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| Es sind 59 Einträge im Glossar. | |
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| Begriff | Definition |
| Acetylsalicylsäure | Auch nichtsteroidale Antiphlogistika genannte weit verbreitete entzündungshemmende, schmerzstillende und fiebersenkende Mittel. Kann bei manchen Patienten, die dazu neigen, einen Asthmaanfall auslösen. |
| Adrenalin | Körpereigenes im Nebennierenmark hergestelltes Hormon, das Überträgerstoff von Reizen im sympathischen Nervensystem ist. Es bewirkt: Beschleunigung der Herztätigkeit, Anstieg des Blutdrucks, Verengung der Gefäße, Erweiterung der Bronchien und Beeinflussung von Stoffwechselvorgängen. Es wird zur Behandlung von Schockzuständen eingesetzt. Adrenalin ist Grundsubstanz der so genannten Adrenergika. |
| Adrenergika | Medikamente, die wegen ihrer erweiternden Wirkung auf die Bronchien eine große Bedeutung für die Behandlung von Asthma und COPD haben. Sie werden auch Sympathomimetika bzw. Betamimetika genannt. Adrenergika / Betamimetika gibt es als schnell/kurz wirkendes Spray oder als Pulver (= Notfallspray), aber auch als langwirkendes Spray oder Pulver. Darüber hinaus gibt es Andrenergika/ Betamimetika als Tabletten, aber auch als Retard-Tabletten. Das sind Tabletten, deren Wirkung lange anhält. Adrenergika/Betamimetika werden bei der Behandlung des Asthma bronchiale und COPD zur Atemwegserweiterung eingesetzt. |
| Aerolizer | Inhalator zur Pulverinhalation |
| Aerosol | Feiner Nebel mit kleinsten Teilchen, die im Nebel schweben. Das Teilchen-Nebel-Gemisch wird bei medizinisch verwendeten Aerosolen durch 'Treibgase' erzeugt. Aerosole können für die Verabreichung von inhalierbaren Medikamenten verwendet werden. |
| Aerosoltherapie | Die im Sprühnebel fein verteilten Wirkstoffe (Aerosol) gelangen beim Einatmen direkt in die Bronchien. Dadurch erreichen die Medikamente den Ort ihrer Wirkung sehr schnell und wirken nur dort, wo diese auch wirken sollen – an den Bronchien. Andere Bereiche des Körpers bleiben unbelastet. Das ist vor allem bei einer Kortison-Behandlung wichtig. Dadurch dass dieses Medikament direkt an den Ort gebracht wird, wo die Wirkung eintreten soll, kann mit sehr niedrigen Dosen gearbeitet werden. Die typischen Nebenwirkungen der Kortisontablette sind beim Kortisonspray nicht gegeben. Es spricht also vieles für eine Inhalationstherapie. Das gilt für alle Formen dieser Therapie, d. h. neben der häufig genutzten Form des Dosieraerosols auch für die Pulverinhalation, Feuchtinhalation, Dampfvernebler und Ultraschallvernebler. |
| Akupunktur | An der Oberfläche des Körpers werden 12 paarige Meridiane angenommen, durch die eine Art Energie fließen soll. Es gibt über 300 Akupunkturpunkte, die bestimmten Organen zugeordnet sind und deren Funktion sich durch Stimulation beeinflussen lassen soll. Statt mechanischem Drehen von Nadeln ist zunehmend die Reizung durch Strom oder Laser in Gebrauch. Es gibt Studien, in denen eine geringe Sofortwirkung bei Asthma beschrieben wurde. Langzeiteffekte sind bisher nicht belegt. |
| Akute Bronchitis | Wird gemeinhin als 'Erkältung' oder Infekt bezeichnet. Jeder von uns hat mehr oder weniger oft eine akute Bronchitis durchgemacht. Tritt die akute Bronchitis gehäuft auf, so kann das bereits der Beginn einer chronische Bronchitis sein und sollte Anlass sein einen Lungenfacharzt aufzusuchen, um einer nicht selten auftretenden Gewöhnung an die Beschwerden vorzubeugen. |
| Allergene | Substanzen, die allergische Reaktionen auslösen können. Am häufigsten wirken Pollen, Kot der Hausstaubmilben, Schimmelpilze sowie Tierhaare als Allergene. |
| Allergenkarenz | Vermeidung des Kontakts mit Allergenen mit dem Ziel, allergische Reaktionen zu vermeiden. Die Allergenkarenz ist vor allem bei Kindern von großer Bedeutung. Damit verringert man die Gefahr, dass das allergisch reagierende Kind im Laufe der Zeit gegen immer mehr Stoffe empfindlich wird und dann auch auf diese mit Atemnotanfällen reagiert. |
| Allergie | Überreaktion des Immunsystems auf eine normalerweise harmlose Substanz (Allergen). |
| Allergiediagnostik | Zur Diagnose einer Allergie werden unterschiedliche Testverfahren verwendet: Prick-Test = Hauttest Rast-Test = Blutuntersuchung auf Antikörper Provokationstest - prüft, ob die Atemorgane auf das Allergen allergisch reagieren. |
| Allergiekarenz | Vermeidung von Kontakten mit allergieauslösenden Stoffen. |
| Allergische Reaktion | Ist die überschießende Reaktion des menschlichen Organismus auf ein Allergen. Allergische Reaktionen sind z.B. Asthma bronchiale, die Anaphylaxie, der Heuschnupfen und die Neurodermitis. |
| Alpha-1 Antitrypsin-Mangel | Der Mangel eines bestimmten Eiweißstoffes - des ?1-Antitrypsins. Ist bei einer relativ kleinen Gruppe von Patienten mit Emphysem (1%) für diese Erkrankung verantwortlich. Die Erkrankung wird vererbt. Das Fehlen der ?1 Proteasen-Inhibitoren führt zum Abbau von Lungengewebe vor allem durch Rauchen und durch die bei Infekten vermehrt auftretenden eiweißabbauenden Enzyme. |
| Alternative Therapie/Methode | Unter dem Begriff "alternative Therapie/Methode" fasst man Behandlungsmethoden zusammen, die nicht denen der Schulmedizin entsprechen und deren Wirksamkeit nicht gesichert ist. Einige dieser Behandlungsmethoden können tatsächlich eine vorübergehende oder anhaltende Verbesserung des Gesundheitszustandes bewirken. Es gibt aber auch Maßnahmen, die schaden anstatt zu helfen. Wenn Sie eine der alternativen Therapieformen ausprobieren, sollten Sie unbedingt Ihre vom behandelnden Arzt verordneten Medikamente weiterhin einnehmen. Sie sollten aber auch Ihren behandelnden Arzt darüber informieren. |
| Alveolen | Lungenbläschen Sie sitzen am Ende der feinsten Verzweigungen der Luftwege, den Bronchiolen und sind das Ende des feinverästelten Bronchialbaums. Die Alveolen/ Lungenbläschen sehen wie die Beeren einer Weintraube aus oder wie kleine elastische Schaumbläschen. In den Alveolen findet der Gasaustausch statt. Sauerstoff wird von der eingeatmeten Luft an den Körper - vertreten durch ganz feine Äderchen, die die Alveolen umschließen - statt. Den eingeatmeten Sauerstoff nehmen diese kleinen Blutgefäße (Kapillaren) auf und bringen ihn über das System der Blutgefäße zu allen Zellen des menschlichen Körpers. Das Kohlendioxyd, das im Körper im Rahmen der Stoffwechselvorgänge entsteht, geben die Kapillaren an die Alveolen ab, damit es ausgeatmet wird. |
| Alveolitis | Entzündliche Erkrankung der Lungenbläschen/ Alveolen. |
| Ambulante Rehabilitation | siehe Rehabilitation |
| Ampelsystem | Grün - Gelb - Rot kennzeichnet die Einstellung der Atemwegserkrankung mit dem Peakflow-Meter. Dabei misst der Patient seinen Peakflow regelmäßig (morgens) und ermittelt so die aktuellen Werte. Mit seinem Arzt hat er vorher vereinbart, welcher Wert sein persönlicher Bestwert ist und was beim Abweichen vom Bestwert zu tun ist. Liegt der gemessene Wert bei 80 - 100% des Bestwertes, ist alles o.k.: die Ampel zeigt grün. Liegt der gemessene Wert bei 50 - 80% des Bestwertes, ist Achtung geboten: die Ampel zeigt gelb. Der Patient sollte jetzt das tun, was er mit Seinem Arzt vereinbart hat, z.B. Erhöhung der Medikamentendosis. Liegt der gemessene Morgenwert unter 50% des Bestwertes, steht ein Notfall bevor: die Ampel zeigt rot. Jetzt soll der mit dem Arzt vereinbarte Notfallplan zum Einsatz kommen. |
| Analgetika | Schmerzmittel; Schmerzstillend wirken auch die entzündungshemmenden nichtsteroidalen (kortisonfreien) Antiphlogistika (die auch Antirheumatika genannt werden). Dazu gehört in erster Linie die Acetylsalicylsäure. Diese Präparate können bei Patienten, die dazu neigen, Asthmaanfälle auslösen. |
| Anamnese | Die Vorgeschichte der Erkrankung nach den Angaben des Patienten. Sie wird vom Arzt durch Befragen des Patienten erhoben. |
| Anaphylaktische Reaktion | Bedrohliche allergische Reaktion. Sie kann zum Kollaps und zu einem Schock führen (anaphylaktischer Schock). Bei fehlender ärztlicher Hilfe besteht die Gefahr, dass der Patient im anaphylaktischen Schock stirbt. |
| Anstrengungsasthma | Es wird auch Belastungsasthma genannt. Asthmasymptome treten bei und nach körperlicher Belastung verbunden mit Atemnot auf. |
| Anti-Leukotriene | Substanzen, die entzündungshemmend wirken. Anti-Leukotriene können bei leichtem bis mittelschwerem Asthma bronchiale in Ergänzung zu anderen Medikamenten eingesetzt werden. Sie eignen sich besonders gut zur Behandlung des sog. Anstrengungsasthmas. Sehr gute Wirkung bei der Therapie des kindlichen Asthmas. |
| Antiallergika | Gegen die Allergie wirkende Mittel. Die Antiallergika verhindern den Beginn einer allergischen Reaktion oder blockieren deren Ablauf. Antiallergika müssen regelmäßig eingenommen werden, auch wenn Atemnotbeschwerden nicht zu spüren sind, da sie nur 'vorbeugend' wirken. Bei bereits bestehender, akuter Atemnot helfen sie nicht. |
| Antibiotika | Antibiotika zerstören Bakterien und verhindern ihre Ausbreitung im Organismus. Antibiotika wirken mehr oder weniger stark auf Bakterien, nicht jedoch auf Viren. Mit einer Antibiotika-Therapie kann keine Erkältung, die auf einer Virus-Infektion basiert, bekämpft werden. Es kann aber eine so genannte bakterielle Superinfektion behandelt werden, wenn sie zur einer Erkältung hinzukommt. Antibiotika können verhindern, dass aus einer Erkältung eine eitrige Bronchitis wird und sich dadurch ein Asthma oder eine COPD immer weiter verschlechtert. Antibiotika müssen immer nach den Anweisungen des Arzt eingenommen werden - auch noch über das Abklingen des eventuell vorhandenen Fiebers hinaus. |
| Anticholinergika | Atemwegserweiternde Substanzen, die die Verkrampfung der Bronchialmuskulatur lösen und die übermäßige Schleimproduktion mindern. Sie werden meist bei der chronisch obstruktiven Bronchitis mit oder ohne Emphysem(COPD) eingesetzt. |
| Antigen | Eine Substanz, die den Körper zur Bildung von Antikörpern anregt und so eine Immunreaktion auslöst (Antigen - Antikörper-Reaktion). |
| Antigen-Antikörper-Reaktion | Abwehrmechanismus des menschlichen Organismus gegen fremde Substanzen. |
| Antihistaminika | Substanzen, die bei der Behandlung von Allergien dem Botenstoff Histamin entgegenwirken und so den Prozess, den ein Allergen über das vom Körper freigesetzte Histamin auslösen kann, unterbrechen. |
| Antikörper | Abwehrstoffe des Körpers, die Bestandteil des Abwehrmechanismus des Organismus sind. Durch eine Antigen-Antikörper-Reaktion machen sie Fremdkörper - wie Allergene oder Bakterien - die in den Organismus eingedrungen sind, unschädlich. |
| Antiphlogistika | Entzündungshemmende Mittel. Dazu gehören sowohl die Kortikoide als auch die sog. nichtsteroidalen Antiphlogistika, die meist als nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) bezeichnet werden. Alle diese Mittel dämpfen die Folgen einer Entzündung, wie Schmerz (Analgetika), Schwellung und Fieber. |
| Antitussiva | Hustenstillende Substanzen (z.B. Hustensaft). |
| Apnoe | Atemstillstand |
| Arteriolen | Extrem kleine Blutgefäße (Arterien) |
| Arzneimittel-Asthma | Überempfindlichkeitsreaktionen mit Asthmasymptomen bei der Anwendung von gewissen Schmerz- und Rheumamittel (z.B. Acetylsalycilsäure - Aspirin ®). Die gleiche Reaktion kann durch Kontrastmittel ausgelöst werden. |
| Asbestose | Asbestose ist eine Erkrankung, die durch das Einatmen von Asbest hervorgerufen wird. Sie macht sich durch Vernarbungen im Lungengewebe bemerkbar, die im Zuge der Entzündungsreaktionen entstehen - ausgelöst durch eingeatmete Asbestfasern. Patienten mit Asbestose haben auch ein erhöhtes Lungenkrebsrisiko. |
| Aspirin ® | siehe Acetylsalycilsäure |
| Asthma bronchiale | Das Wort 'Asthma' hat seinen sprachlichen Ursprung im Griechischen und bedeutet in etwa 'Keuchen' oder 'schweres Atmen'. Die Ursache des Asthma bronchiale ist eine dauerhafte - also chronische - Entzündung der Bronchialschleimhaut. Die entzündete Schleimhaut reagiert auf die verschiedensten Reize überempfindlich und löst so die mit dem Asthma bronchiale einhergehenden Beschwerden aus. Man spricht in diesem Zusammenhang von einem hyperreagiblen (= überempfindlichen) Bronchialsystem. Beschwerden (anfallsartige Atemnot) können beim Asthma bronchiale nicht nur durch Pollen, Tierhaare, Hausstaubmilben und andere Allergene (allergisches Asthma), sondern auch durch Zigarettenrauch, Smog, Küchendämpfe, Lösungsmittel bei Farben, Nebel, Kälte und Anstrengungen sowie Stress (nicht- allergisches Asthma) verursacht werden. 'Giemen' und 'Keuchen' sind die Folgen eines enger werdenden Bronchialsystems. Dessen innerer Durchmesser verringert sich durch - Verkrampfung der Bronchialmuskulatur - Schwellung der Bronchialschleimhaut - vermehrte Bildung eines zähen Bronchialschleims, der sich nur schwer abhusten lässt. |
| Asthma cardiale | Das sog. 'Herzasthma' beruht auf einer Funktionsstörung der linken Herzens infolge eines Rückstaus des Blutes in den beiden Lungenflügeln. Ursache dafür ist die schwache Pumpleistung des Herzens, die zu Atemnot und zum Husten führt. |
| Asthma-Diäten | Eine spezielle Asthma-Diät gibt es nicht. Eine gesunde, ausgewogene Ernährung ist jedem Menschen anzuraten. Bei Patienten mit allergischem Asthma und Nahrungsmitteltunverträglichkeit spielt jedoch die Ernährung eine große Rolle. Manche Patienten bekommen nach dem Verzehr von Nüssen Atemnot. Birkenpollenallergiker vertragen oft keine rohen Äpfel und kein Steinobst. Eine Beifußallergie kommt häufig zusammen mit einer Kreuzallergie gegen Sellerie, Karotten und Spargel vor. Bei gesicherter Sensibilisierung gegen bestimmte Lebensmittel kann es lebenswichtig sein, diese Lebensmittel zu meiden. |
| Asthmaanfall | Plötzlich anfallsartig auftretende schwere Atemnot. |
| Asthmasymptome | Asthma ist gekennzeichnet durch anfallsartig auftretende Atemnot und pfeifendes Atemgeräusch. Hinzu können Husten und Auswurf kommen. Beginnendes Asthma bronchiale macht sich häufig - vor allem bei Kindern - durch nächtlichen Husten bemerkbar. |
| Asthmatagebuch | Hier tragen sie ihre aktuell gemessenen aktuellen Peakflow-Werte ein. Neben diesen Werten sollen aber auch andere Besonderheiten ins Asthmatagebuch eingetragen werden, wie z.B. - Einsatz des Notfallsprays - persönliche Beschwerden (Husten, Auswurf, Atemnot) - Nächtliche Atemnot - andere Besonderheiten - wie Infekt, Fieber, verfärbter Auswurf. |
| Atemerleichternde Körperhaltungen | Bestimmte Körperhaltungen oder Körperstellungen erleichtern das Atmen. Die Bekanntesten sind dabei: - Seitenlage im Bett - Kutschersitz, wobei man im Sitzen die Unterarme auf die etwas gespreizten Oberschenkel legt, - Reitsitz, wobei man rittlings auf einem Stuhl sitzt und die Arme auf die Stuhllehne legt, - Abstützen im Stehen, wobei man sich mit einer Hand an einer Wand oder an einem Baum leicht abstützt. - Torhüterhaltung, wobei man sich breitbeinig hinstellt, den Oberkörper vorbeugt und die Hände auf die Oberschenkel legt und den Körper so abstützt. |
| Atemgymnastik | umfasst eine große Anzahl von Übungen zur Verbesserung der Atmung. Bei Atemwegserkrankungen - wie Asthma bronchiale und chronisch obstruktiver Bronchitis (COPD) - ist die aktive Mitarbeit der Patienten wichtig. Dazu gehört, dass der Patient richtig atmet. Dafür muss die gesamte Atemmuskulatur regelmäßig trainiert sowie die Zwerchfell- (Bauch-) Atmung, Brustatmung und Flankenatmung bewusst geübt werden. Darüber hinaus sollten atemerleichternde Körperhaltungen eingeübt werden. Für COPD-Patienten ist es zusätzlich wichtig, dass sie Übungen erlernen, die geeignet sind, das gestaute Bronchialsekret besser abzuhusten. |
| Atemhilfsmuskulatur | Das sind bestimmte Muskeln des Brustkorbs, die eine erschwerte Atmung (mechanisch) unterstützen können. Für die normale Atmung sind die Zwischenrippenmuskulatur und das Zwerchfell verantwortlich. |
| Atemnot | Atemnot ist immer subjektiv. Es handelt sich dabei um das Empfinden einer erschwerten Atmung eines einzelnen Menschen; es ist auf andere nicht zu übertragen. Atemnot ist ein subjektives Gefühl, es kann nur erfragt, aber nicht gemessen werden. Mögliche Ursachen von Atemnot: - Atemwege: Asthma bronchiale, COPD, gutartige und bösartige Tumore der Lunge. - Lungengewebe: bakterielle und virale Pneumonien (Lungenentzündungen) oder Tuberkulose, Lungenfibrosen (z.B. die sog. Staublunge), Lungenemphysem - Lungengefäße: Lungenembolie - Rippenfell: Entzündungen und Vernarbungen, Pneumothorax - Brustkorb: Kyphoskoliose, Morbus Bechterew, extremes Übergewicht - Herz: Leistungsminderung des Herzmuskels bei Hochdruck, Herzklappenfehlern, Rhythmusstörungen, nach Herzinfarkt - Psyche: Hyperventilation bei Angst, Schmerz oder Stress. |
| Atemnotanfall | Anfallsweise auftretende Atemnot, die von leichten bis schweren Beschwerden reichen kann. |
| Atemstoßtest | Ein Test, bei dem die Luftmenge gemessen wird, die bei kräftiger Ausatmung in einer Sekunde ausgeatmet/ ausgestoßen werden kann. Der Wert ist bei Asthma bronchiale und bei COPD durch die Verengung der Bronchien vermindert. |
| Atemtechniken | Die bekannteste Atemtechnik bei beginnender Atemnot ist die sog. 'Lippenbremse'. Sie verhindert das Kollabieren (Zusammenfallen) der Atemwege. Die Lippenbremse setzt den Atemwiderstand herab und erleichtert die Ausatmung. - Legen Sie die Lippen beim Ausatmen so übereinander, dass die Luft nur durch einen schmalen Spalt entweichen kann. - Lassen Sie ganz langsam die Luft ausströmen. Dabei sollten Sie die Wangen nur leicht blähen und die Luft langsam ausatmen (wie wenn sie ein Wattebällchen vor sich her blasen)- nicht herauspressen. Die Einatemtechnik dient der Erweiterung der Atemwege. - Atmen Sie extrem langsam und tief ein. - Halten Sie anschließend die Luft für einige Sekunden an. |
| Atemtherapie | Im Mittelpunkt der Atemtherapie steht das Erleben des Atmens. Durch Dehnungen, Bewegungen, Klänge, Tönen von Vokalen, innere Achtsamkeit und über Druckpunkte werden der Atem angeregt und die Atembewegung erweitert. Auf diese Weise soll der Atem bewusst erfahren und erlebt werden. Die Atemtherapie ist eine Möglichkeit, Fehlformen und Blockierungen der Atmung zu überwinden und den eigenen Atemrhythmus zu entdecken. Siehe auch Atemtherapieangebote der Österreichischen Lungenunion |
| Atemwegsobstruktion | Verengung des Luftwege (Bronchien) durch Krampf der Bronchialmuskulatur, Schwellung der Schleimhaut (Ödem), Verlegung der Luftwege durch zähen Schleim. |
| Atopie | erblich bedingte Allergieneigung. Sie beginnt meist in der Kindheit mit verschiedenen Allergien - wie z.B. Nahrungsmittelallergien, Neurodermitis und Heuschnupfen. |
| Auskultation | Abhören der im Körper entstehenden Geräusche mit einem Stethoskop (Hörrohr). Bei der Auskultation der Lunge nimmt man Atmungsgeräusche bzw. Rassel- und Reibegeräusche wahr. |
| Auswurf | Auswurf nennt man den beim Husten ausgespuckten Schleim. Andere Bezeichnungen dafür sind: Sekret, Bronchialsekret oder Sputum. Das Bronchialsystem von Patienten mit Asthma, vor allem aber von Patienten mit COPD produziert wesentlich mehr Schleim als dies bei Gesunden der Fall ist. Der Schleim ist in aller Regel auch noch extrem zähflüssig. Für die Betroffenen ist es oft sehr anstrengend, das Bronchialsystem von dem Sekret zu befreien. Eine spezielle Hustentechnik kann dabei helfen. |
| Autogenes Training | Das autogene Training ist eine Methode zur Selbstentspannung. Durch einfache, leicht erlernbare Übungen wird ein intensives Gefühl für den eigenen Körper erreicht. So kann es zu einer bewussten Beeinflussung der körperlichen Funktionen im Sinne von Entspannung kommen. Die Selbstentspannung wirkt auf Muskulatur (Schwereempfindung) und auf das Gefäßsystem des Körpers (Wärmeempfindung) ein. Darüber hinaus führt das autogene Training zu positiven Veränderungen im seelischen Bereich, z.B. bei Konzentrationsstörungen und Schlafstörungen. Durch regelmäßige tägliche Übungen kann sichergestellt werden, dass die erlernten Verhaltensweisen - selbst in kritischen Situationen angewendet - Erfolge erzielen, z.B. durch entspanntes Atmen, was dazu beitragen kann, einen Atemnotanfall ganz zu vermeiden oder mindestens erheblich abzuschwächen. Autogenes Training kann helfen, psychische Faktoren - die niemals alleinige Ursache des Asthma sind, aber durch Stress und Angst Auslöser akuter Atemnot sein können - besser in den Griff zu bekommen. |
| Autohaler | Der Autohaler ist ein Inhalationssystem, bei dem die Freigabe der Substanz aus dem Dosieraerosol allein durch das Einatmen (Atemzug gesteuert) erfolgt. Es muss also nicht darauf geachtet werden, dass der Druck auf das Dosieraerosol und die Einatmung zur gleichen Zeit erfolgen: Man setzt den Autohaler einfach an den Mund, umschließt das Mundstück mit den Lippen und atmet langsam und möglichst tief ein - schon wird die Substanz freigesetzt. |
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