Bei einer fortgeschrittenen Katarakt kann man die graue Färbung hinter der Pupille erkennen. Deswegen wird der Star auch grauer Star genannt. Häufig eine Alterserscheinung; kann aber auch bei Langzeittherapie mit Koritkoiden auftreten. Regelmäßige Augenärztliche Kontrolle ist erforderlich. |
| Kausale Therapie | Eine Behandlung, die die krankheitserregende Ursache behandelt. |
| Klimabehandlung | Welchem Asthmatiker welches Klima gut tut, lässt sich nicht genau vorhersagen. Ein Patient mit einer Hausstaubmilben-Allergie sollte in möglichst großer Höhe (1600 m) kuren, da es dort keine Milben gibt. Ein Pollen-Allergiker sollte eher Regionen aufsuchen, wo es keine Pollen gibt (z.B. Wüste etc.). Auch am Meeresstrand spazieren zu gehen und das Aerosol einzuatmen, das durch die Brandung entsteht kann sich günstig auswirken. |
| Klysma | Als Einlauf (Klistier, Klysma) wird das Einbringen von Flüssigkeit mittels eines Irrigators (Behälter oder Faltbeutel) in den Enddarm bezeichnet. Ein Einlauf wird zur Entleerung des Darmes bei Verstopfung oder zur Vorbereitung einer Darmspiegelung angewendet. Man kann aber auch Arzneimittel für die Therapie von Erkrankungen des Enddarms als sog. Verweilklysma einbringen. |
| Knochendemineralisierung | Störung des normalen Mineralhaushalts der Knochen (Osteoporose), häufig eine Komplikation bei hoher und langfristiger Gabe von Kortikosteroiden in Form von Tabletten und bei überhöhter Gabe inhalativen Kortisons. |
| Kohlendioxid | Kohlendioxid ist ein farb- und geruchloses Gas, das während des Stoffwechsels in den Körperzellen entsteht und über den Blutkreislauf zu den Lungenbläschen (Alveolen) geleitet wird. Dort erfolgt der Gasaustausch: Kohlendioxid wird vom Blut an die Lungenbläschen abgegeben und verlässt über die Atemwege den Körper. |
| Kohlenmonoxid | Giftiges Gas, im Zigarettenrauch und in Autoabgasen enthalten. |
| Konjunktivitis | Entzündung der Augenbindehaut z.B. beim Heuschnupfen. |
| kurabel | heilbar |
| kurative Behandlung | Die kurative Medizin wendet Methoden an, die Krankheitszustände beenden oder deren Fortschreiten verhindern sollen, während palliative Maßnahmen eine Hilfe bei einer Erkrankung, bei der keine Heilung möglich ist, bedeuten. |
| Kyphoskoliose | Verbiegung der Wirbelsäule nach seitlich, meist auch nach hinten mit Verdrehung der Wirbelkörper. Sie kann zu Atemstörungen führen, falls sie sehr ausgeprägt ist. |
| Lappenbronchien | Die Lappenbronchien sind Bestandteil des Bronchialsystems. Sie zweigen von den Hauptbronchien ab und verzweigen sich in Segmentbronchien. |
| Larynx | Kehlkopf |
| Latenzzeit | Die Latenzzeit wird auch mit Inkubationszeit bezeichnet. Die Zeit, die zwischen der Infektion mit einem Krankheitserreger und dem Auftreten der ersten Symptome (Ausbruch der Krankheit) bzw. der Nachweisbarkeit der Infektion vergeht. |
| lateral | seitlich |
| Leukotrien-Antagonisten | Sie wirken entzündungshemmend. Werden auch als Anti-Leukotriene bezeichnet. Verhindern die Bindung von Leukotrienen an ihren Rezeptor in den Bronchien. Leukotriene sind Entzündungsmediatoren die an der Entstehung der Entzündung bei Asthma bronchiale beteiligt sind. |
| Leukotriene | Leukotriene haben ihren Namen aufgrund ihrer Herkunft (aus Leukocyten / weißen Blutkörperchen). Leukotriene wirken als Vermittlungssubstanz entzündlicher und allergischer Reaktionen, indem sie die Blutgefäße erweitern, die Permeabilität der Gefäße erhöhen und Fieber hervorrufen. |
| Lippenbremse | siehe Atemtechniken |
| Lobektomie | Entfernung eines Lungenlappens |
| Lobus | Lungenlappen. Der rechte Lungenflügel ist in drei Lappen unterteilt, der linke in zwei. |
| lobär | einen Lungenlappen betreffend |
| Lungenasbestose | siehe Asbetose |
| Lungenbläschen | siehe Alveolen |
| Lungenembolien | auch Lungenthrombembolie oder Lungeninfarkt genannt. Entsteht durch die Verstopfung eines Blutgefäßes in der Lunge mit einem Blutpfropfen (Blutgerinnsel). Der die Lungenembolie auslösende Blutpfropf entsteht am häufigsten in den tiefen Bein- oder Beckenvenen und gelangt dann über das Herz in die Lunge, z.B. auf Grund von Operationen oder Unfällen, gegebenenfalls auch durch zu langes unbewegliches Sitzen (im Flugzeug). Abhängig von der Größe des Blutpfropfens ist das Ausmaß der Embolie. |
| Lungenemphysem | siehe Emphysem |
| Lungenentzündung | Bezeichnung für Pneumonie |
| Lungenflügel | Die Lunge besteht aus einem rechten und einem linken Lungenflügel. |
| Lungenfunktionsprüfungen (LUFU) | Der Begriff Lungenfunktion (Lufu) ist ein Sammel- und Oberbegriff für die verschiedenen Untersuchungsverfahren der Messgrößen der Lungenvolumina, z.B. der Spirometrie ("kleine Lungenfunktion") und der Bodyplethysmographie ("große Lungenfunktion"). Mit der Lungenfunktionsprüfung werden die Funktionsfähigkeit der Lunge und die Atemtätigkeit beurteilt. Dazu zählen: Peakflowmetrie Einfache Möglichkeit den Verlauf der Lungenfunktion zu Hause zu messen. Es wird die höchste Strömungsgeschwindigkeit der Atemluft während einer forcierten Ausatmung gemessen und der beste von 3 Versuchen in ein Tagebuch einzutragen. |
| Lungenherzschwäche | siehe Cor pulmonale |
| Lungenhilus | Ist die Stelle, an der die Hauptbronchien in die Segmentbronchien übergehen und die dazugehörenden großen Gefäße sich in kleinere Gefäße aufteilen. |
| Lungenhochdruck | Auch pulmonal-arterielle Hypertonie (Abk. PAH). Bezeichnung für Krankheiten, die durch einen zunehmenden Anstieg des Gefäßwiderstandes und einen Anstieg des Blutdrucks im Lungenkreislauf gekennzeichnet sind. Die Betroffenen leiden unter stark eingeschränkter körperlicher Leistungsfähigkeit, Kreislaufstörungen und Müdigkeit. |
| Lungenkreislauf | Auch kleiner Kreislauf genannt. Das Blut fließt im Lungenkreislauf vom Herzen (rechte Herzkammer) zur Lunge, tankt dort Sauerstoff, wird zum Herzen zurückgeführt (linker Vorhof) und geht von dort (linke Herzkammer) in den so genannten großen Kreislauf, der der Versorgung des Gesamtorganismus mit Sauerstoff dient. Die Lunge selbst wird über den kleinen Kreislauf mit Sauerstoff versorgt. |
| Lungenlappen | siehe Lobus |
| Lungentransplantation | Es gibt die Transplantation eines Lungenflügels, beider Lungenflügel oder die kombinierte Transplantation von Herz und Lunge. |
| Lungenvolumen/ Lungenvolumina | Die Lungenvolumina werden unterteilt in: Vitalkapazität (VC) setzt sich zusammen aus Atemzugsvolumen, inspiratorischem Reservevolumen plus exspiratorisches Reservevolumen. Exspiratorische Vitalkapazität die Luftmenge, die bei stärkster Anstrengung auf einmal ausgeatmet werden kann Inspiratorische Vitalkapazität Die inspiratorische Vitalkapazität ist die Luftmenge, die bei stärkster Anstrengung auf einmal eingeatmet werden kann Inspiratorisches Reservevolumen (IRV) jenes Volumen, das nach normaler Inspiration noch zusätzlich eingeatmet werden kann Exspiratorisches Reservevolumen (ERV) die Luftmenge, die nach einer normalen Ausatmung zusätzlich noch ausgeatmet werden kann. Funktionelle Residualkapazität setzt sich zusammen aus exspiratorischem Reservevolumen und Residualvolumen. Die Menge Luft, die nach einer normalen Ausatmung in der Lunge verbleibt. Residualvolumen jenes Volumen, das nach maximaler Ausatmung noch in der Lunge verbleibt ( ist nicht ausatembar) Totalkapazität jenes Volumen, das sich nach maximaler Einatmung in der Lunge befindet. Setzt sich zusammen aus Vitalkapazität + Residualvolumen. Atemzugsvolumen (AZV) Ist jenes Volumen, das bei einer normalen Einatmung eingeatmet wird. |
| Lungenvolumenreduktion | Operative Entfernung der am stärksten durch Überblähung (Emphysem) betroffenen Lungenteile, um die Überdehnung des Brustkorbes und des Zwerchfelles zu reduzieren und die Atmung zu erleichtern. |
| Lyse | Medikamentöse Auflösung |
| malign | bösartig |
| Mastzelle | bestimmte Zellen der körpereigenen Abwehr, die Botenstoffe, unter anderem Histamin gespeichert haben. Die Mastzelle ist für die Abwehr von Fremdkörpern und Bakterien wichtig. Kontakt mit diesen Stoffen ist das Signal für die Mastzelle, Botenstoffe (Mediatoren) frei zu setzen, um so die Abwehr des Körpers zu aktivieren. |
| Mediastinum | Gebiet des Brustraums zwischen den beiden Lungenflügeln |
| Mediatoren | Botenstoffe des Körpers, die bei verschiedenen Körperfunktionen eine Rolle spielen und auch bei allergischen Reaktionen mitwirken. |
| Metabolismus | Bedeutet Stoffwechsel, also die Aufnahme, den Transport und die chemische Umwandlung von Stoffen in einem Organismus. Im Zusammenhang mit Arzneimitteln (Metabolisierung von Arzneistoffen) bedeutet er die häufig in der Leber ablaufende Umwandlung der Wirkstoffe in über die Niere oder Darm ausscheidbare Substanzen. |
| Metastasen | Tochtergeschwülste in anderen Organen beim Krebs, z.B. im Knochen oder Gehirn bei Bronchialkarzinom |
| Methylprednisolon | Ein künstlich hergestelltes (synthetisches) Kortikoid, das in Tablettenform, aber auch zur intravenösen Injektion und Infusion zur Verfügung steht. Methylprednisolon wirkt abschwellend und entzündungshemmend |
| Montelukast | Ein Wirkstoff, der zur Gruppe der Anti-Leukotriene gehört. |
| Morbidität | Darunter versteht man die Krankheitswahrscheinlichkeit eines Menschen bezogen auf eine bestimmte Gruppe (Gesamtbevölkerung oder Männer/Frauen etc) in einem bestimmten Zeitraum. |
| Morbus Bechterew | ist eine chronisch entzündliche rheumatische Erkrankung mit Schmerzen und Versteifung von Gelenken, betrifft vorwiegend die Wirbelsäule. Dadurch kann es zur Beeinträchtigung der Dehnbarkeit des Brustkorbes und so zur erschwerten Atmung kommen. |
| Mortalität | Sie wird durch die Sterberate ausgedrückt. Verhältnis der Anzahl der Todesfälle zur Anzahl der Gesamtbevölkerung in einem bestimmten Zeitraum. |
| Mukolyse | Schleimlösung, die mit Mukolytika oder physiotherapeutischen Methoden erreicht werden kann. |
| Mukolytikum | Medikament zur Schleimlösung |
| Mukoviszidose | Internationaler Begriff: Cystische Fibrose (CF). Eine genetisch bedingte, angeborene Stoffwechselerkrankung. In Lunge, Bauchspeicheldrüse, Dünndarm, Gallenwegen und Schweißdrüsen werden zähflüssige Sekrete gebildet, die nur erschwert vom Körper abtransportiert werden können. Dadurch kommt es in den betroffenen Organen zu Funktionsstörungen unterschiedlicher Art. Die Krankheit tritt meistens bereits im frühen Lebensalter auf und verkürzt die Lebenserwartung. Aber während früher Mukoviszidose-Patienten das Jugendalter nicht überlebten, konnte inzwischen deren Lebensdauer erheblich verlängert werden. |
| Mukus | Schleim, Bronchialsekret |
| Musiktherapie | Musiktherapie wird mit dem Ziel angewandt, seelische, körperliche und geistige Gesundheit wiederherzustellen, zu erhalten und zu fördern. Musiktherapie ist eine Behandlung im Rahmen einer Psychotherapie. Es gibt international etwa 3000 wissenschaftliche Studien, die die Wirksamkeit der Musiktherapie belegen. |
| Muskelkontraktion | Die Muskeln verkürzen sich, Muskelfasern ziehen sich zusammen. |
| Mutation | Eine Veränderung des Erbgutes |
| Nahrungsmittel-Intoleranz | Ist eine negative Reaktion auf ein Nahrungsmittel, die durch ein Lebensmittel oder einen Zusatzstoff (Additiv) hervorgerufen wird, wie z.B. Laktoseintoleranz, Fructoseintoleranz, Histaminintoleranz. Das Immunsystem ist dabei nicht beteiligt. Die Reaktion ist eine Folge der fehlenden Verdauung oder Aufnahme (Absorption) eines bestimmten Nahrungsmittels oder einer -komponente. Manche Menschen haben eine Intoleranz gegen Zusatzstoffe wie z.B. Geschmacksverstärker (Mononatriumglutamat) oder Konservierungsmittel (Sulfit). Die Symptome hängen stark vom Einzelnen ab und es ist oft unmöglich festzustellen, welche Nahrungsmittelkomponente welche Reaktion hervorruft. Die Symptome der Nahrungsmittelintoleranz können mit denen einer Nahrungsmittelallergie verwechselt werden. |
| Nahrungsmittelallergie | Eine Allergie, die durch Bestandteile in Lebensmitteln (Allergene) hervorgerufen wird. Tritt als Schleimhautschwellung im Mund, Hautausschlag, allergischer Schnupfen oder Asthma in Erscheinung. Besonders schwerwiegend ist die Erdnussallergie. Hier kommt es besonders häufig zu sehr heftigen allergischen Reaktionen und zum anaphylaktischen Schock. Der Begriff Nahrungsmittelallergie ist nicht zu verwechseln mit Nahrungsmittel-Intoleranz. |
| Nasennebenhöhlen | Sind luftgefüllte Hohlräume in den Knochen des Gesichtsschädels, die mit der Nase in Verbindung stehen. Die Nasennebenhöhlen sind mit einer Schleimhaut ausgekleidet, die sich entzünden kann. Man spricht dann von einer Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis). |
| Naturheilverfahren | Methoden, die die körpereigenen Fähigkeiten zur Selbstheilung aktivieren sollen und die sich bevorzugt in der Natur vorkommender Mittel oder Reize bedienen. Die Naturheilkunde zählt heute großenteils zum Bereich der Alternativmedizin und im engeren Sinne zur Komplementärmedizin (d.h. zu den wissenschaftlich anerkannten, die Schulmedizin ergänzenden Verfahren). Es gibt sinnvolle Verfahren bei der Behandlung von Atemwegserkrankungen: - Aufenthalt in allergenarmen Zonen (Klimabehandlung) und - Sole-Inhalationen zur Förderung des Abhustens von Schleim - Kneipp'schen Anwendungen - Sauna und Dampfbäder. In einem weiter gefassten Verständnis werden auch "natürliche" Arzneimittel, vor allem Heilpflanzen und deren Zubereitungen einbezogen. |
| Nebulator | Inhalationshilfe / Spacer |
| Neuraltherapie | Zur Behandlung von Krankheiten aus dem Bereich der Alternativmedizin. Dabei soll durch gezielte Anwendung eines Lokalanästhetikums das vegetative Nervensystem beeinflusst werden. Störende Reize sollen von bestimmten Krankheitsherden auf andere Organsysteme übergehen. Störfelder sollen z.B. Zähne, Narben oder Gaumenmandeln sein. Durch lokale Betäubung der Störfelder soll ein weit entfernter Krankheitsherd beeinflusst werden. Bei Injektionen in schwer zugänglichen 'Störfeldern' oder infolge allergischer Reaktionen auf das gespritzte Medikament kann es zu Schäden kommen. |
| Neurodermitis | Auch atopisches Ekzem. Ist eine Hautkrankheit, deren Hauptsymptome rote, schuppende, manchmal auch nässende Ekzeme auf der Haut und ein oft quälender Juckreiz sind. Eine allergisch bedingte, stark juckende Hautentzündungen (bei Säuglingen = Milchschorf), die bei größeren Kindern und Erwachsenen vor allem am Ellenbogen, in den Kniekehlen, am Hals und auf der Kopfhaut auftreten. Die Neurodermitis gilt als nicht heilbar, ist aber behandelbar. |
| Non-Compliance | Das Gegenteil von Compliance. Das Nichteinhalten von ärztlichen Ratschlägen bzw. die Nichterfüllung von therapeutisch notwendigen Pflichten. Das heißt der Patient hält sich nicht an die vom Arzt zur Behandlung der Krankheit empfohlene Behandlung, nimmt z. B. einzelne Medikamente nicht oder nicht in der verordneten Dosis ein. |
| Notfallplan | Ein zwischen Arzt und Patient vereinbarter Vorgehensplan, in dem festgehalten ist, was der Patient in Atemnotsituationen oder bei niedrigen Peakflow-Werten tun muss. |
| Notfallspray | Schnell wirksame Asthma-Sprays (Adrenergika, Betamimetika, Sympathomimetika), die bei Atemnot nach Bedarf eingesetzt werden, am besten frühzeitig. |
| Novolizer | Sehr gutes Inhalationssystem zur Pulverinhalation |
| Noxe | Schädigende, pathogene (d. h. krankheitserregende) Wirkung auf den Organismus (krankheitserregende Ursache). |
| Nächtlicher Husten | Husten ist ein Symptom und keine eigenständige Krankheit. Die gewöhnliche Erkältung stellt die häufigste Ursache dar. Husten kann ein erstes Anzeichen für ein beginnendes Asthma bronchiale oder dessen Verschlechterung sein. Aber auch einer Lungenentzündung. |
| Obstruktion | Verengung der Bronchien durch einen Muskelkrampf und / oder Schleimhautschwellung und/ oder Verlegung der Bronchien durch Bronchialschleim. Auf Grund der Behinderung des Luftstroms in den Bronchien tritt Atemnot auf. |
| Oral | Durch den Mund - z.B. orale Medikation (Einnahme durch den Mund) im Gegensatz zur parenteralen Medikation (Verabreichung durch Spritzen) oder orale Atmung (Mundatmung) im Gegensatz zu nasaler Atmung (Nasenatmung). |
| Organismus | Ist ein individuelles Lebewesen, also ein Tier, eine Pflanze oder ein Mikroorganismus. Es ist die Bezeichnung für das Gesamtsystem der Organe des Körpers, das sich aus verschiedenen funktionellen Einheiten aufbaut. |
| Osteoporose | Ist ein übermäßiger Abbau der Knochensubstanz mit erhöhter Frakturanfälligkeit, der das ganze Skelett betrifft. Die Krankheit ist daher auch als Knochenschwund bekannt. Das Ausmaß kann durch Knochendichtemessung festgestellt werden. |
| Oxitropiumbromid | Substanz, die in die Gruppe der Anticholinergika gehört und bronchialerweiternd wirkt. |
| Oxymeter | Mit dem Oxymeter, wird der arterielle Sauerstoffgehalt des Blutes am Ohrläppchen oder Finger feststellt. |
| Ozon | Ozon ist bei Zimmertemperatur und normalem Luftdruck gasförmig. Es für den Menschen giftig. Als wissenschaftlich belegt gilt die keimabtötende und desinfizierende Wirkung von Ozon. Ozonhaltige Luft tritt im Sommer bei bestimmten Wetterlagen auf. Ein erhöhter Ozongehalt in der Atemluft wirkt toxisch und kann zur Schleimhautreizung, Müdigkeit, Dyspnoe und Schläfenkopfschmerz führen. |
| Ozontherapie | Bei einer Variante der Eigenblutbehandlung werden dem Patienten 60 bis 200 ml Blut aus der Vene entnommen, mit einem Ozon-Sauerstoffgemisch versetzt und anschließend wieder intravenös dem Patienten in die Vene zurückgespritzt. Das Prinzip soll dem Einfluss des Lichts auf das Chlorophyll in der Pflanze vergleichbar sein. Fundierte Beweise für den Erfolg einer solchen Therapie gibt es nicht. |
| Palliative Behandlung | Ausdruck für eine lindernde Behandlung im Gegensatz zur kurativen (heilenden) oder prophylaktischen (vorbeugenden) Behandlung. Palliativmedizin ist "die aktive, ganzheitliche Behandlung von Patienten mit einer fortschreitenden, weit fortgeschrittenen Erkrankung und einer begrenzten Lebenserwartung zu der Zeit, in der die Erkrankung nicht mehr auf eine kurative Behandlung anspricht und die Beherrschung von Schmerzen, anderen Krankheitsbeschwerden, psychologischen, sozialen und spirituellen Problemen höchste Priorität besitzt". Nicht die Verlängerung der Überlebenszeit um jeden Preis, sondern die Lebensqualität des Patienten stehen im Vordergrund der Behandlung. |
| Patientenschulung | Ein strukturiertes Fortbildungsprogramm für chronisch kranke Menschen. Patientenschulungen haben das Ziel, die Selbstkompetenz der chronisch kranken Menschen zu erhöhen. Durch die Verbreiterung des Wissens und praktische Hilfen kann es gelingen, trotz einer chronischen Krankheit besser und zufriedener zu leben. Patientenschulungen bieten die Vermittlung von Wissen über die Krankheit, über die Behandlung und darüber, was jeder Patient für sich selbst tun kann - in Verbindung mit Einübung und Training bestimmter Fertigkeiten (vom Peakflow-Messen über die Anwendung eines Dosieraerosols bis hin zu atemerleichternden Körperhaltungen u.a.m.). Patientenschulung wird bei Kuren in Sonderkrankenanstalten, in ärztlichen Praxen und im Schulungszentrum der Österreichischen Lungenunion durchgeführt. |
| pCO2 | Kohlendioxidpartialdruck |
| Peakflow | Peakflow kommt aus dem Englischen und bedeutet wörtlich übersetzt "Atemspitzenstoß". Es wird also die Kraft des Ausatmens gemessen. Dieser maximale Atemstoß kann von Messung zu Messung auch bei gesunden Menschen bis zu 10% schwanken. Jeder Asthmapatient sollte seinen eigenen Bestwert ermitteln und diesen dann mit den aktuellen Peakflow-Werten vergleichen. Deshalb sollte jeder Asthma-Patient regelmäßig und zweimal am Tag den Peakflow messen und diesen in das Asthma-Tagebuch eintragen. Mit diesem Gerät kann man sehr früh eine Verschlechterung der Atmung feststellen, auch wenn noch keine körperlichen Symptome wahrgenommen werden. |
| Peakflow-Meter | Einfaches, kleines, tragbares Gerät, das für Patienten mit Atemwegserkrankungen entwickelt wurde und mit dem sich der Spitzenstoß bei stärkster Ausatmung (Peakflow) messen lässt. Es gibt mechanische und elektronische Peakflowmeter. Werte, die im Vergleich zum individuellen Bestwert der betreffenden Person erniedrigt sind, zeigen eine Verengung der Bronchien an. |
| Pflanzenpollen | Blütenstaub, der bei Pollenallergikern allergische Beschwerden auslöst. |
| physiologisch | den normalen Lebensvorgängen im Organismus des Gesunden entsprechend. |
| Physiotherapeut | Zugelassen zur eigenverantwortlichen Anwendung aller physiotherapeutischen Maßnahmen nach ärztlicher Anordnung im intra- und extramuralen Bereich, unter Berücksichtigung funktioneller Zusammenhänge auf den Gebieten der Gesundheitserziehung, Prophylaxe, Therapie und Rehabilitation. |
| Physiotherapie | eine Form der äußerlichen Anwendung von Heilmitteln. Wichtige physiotherapeutische Behandlungstechniken sind zum Beispiel Krankengymnastik als Einzel- oder Gruppentherapie, Massagen (Klassische Massage, Bindegewebsmassage, Reflexzonenmassage), Wärme- und Kältetherapie, Atemtherapie, Bewegungsbäder und Rückenschule. |
| Phytotherapie | ist die Lehre der Verwendung von Heilpflanzen als Medikament Viele Heilpflanzen enthalten Wirkstoffe (Alkaloide), die aus der Pflanze extrahiert oder auf dem chemischen Wege hergestellt hochwirksame Medikamente sind, wie zum Beispiel das Opium (aus der Mohnpflanze) oder das Ephedrin. Die pflanzliche Herkunft eines Wirkstoffes ist daher kein Beleg für seine Harmlosigkeit oder für seine Wirksamkeit/Unwirksamkeit. |
| Pleura | Brustfell/Rippenfell, eine die Lunge umhüllende Haut, die am Brustkorb und am Zwerchfell haftet. |
| Pleuritis | Entzündung des Brustfells/ Rippenfells |
| Pneumektomie | Operative Entfernung eines Lungenflügels |
| Pneumokokken | Bakterien, die u.a. häufig für eine Pneumonie (Lungenentzündung) verantwortlich sind. |
| Pneumokokkenimpfung | Eine Impfung gegen die Erreger einer Lungenentzündung, die Pneumokokken. Damit soll eine solche Lungenentzündung vermieden werden. |
| Pneumologe | Facharzt für Atemwegs- und Lungenerkrankungen |
| Pneumologie | Lungenheilkunde |
| Pneumonie | Eine akute oder chronische Entzündung des Lungengewebes. Wird meist durch Bakterien, Viren oder Pilze hervorgerufen. Seitdem die Pneumonie mit Antibiotika behandelt wird, überwiegen die Bronchopneumonien zahlenmäßig gegenüber den lobären Pneumonien. |
| Pneumothorax | Krankheitsbild, bei dem Luft in den Pleuraspalt gelangt (d. h. zwischen Lunge und Brustkorb) und damit die Ausdehnung eines Lungenflügels oder beider Lungenflügel behindert, so dass diese für die Atmung nicht oder nur noch eingeschränkt zur Verfügung stehen. Das geschieht, wenn entweder von innen - durch Verletzung der Pleura in Verbindung mit der Lunge - oder von außen - durch Verletzung des Brustkorbes - Luft eindringt. |
| pO2 | Abkürzung für arteriellen Sauerstoffpartialdruck |
| postoperativ | nach der Operation |
| Prednisolon | Kortikoid, das in verschiedenen Dosierungen sowohl in Tablettenform als auch in Injektionsform verfügbar ist. |
| Prednison | Kortikoid, das in verschiedener Dosierung als Tablettenform zur Verfügung steht. |
| Prick-Test | siehe Hauttest |
| Primäre pulmonale Hypertonie | Erhöhung des Blutdrucks im Lungenkreislauf, deren Ursache unbekannt ist. |
| Prognose | Vorhersage zum Verlauf einer Krankheit |
| Progressive Muskelentspannung | Dabei handelt es sich um ein Verfahren nach Edmund Jacobson, bei dem durch die willkürliche und bewusste An- und Entspannung bestimmter Muskelgruppen ein Zustand tiefer Entspannung des ganzen Körpers erreicht wird. Dabei werden nacheinander die einzelnen Muskelpartien in einer bestimmten Reihenfolge zunächst angespannt, die Muskelspannung wird kurz gehalten, und anschließend wird die Spannung gelöst. Es geht bei dieser Methode darum, den Gegensatz zwischen Anspannung und Entspannung zu spüren und dadurch einen tiefen Entspannungszustand zu erreichen. |
| Prophylaxe | Vorbeugende Maßnahme, vorbeugendes Verhalten, um sich vor einer Erkrankung zu schützen. |
| Provokationstest | Ein gezielter Test, bei dem bestimmte Reize Symptome einer vermuteten Erkrankung hervorrufen sollen (z.B. Provokationstests in der Allergologie). Der Provokationstest dient also zur Feststellung der Lungenfunktion nach Inhalation eines Allergens oder einer Reizsubstanz. |
| Prävalenz | Gibt an wie viele Menschen einer bestimmten Gruppe an einer bestimmten Krankheit erkrankt sind. Sie gibt eine absolute Häufigkeit an. |
| Prävention | Maßnahmen zur Vorbeugung von Krankheiten. |
| Präventiv | Vorbeugend |
| Präventive Maßnahmen | Vorbeugende Behandlungsmaßnahmen zur Vermeidung einer Erkrankung, z.B. Grippeimpfung |
| Pseudokrupp | Eine Entzündung der oberen Atemwege im Bereich des Kehlkopfes, die durch einen charakteristischen bellenden Husten, Heiserkeit und bei schweren Verläufen auch Atemnot geprägt ist. Hauptsächlich betroffen sind Säuglinge und Kleinkinder im Alter zwischen sechs Monaten und sechs Jahren. Ursache können Infektionen und oder auch Luftschadstoffe sein. |
| Psychische Entspannung | Entspannungstechniken wie z.B. autogenes Training, Hatha Yoga oder Entspannung nach Jacobson. |
| Psychotherapie | Ist die Behandlung psychisch, emotional und psychosomatisch bedingter Krankheiten oder Verhaltensstörungen mit Hilfe psychologischer, d. h. fundierter Methoden durch verschiedene Formen verbaler und nonverbaler Kommunikation. Je nach Form der Psychotherapie findet eine Auseinandersetzung mit dem Unbewussten statt, um die Ursachen der Erkrankung zu klären, oder es wird der Bereich des bewussten Denkens und Empfindens ergründet und durchleuchtet (z. B. Gesprächstherapie oder Verhaltenstherapie). Zum Thema Asthma und Psychotherapie sollte folgendes beachtet werden: Asthma ist eine körperliche Krankheit, der ein organischer Schaden zu Grunde liegt. Doch wie bei kaum einer anderen Krankheit spielt beim Asthma auch die Psyche eine ganz entscheidende Rolle für die Entwicklung: Unverarbeiteter psychischer Stress ist in der Lage, ähnlich wie körperliche Anstrengung oder Allergeneinwirkung beim Asthmatiker einen Anfall auszulösen oder das Asthma zu verschlechtern. Bedrohungsgefühle durch Atemnot und die Angst vor einem neuen Anfall sind bedrückende psychische Faktoren, die ihrerseits weitere Ängste verursachen. |
| Pulmonale Hypertonie/Hypertension | Hochdruck im Lungenkreislauf als Folge von COPD, Lungenfibrose, bei verschiedenen anderen Erkrankungen oder aus unbekannter Ursache. |
| Pulverinhalation | Neben der Inhalationstherapie mit Dosieraerosolen und Verneblern wichtigste Form der inhalativen (topischen) Therapie. |
| Pulverinhalator | Ein Gerät, aus dem das Medikament in feinster Pulverform freigesetzt wird. |
| Rast-Test | RAST (Radio-Allergo-Sorbens-Test) zur Bestimmung des Allergen-spezifische IgE. Eine Blutuntersuchung, bei der die im Blut vorhandenen Antikörper gegen ein vermutetes Allergen bestimmt werden. Mit dem Rast-Test wird in der Regel ein vorangegangener Prick-Test abgesichert. Oft folgt dann noch ein Provokationstest. |
| Rechtsherzkatheter | Die Herzkatheteruntersuchung ist eine minimalinvasive medizinische Untersuchung des Herzens über einen Katheter, der über venöse oder arterielle Gefäße der Leiste oder der Ellenbeuge eingeführt wird. Zur Druckmessung in den einzelnen Herzabschnitten z.B. im Rahmen der Diagnose: Cor pulmonale, pulmonale Hypertonie. |
| Rehabilitationsmaßnahmen (REHAB) | Die pneumologische Rehabilitation als nichtmedikamentöse Therapie chronischer Lungenerkrankungen verfolgt das Ziel, über eine Reduktion der Krankheitssymptome und eine Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit dem Betroffenen das größtmögliche Ausmaß an Lebensqualität zu ermöglichen. Medizinische Rehabilitationsmaßnahmen sollen die Erwerbsfähigkeit und die Integration der Versicherten in Familie, Beruf und Gesellschaft erhalten, verbessern und stabilisieren. |
| Reizgase | z.B. Ozon, Chlorgas etc.- können Husten und Atemnot auslösen. |
| Reizstoffe | Bei Patienten mit einem überempfindlichen, hyperreagiblen Bronchialsystem führen nicht nur Allergene, sondern auch Reizstoffe oder Reizgase bereits in geringen Konzentrationen zu Asthma-Beschwerden (Parfüm, Küchendunst, Zigarettenrauch, chemische Reizstoffe, Kälte etc). |
| Reliever | Reliever = Befreier. Inhalative Medikamente, die sofort wirksam sind und von der akuten Atemnot befreien. Werden auch Notfallsprays genannt. |
| Resektion | Teilweise operative Entfernung von kranken Organteilen |
| Residualvolumen | Jene Menge Atemluft, die nach maximaler Ausatmung immer in der Lunge verbleibt (d.h. nicht willkürlich ausgeatmet werden kann) |
| Resistance | Strömungswiderstand in den Atemwegen. Der Atemwegswiderstand ist ein empfindlicher Parameter für die zentrale Atemwegsobstruktion. Eine Widerstandsabnahme im Bronchospasmolysetest deutet auf eine medikamentös beeinflussbare Reversibilität der Obstruktion hin. |
| Respiration | Atmung |
| Respiratorische Insuffizienz | Eine Störung der äußeren (mechanischen) Atmung, z.B. bei körperlicher Belastung, mit Behinderung des Gasaustausches in den Lungenbläschen oder Reduktion des am Gasaustausch teilnehmenden Lungengewebes. Dadurch: Abfall des arteriellen Sauerstoffpartialdruckes (Hypoxie) und Zunahme des arteriellen Kohlensäurepartialdruckes (Hyperkapnie). |
| Restriktion | Es besteht eine verminderte Dehnbarkeit von Lunge und/oder Brustkorb bzw. eine verminderte Vital- und Totalkapazität, z. B. bei interstitiellen Lungenerkrankungen, nach Operationen an der Lunge, Flüssigkeitsansammlung um die Lunge (Pleuraerguss) und dem Zusammenfallen der Lunge bei Eindringen von Luft in den Brustkorb (Pneumothorax). |
| restriktiv | eingeschränkt (im Bezug auf das Lungenvolumen) |
| Retard-Tablette | Tablette, die ihren Wirkstoff verzögert - nach und nach - freisetzt und so länger wirksam ist. |
| Reversibel | Umkehrbar, heilbar |
| Reversible Atemwegsobstruktion | Atemwegsverengung, die beim Asthma bronchiale nur zeitweise gegeben - also umkehrbar - ist. |
| Rezidiv | Rückfall (bei einer Erkrankung) |
| rezidivierend | wiederkehrend
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| Rhinitis | Entzündung der Nasenschleimhaut = Schnupfen Allergische Rhinitis = Heuschnupfen |
| Rippenfell | Pleura
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| Röntgenaufnahme | Das auf einem speziellen photographischen Film oder Papier mittels Röntgenstrahlen erzeugte Schattenbild z.B. des Thorax (Brustraums) |
| Salbutamol | Substanz, die zur Klasse der Adrenergika, Betamimetika, Sympathomimetika gehört. Salbutamol ist ein kurz und schnell wirksames Atemwegserweiterndes Medikament als Dosieraerosol / Pulver im sog. 'Notfall-Spray', aber auch als Inhalationslösung. |
| Salmeterol | Lang wirkendes Adrenergikum, Betamimetikum, Sympathomimetikum, das als Dosieraerosol und Pulver zur Inhalation im Handel ist, auch als Kombination mit Kortison. |
| Sarkoidose | eine systemische Erkrankung des Bindegewebes mit Granulom- (Knötchen) bildung, die meistens zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr auftritt. Die genaue Ursache der Krankheit ist bis heute unbekannt. Befällt prinzipiell die Lunge, aber auch andere Organe z.B. Augen, Gehirn, Leber, Nieren, Haut, Herz und führt zur Störung der Organfunktionen. |
| Sauerstoff (O2) | Wichtiger Bestandteil der Atemluft. Wird von den Körperzellen benötigt. |
| Sauerstoff-Langzeittherapie | (LOT oder LTOT=long-term-oxygen-therapy)
Damit wird die langfristige und täglich mindestens 16-stündige Zufuhr von Sauerstoff bezeichnet. Sie wird bei Erkrankungen angewandt, bei denen im arteriellen Blut ein schwerer chronischer Sauerstoffmangel besteht. Die Überlebensdauer und die Lebensqualität der betroffenen Patienten können durch diese Behandlung wesentlich verbessert werden. |
| Schimmelpilze | Bei feuchter Wärme gut gedeihende Pilze verschiedener Gattungen. Schimmelpilze können Allergien hervorrufen. |
| Schlafapnoe | die entweder mit einem verminderten Atemfluss (Hypopnoe) oder mit einem zeitweisen Atemstillstand (Apnoe) - einhergeht. Diese Störung führt zu einer erheblichen Müdigkeit des Betroffenen im Tagesverlauf, es kann auch auftreten. Die Schlafapnoe führt zu Folgerkrankungen (Herz, Kreislauf, Gefäße).
Gekennzeichnet durch Atemstillstände (Apnoen) während des Schlafs und durch eine ausgeprägte Tagesmüdigkeit bis hin zum Einschlafzwang (z.B. Sekundenschlaf am Schreibtisch oder beim Autofahren) sowie eine Reihe weiterer Symptome. Die Atemstillstände führen zu einer Sauerstoff-Unterversorgung und zu wiederholten Aufweckreaktionen (als automatische Alarmreaktion des Körpers), die jedoch meist von den Betroffenen nicht bewusst wahrgenommen werden. Folge der Aufweckreaktionen ist ein nicht erholsamer Schlaf, was wiederum zu der typischen ausgeprägten Tagesmüdigkeit führt. Das Schlafapnoesyndrom bezeichnet eine der bedeutsamsten Schlafstörung (Dyssomnie). |
| Schleim | Auch als Mukus oder Sputum, Sekret oder Auswurf bezeichnet. Klares, zähflüssiges Sekret, das von den Becherzellen und von den Schleimdrüsen, die sich in den Schleimhäuten der Bronchien befinden, produziert wird. |
| Schwangerschaft | Patientinnen mit Asthma bronchiale sollten während einer Schwangerschaft auf eine gute medikamentöse Einstellung ihres Asthma bronchiale achten. Atemnotanfälle sollten vermieden werden; sie schaden dem Ungeborenen viel mehr als die erlaubten Asthmamedikamente. |
| Schweißtest | Spezielles Untersuchungsverfahren zur Diagnose der Cystischen Fibrose. |
| Segmentbronchien | Sie zweigen von den Lappenbronchien ab und verzweigen sich in die Bronchiolen. |
| Sekret | Schleim, der von den Becherzellen und Schleimdrüsen in den Schleimhäuten der Bronchien produziert wird. |
| Sekretolytika | Schleimlösende Mittel, die zur Verflüssigung besonders zähen Schleims und bei erschwertem Abhusten verwendet werden. |
| Sekundenkapazität | Die Sekundenkapazität ist dasjenige Volumen, das innerhalb 1 Sekunde aus maximaler Eiatmungslage forciert ausgeatmet werden kann. Die Messung des Sekundenkapazität ist eine einfache Methode um eine obstruktive Lungenfunktionsstörung zu erfassen. Der Wert wird im Zuge der Lungenfunktionsprüfungen ermittelt. Bei Asthma bronchiale und COPD sind die Werte zeitweise erheblich verringert. |
| Sensibilisierung | Allergenkontakt (über Einatmung, Haut oder Nahrung), der zur Allergiebereitschaft führen kann. |
| Silikose | Ist eine Lungenerkrankung, die durch Inhalation und Ablagerung von mineralischem Staub, insbesondere quarzhaltigem Staub, verursacht wird. Es kommt zur Bildung von knotenartigen Bindegewebeneubildungen, die zu Vernarbung der Lungen, Luftnot, Husten und Verschleimung einer chronisch obstruktiven Bronchitis (COPD), einem Emphysem und einer pulmonalen Hypertonie und später Tod durch Erstickung führen können. Silikose ist als Bergarbeiter-Erkrankung bekannt; sie kann aber auch bei analogen Berufsbildern (vom Steinbrucharbeiter, Steinhauer bis hin zum Zahntechniker) auftreten. Sie ist als Berufskrankheit anerkannt. |
| Sinusitis | Nasennebenhöhlen-Entzündung |
| Sklerodermie | Bedeutet wörtlich "Harte Haut", es ist eine krankhafte Haut- oder Bindegewebsverhärtung. Diese Krankheit beginnt mit Durchblutungsstörungen an den Händen (Raynaud-Syndrom) und befällt auch innere Organe wie Lunge, Speiseröhre, Niere und Herz. Die Lungenbeteiligung entspricht einer Lungenfibrose. |
| Spacer | Auch Vorschaltkammer. Ein Spacer/Vorschaltkammer ist eine spezielle Inhalationshilfe, die das Einatmen des Wirkstoffs aus einem Dosieraerosol ganz erheblich erleichtert. Mit Hilfe einer Vorschaltkammer kann man die einzelnen Schritte bei der Anwendung des Dosieraerosols in Ruhe und nacheinander durchführen. So gelangt mehr Wirkstoff in die Lunge, und er bleibt nicht in Mund und Rachen hängen. Das ist besonders bei der Verwendung von kortisonhaltigen Dosieraerosolen wichtig, weil dadurch die unangenehmen Lokalen Nebenwirkungen des Kortisons im Mund-/ Rachenbereich, wie Pilzbesiedelung und Heiserkeit, vermieden werden. |
| Spasmolyse | Lösung des Krampfes - auch des Bronchialkrampfes / Bronchialspasmus |
| Spasmus | Krampf |
| spastisch | krampfartig, verkrampft |
| Spirometer | Gerät, das zur Prüfung der Lungenfunktion verwendet wird |
| Spirometrie | Dabei werden Lungen- und Atemvolumina gemessen und graphisch im Spirogramm dargestellt. |
| Spray | Häufig benutzte Bezeichnung für ein Dosieraerosol |
| Sprühnebel | Auch Aerosol. Bezeichnung für feinst verteilte Substanzen aus einem Dosieraerosol. |
| Sprühstoß | Ein Hub aus einem DosieraerosolSputum |
| Sputum | Bezeichnung für den Auswurf beim Abhusten, kann auf Erreger und Zellen untersucht werden. |
| Stammbronchien | Hauptbronchus in der Lunge |
| Status asthmaticus | Hält im Gegensatz zum einfachen Asthmaanfall mindestens über 24 Stunden an. Weil dieser Zustand lebensbedrohlich ist, muss unverzüglich der (Not-)Arzt alarmiert werden. |
| Staublunge | Entsteht durch Einlagerungen von organischen oder anorganischen Stäuben in der Lunge, z.B. Silikose. |
| Steroide | Im englischen und amerikanischen Sprachbereich wird der Ausdruck Steroide vielfach für Kortikoide verwendet. |
| Stoffwechsel | Steht für die Aufnahme, den Transport und die chemische Umwandlung von Stoffen in einem Organismus. Durch diese chemischen Prozesse in der menschlichen Zelle, werden die für den Organismus notwendige Energie und Aufbaustoffe für den Körper erzeugt. |
| Stufentherapieplan | Sowohl für das Asthma bronchiale als auch für die chronisch obstruktive Bronchitis mit oder ohne Emphysem (COPD) gibt es einen Plan, der die Behandlung mit den entsprechenden Präparaten an den jeweiligen Schweregrad der Erkrankung anpasst - diesen Behandlungsplan nennt man Stufentherapieplan. |
| Sympathomimetika | Medikamente, die bronchienerweiternd wirken und auch Adrenergika oder Betamimetika genannt werden. |
| Syndrom | Ist das gleichzeitige Vorliegen verschiedener Merkmale (Symptome), zum Beispiel Krankheitssymptome. |
| Systemische Therapie | Die systemische Therapie steht im Gegensatz zur topischen Therapie. Bei der topischen Therapie kommt die Wirksubstanz, z.B. inhaliertes Kortison, nur an die Bronchien, wo die Wirkung auch erzielt werden soll. Bei der Behandlung mit Kortisontabletten, wirkt die Substanz überall dort, wo sie durch den Blutkreislauf hingebracht wird, d.h. systemisch.. |
| Tachykardie | Die Herzfrequenz ist im Vergleich zur normalen Schlagzahl ganz wesentlich erhöht. |
| Terbutalin | Betamimetikum, Adrenergikum oder Sympathomimetikum, das bronchialerweiternd wirkt und als Pulverinhalator im Handel ist. |
| Theophyllin | Wirkt entspannend auf die Bronchien und die Bronchialmuskulatur. Geringe antientzündliche Wirkung. Chemisch dem Koffein/ Teein verwandt. |
| Theophyllinspiegel | Die Messung des Theophyllinspiegels im Blut ist wichtig. Nur wenn das Theophyllin einen bestimmten Wirkstoffspiegel im Blut erreicht hat, ist die bronchialerweiternde Wirkung zu vorhanden. |
| Thorax | Brustkorb |
| Tierhaarallergie | Allergie auf Allergene tierischer Herkunft, z.B. Federn, Fell, Haare, Wolle. |
| Tiotropiumbromid | Gehört in die Gruppe der Anticholinergika. Liegt im Handel als Pulverinhalation vor. Eine Inhalation wirkt 24 Stunden. |
| Topische Therapie | Bei der topischen Therapie kommt die Wirksubstanz, z.B. inhaliertes Kortison, nur an die Bronchien, wo die Wirkung auch erzielt werden soll. Die topische Therapie steht im Gegensatz zur systemischen Therapie. |
| Totalkapazität | Das gesamte Fassungsvermögen der Lunge inklusive Resevevolumina. |
| toxisch | giftig |
| Toxizität | Giftigkeit |
| Trachea | Luftröhre |
| Treibgas | Das Gas innerhalb eines Dosieraerosols. |
| Tremor | Zittern |
| Triamcinolon | Kortikoid, das sowohl in Tablettenform sowie zur Injektion zur Verfügung steht. |
| Tuberkulose (Tbc) | Früher auch die Schwindsucht genannt, ist eine Infektionskrankheit. Sie wird durch Mycobacterium tuberculosis verursacht. Meldepflichtig. Nur etwa 5 bis 10 Prozent der Infizierten erkranken an Tuberkulose, betroffen sind besonders Menschen mit geschwächtem Immunsystem. Die Übertragung erfolgt in der Regel durch Tröpfcheninfektion von erkrankten Menschen in der Umgebung. |
| Turbohaler | ein System zur Pulverinhalation |
| Uhrglasnägel | Große, gewölbte Fingernägel; Vorkommen bei Bronchiektasen, Lungen-Tbc, Bronchialkarzinom |
| Ultraschallvernebler | Ein Gerät zur Erzeugung von Nebel durch Zerstäubung von Flüssigkeiten. Ultraschallvernebler werden zur Inhalation von Medikamenten benutzt. |
| unilateral | einseitig |
| unilobär | auf einen Lungenlappen begrenzt |
| VC | siehe Vitalkapazität |
| Ventilationsstörungen | Störung der Lungenbelüftung durch Erhöhung des Strömungswiderstandes in den Atemwegen, durch Verschluss einzelner Bronchien oder durch Beeinträchtigung des Gasaustauschs. |
| Vernebler | Gerät, das einen feinen Nebel (Aerosol) zur Einatmung in die Lunge erzeugt. |
| Viren | Sind sehr kleine etwa 15 bis 400 nm große Partikel, die Zellen infizieren können. Sie können sich nicht selbstständig vermehren, sondern benötigen dafür die Wirtszelle. Sind nicht mit herkömmlichen Antibiotika zu bekämpfen. |
| Viskosität | ein Maß für die Zähflüssigkeit, z.B. des Bronchialschleims |
| Vitalkapazität | setzt sich zusammen aus Atemzugsvolumen, inspiratorischem Reservevolumen plus exspiratorisches Reservevolumen. |
| Volumatic | Spacer/ Inhalationshilfe |
| Zilien | Flimmerhärchen
|
| Zwerchfell | Großer, kuppelförmiger Muskel, der Brust- und Bauchraum voneinander trennt. Wichtiger Muskel für die Atmung. |
| Zwerchfellatmung | Auch Bauchatmung genannt. Die Bauchatmung ist eine normale, ruhige Atmungsform. Das Einatmen erfolgt dabei durch das Zusammenziehen (Kontraktion) der Zwerchfellmuskulatur. Diese Form der Atmung wird unbewusst eingesetzt, wenn der menschliche Körper entspannt ist, beispielsweise beim Sitzen oder Schlafen und bewusst von guten Sängern zur Atemstütze. Es ist die gesündeste Form der Atmung. Zwischen Brust- und Zwerchfellatmung können Sie, wenn Sie darauf achten, bewusst wählen. |
| Zyanose | Blaurötliche Färbung der Lippen, Schleimhäute und der Haut infolge eines Sauerstoffmangels oder schlechter Durchblutung. |
| Ödeme | Auch Schwellung oder Wassersucht. Ist eine Einlagerung von Flüssigkeit aus dem Gefäßsystem im Gewebe. Sie treten als periphere Ödeme vor allem im Bereich der Fußknöchel auf. Die Ursachen können vielgestaltig sein, so gibt es z.B. Stauungsödeme, deren Ursache eine Herzleistungsschwäche ist. |
| Ösophagus | Speiseröhre, Muskelschlauch, durch den die Nahrung vom Mund/ Rachenraum in den Magen befördert wird. |
| Glossary V2.0 | |












