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Beate Krenek, MSc., MEd., Leitende Physiotherapeutin des Krankenhauses Hietzing, Wien, rät jedem COPD-Patienten regelmäßig physiotherapeutische Übungen zu machen. Gemeinsam mit Markus Krenek, MSc, und Johanna Schmidl, MSc, hat Dr. Krenek eine Übungsreihe für ein Heimtraining zusammengestellt.

 

Dabei handelt es sich um zehn Kraftübungen, die die unterschiedlichen Muskelgruppen trainieren. Dr. Krenek: „Führt der Patient diese Übungsreihe drei- bis fünfmal in der Woche durch, kann er seine Selbständigkeit im häuslichen Alltag erhalten. In einem Video zeigt Markus Krenek diese zehn Übungen im Detail vor und erklärt, welche Muskelgruppen dabei trainiert werden. Gemeinsam mit zwei COPD-Patienten ist anhand des Videos auch ein Mitturnen der kompletten Übungsreihe daheim möglich – mit genauer Anleitung, Erklärungen und auch Hinweisen auf mögliche Fehler beim Ausführen.

 

Regelmäßige Bewegung hilft, auf allen Ebenen fit zu bleiben. Aktiv zu bleiben ist umso wichtiger im Alter und für kranke und besonders für schwerkranke Menschen. Bei Krankheiten wie Bluthochdruck, Diabetes oder Übergewicht ist Bewegung sogar wirksamer als die Einnahme von Medikamenten! Bei Lungenkrankheiten zum Beispiel ist regelmäßiges Training für das Überleben die wichtigste Voraussetzung!

Aktive Patienten gehen seltener zum Arzt, schlucken weniger Kortison oder Antibiotika und landen seltener im Spital.

 

Vorzeigebeispiel in Sachen Training: Günter Hirsch

Günter Hirsch wohnt in der Nähe von Wien. Im Jahre 2007 wurde bei ihm eine COPD festgestellt – und das gleich in der höchsten Stufe: GOLD-Stadium 4.

 

Als der Ingenieur von seiner Krankheit erfuhr, musste er innerhalb von wenigen Stunden sein komplettes Leben auf die neue Situation umstellen. Er war als Sachverständiger viel auf Flugreisen unterwegs und diese chronische Lungenkrankheit beeinträchtigte nicht nur sein Privatleben, sondern auch sein Berufsleben.

Günter Hirsch betrieb seit jeher Sport – und nach dem anfänglichen Schock war es tatsächlich das regelmäßige, körperliche Training das seinen gesundheitlichen Zustand verbesserte und zudem seinen Selbstwert steigerte. Bis heute trainiert er regelmäßig und gerne - oft auch unterstützt durch seine Frau Renate.

Ein anaphylaktischer Schock oder allergischer Schock ist die schwerste Form einer allergischen Reaktion. Er wird ausgelöst durch Allergene wie Insektengift, Nahrungsmittel oder Medikamente, auf die der Betroffene besonders heftig allergisch reagiert.

Betroffen sind verschiedenen Körperregionen wie die Haut, die Atemwegen, der Verdauungstrakt und auch das Herz-Kreislauf-System. Da bei dieser Reaktion lebenswichtige Organe betroffen sind, kann unter Umständen infolge eines Kreislaufversagens sogar der Tod eintreten.

 

Die Videoserie

Die Österreichische Lungenunion hat daher eine Videoserie initiiert, um Betroffene, Kinder und Eltern rechtzeitig und umfassend über allergische Reaktionen bis hin zum allergischen Schock zu informieren. Im Ernstfall kann es um Sekunden gehen, wichtig ist daher das richtige Handeln.

Im Interview:
Assoc.-Prof. Dr. Karin Hoffmann-Sommergruber,
Dr. Rudolf Schmitzberger,
Assoc.-Prof. Dr. Gunter Sturm,
OA Dr. Isidor Huttegger,
Univ.-Prof. Dr. Zsolt Szepfalusi

Moderation: Vera Russwurm

 

Video 1: Die Initiative

Manche Menschen reagieren auf Allergene wie Insektengift, Nahrungsmittel oder Medikament besonders heftig, im Extremfall kann bei einem allergischen Schock sogar der Tod eintreten. Die Österreichische Lungenunion hat daher eine Videoserie initiiert, um Betroffene, Kinder und Eltern rechtzeitig und umfassend über allergische Reaktionen bis hin zum allergischen Schock zu informieren. Im Ernstfall kann es um Sekunden gehen, wichtig ist daher das richtige Handeln. Otto Spranger, Sprecher der Lungenunion, erklärt im Interview mit Vera Russwurm, was hinter der Initiative steckt und warum sie Leben retten kann.

 

Video 2: Definition und Symptome

Manche Menschen sind auf Wespenstiche oder bestimmte Nahrungsmittel allergisch. Im Extremfall kommt es zum anaphylaktischen Schock. Dabei kann innerhalb weniger Minuten ein Kreislaufversagen und sogar der Tod eintreten. OA Dr. Isidor Huttegger ist von der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde in Salzburg und hat viele solcher Fälle gesehen und behandelt.

 

Video 3: Die häufigsten Auslöser

Menschen, die unter einer Allergie leiden, können einen anaphylaktischen Schock entwickeln, wenn sie in Kontakt mit der Substanz kommen, auf die sie allergisch reagieren. Ein anaphylaktischer Schock hat unterschiedliche Ursachen. Frau Prof. Dr. Karin Hoffmann-Sommergruber beschäftigt sich an der Wiener Medizinischen Universität mit Allergieforschung. Sie geht vor allem der Frage nach, welche Pflanzen welche Wirkungen auf den Menschen haben.

 

Video 4: Warnzeichen & Symptome

Nicht jede Reaktion muss allergisch bedingt sein. Umso wichtiger ist es, die ersten Warnzeichen und Symptome einer Anaphylaxie zu erkennen, um eine lebensbedrohliche Situation zu vermeiden. Assoc.-Prof. Dr. Gunter Sturm, MedUni Graz weiß, woran man einen anaphylaktischen Schock rechtzeitig erkennen kann.

 

Video 5: Diagnose und Therapie

Bei Vorliegen von Anaphylaxie-Risikofaktoren, nach einem erstmaligen Wespenstich gekoppelt mit einer massiven Reaktion und bei Verdacht auf eine schwere allergische Reaktion sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Erste Anlaufstelle ist häufig der Hausarzt. Die genaue Abklärung erfolgt aber immer beim allergologisch geschulten Facharzt. Dr. Rudolf Schmitzberger ist Kinderarzt in Wien, weiß, wie man eine Anaphylaxie genau abklären muss.

 

Video 6: Therapeutische Schritte

Eine schwere allergische Reaktion sollte unbedingt von einem Arzt untersucht werden, Die genaue Abklärung erfolgt beim allergologisch geschulten Facharzt. Nach der detaillierten Diagnose geht es aber darum, die richtigen therapeutischen Schritte einzuleiten. Assoc.-Prof. Dr. Gunter Sturm, MedUni Graz, erklärt, welche therapeutischen Möglichkeiten bestehen, um eine schwer allergische Reaktion möglichst zu vermeiden.

 

Video 7: Verhalten im Notfall

Im Extremfall kann ein anaphylaktischer Schock innerhalb weniger Minuten zum Kreislaufversagen und sogar zum Tod führen. Deshalb ist das korrekte Verhalten im Notfall wichtig, um die Gefahren zu minimieren. Univ.-Prof. Dr. Zsolt Szepfalusi von der Medizinischen Universität Wien weiß, was Schritt für Schritt zu tun ist.

 

Video 8: Handhabung des Pens

Bei manchen Personen ist bekannt, dass – zum Beispiel nach Insektenstichen – eine starke allergische Reaktion auftritt, die zu einem anaphylaktischen Schock führen kann. Für diese Menschen ist es sinnvoll, das Notfallset zu verwenden. Es enthält einen sogenannten Autoinjektor, mit dem sich der Betroffene im Notfall (direkt nach einem Wespenstich etc.) selbst Adrenalin in den Oberschenkelmuskel spritzen kann. Das muss aber geschult werden. Univ.-Prof. Dr. Zsolt Szepfalusi von der Medizinischen Universität Wien führt selbst diese Schulungen bei Betroffenen durch.

 

Video 9: Tipps für die Allergenvermeidung

Wer weiß, dass er einen anaphylaktischen Schock erleiden kann, sollte allergieauslösende Nahrungsmittel meiden. Das ist die effektivste und einfachste Vorsorge. Bei Insektenstichen ist das schon schwieriger. Prof. Dr. Karin Hoffmann-Sommergruber weiß, worauf Betroffene achten sollten.

 

Video 10: Interview mit Doz. Mag. Dr. Wöhrl

Doz. Mag. Dr. Stefan Wöhrl erklärt mögliche Vorsichtsmaßnahmen, die Allergenvermeidung sowie die Sinnhaftigkeit von Diäten zur unterstützenden Behandlung von allergischen Erkrankungen.

 

Eine Initiative der Österreichischen Lungenunion
Moderation: Vera Russwurm
Projektleitung: Unlimited Media 

Mit freundlicher Unterstützung von MEDA Pharma GesmbH

 

 

Am 2. April 2016, von 10:00 bis 17:00 Uhr, findet der Welt-Allergie und Asthma-Tag im Tagungszentrum Schloß Schönbrunn statt. Die Veranstaltung bietet umfangreiche Information und Beratung für Menschen, die an Allergien oder Asthma leiden.

Haben Sie COPD oder leiden Sie an einem Lungenemphysem? Erfahren Sie mehr zu aktuellen Studien in Österreich, für die noch TeilnehmerInnen gesucht werden. 

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