Ein Angioödem ist eine Quaddel der tieferen Haut. Während bei der Quaddel direkt unter der Hautoberfläche Flüssigkeit aus den Gefäßen austritt, liegt das "Leck" beim Angioödem in den tieferen Hautschichten.
Das Angioödem (Angio = Gefäß, Ödem = Wasseransammlung im Gewebe) ist charakterisiert durch:
•    eine plötzliche, ausgeprägte Schwellung der tieferen Hautschichten
•    manchmal Schmerzen, nur selten Juckreiz
•    häufige Beteiligung der Schleimhäute — eine Rückbildung, die mit bis zu 72 Stunden länger dauert als bei Quaddeln.
Die entstehende Beule hat einen weniger gut sichtbaren Rand und ist in der Farbe von normaler Haut oft nicht zu unterscheiden. Angioödeme treten häufig im Gesichtsbereich,  besonders um die Augen und an den Lippen, und an den Händen und Füßen auf. Meistens sind die Schwellungen im weiteren Sinne allergiebedingt und werden durch den Botenstoff Histamin vermittelt. Es gibt aber auch andere, nicht-allergische und nicht-Histamin-vermittelte Ursachen für Haut- und Schleimhautschwellungen.

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