Wie behandelt man Sie?

Allergenkarenz

Der einfachste und eleganteste Weg ist, das auslösende Allergen einfach wegzulassen bzw. zu meiden. Dies ist bei Nahrungsmittelallergenen oft möglich.

Auch bei einzelnen Allergenen, die eingeatmet werden, wie Tierhaare oder Federn bzw. nur am Arbeitsplatz vorkommende Stäube ist dies zu praktizieren. Doch dieser einfache Weg ist nicht immer begehbar. In der Blütezeit kann man den Pollen kaum aus dem Weg gehen, auch die Schimmelpilze verfolgen einen sozusagen überall.


Hyposensibilisierung / Desensibilisierung

Der Betroffene wird quasi gegen den krankmachenden Stoff geimpft, indem ihm genau die gleiche Substanz verabreicht wird. Der Patient erhält „sein“ Allergen zunächst in extrem niedriger Konzentration verabreicht. Die Dosis wird dann alle 4 bis 8 Wochen langsam erhöht, bleibt aber immer unterhalb einer Grenze, wo es zu allergischen Reaktionen kommen kann. Im Verlauf der Behandlung wird die Toleranz des Körpers gegen das Allergen so weit erhöht, dass das Immunsystem schließlich eine Allergenkonzentration akzeptiert, die höher ist als die Dosen, auf die der Betroffene vor der Therapie mit Allergiezeichen reagiert hat.

Das Allergen kann unter die Haut des Oberarmes injiziert, in Form einer Kurzzeittherapie auf die Nasenschleimhaut gesprüht (nasale Immuntherapie) oder unter die Zunge getropft (sublinguale Immuntherapie, SLIT) werden. Während die Spritzen vom Arzt verabreicht werden müssen, kann der Betroffene die nasale oder die sublinguale Immunbehandlung selber durchführen.

Üblicherweise beginnt man mit der spezifischen Immuntherapie in der pollenfreien Zeit ab Oktober eines Jahres. Eine kurzzeitige Allergie-Impfung bzw. die sublinguale Immunbehandlung können ganzjährig durchgeführt werden.


Symptomatische Behandlung

Nicht immer kann ein Patient mit einer spezifischen Immuntherapie behandelt werden. Für diese Fälle stehen dem behandelnden Arzt eine Vielzahl von Medikamenten z.B.: aus den Gruppen der Anti-Histaminika, Anti-Allergika, Kortison-Präparate und vieles mehr zur Verfügung, mit denen er die einzelnen Krankheitserscheinungen behandeln kann.

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