Manche Krankheiten sehen der Urtikaria ähnlich und wurden daher früher mit ihr in einen Topf geworfen. Heute weiß man, dass andere Krankheitsmechanismen dahinter stehen, und sie werden daher nicht mehr zur Urtikaria gezählt. Zu diesen Krankheiten gehören unter anderem

Urtikaria pigmentosa (Kutane Mastozytose)
Bei dieser seltenen Krankheit steht eine übermäßig starke Anhäufung von Mastzellen hinter den – oft braunen oder bräunlichen – Flecken und kleinen Papeln der Haut, die bei Reibung Quaddeln ausbilden können. Sie beginnt meist schon in den ersten Lebensjahren und zeigt oft nach einigen Jahren einen wechselhaften Verlauf. Empfohlen wird, eine sogenannte systemische Form auszuschließen. Die Behandlung der Symptome ist jener bei der Urtikaria ähnlich.

Urtikariavaskulitis
Hier handelt es sich um eine Gefäßentzündung, die Quaddeln und Angioödeme entstehen lässt. Diese Krankheit hat mit Urtikaria im Grunde wenig zu tun und wird anders behandelt.

Hereditäres Angioödem
Durch eine genetisch bedingte Störung an einem Enzym kann es auch zu (angeborenen, familiären) Angioödemen kommen. Antihistaminika oder Kortikosteroide helfen hier nicht, weil Histamin bei der Entstehung der Ödeme nicht beteiligt ist, und eine exakte Diagnostik und therapeutische Betreuung ist meist nur in spezialisierten Zentren bzw. damit vertrauten Ärzten möglich.   

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